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Warten auf Godot - Business Edition

Der erste offizielle Arbeitstag bei meinem neuen Kunden in Duisburg begann ganz gemächlich. Ich suchte nach dem Frühstück im Hotel ganz entspannt die richtige Straßenbahn und fuhr Richtung Kunde los. So wie ich es mir vorgenommen hatte, war ich um ca. 9h hier... viel zu bald, wie es sich gleich herausstellen sollte. Meine kundenseitige Ansprechpartnerin war noch nicht im Haus ("... die steht sicher im Stau auf der Autobahn ...") und so verbrachte ich die erste halbe Stunde mit Warten und einer netten Plauderei in der Kaffeeküche.

Mein Kollege von unserer deutschen Stammfirma traf ein und dann wurden wir in Empfang genommen und an unserem künftigen Arbeitsplatz - einem Projektraum - geführt. Nach einem kurzem Gespräch hieß es warten. Der Netzwerkanschluß von unseren Laptops war noch nicht vorbereitet und so hatte ich Zeit endlich mal bei meine Kontakten im Outlook etwas zu überarbeiten.

Nach einiger Zeit bekamen wir die Netzwerkkabel und die Information über die einzustellenden IP-Adressen. Nach einigen Kämpfen mit Netzwerkkabeln, -buchsen und -einstellungen hatten wir Zugang zum Netzwerk. Allerdings waren die User noch nicht angelegt. Somit hieß es zur Abwechselung mal Warten. Auf was auch immer. Ich nutzte die Zeit um meine Reisekostenabrechung eintippen.

Gegen Mittag ging wir gemütlich essen.

Um 14h tat sich urplötzlich was. Es kam jemand zu uns wegen der Werksausweise. Wir fuhren mit dem Auto zu einem anderen Standort. Dort wurden wir photographiert und erhielten unseren Ausweis. Anschließend setzten wir unsere heute bevorzugte Tagesaktivität fort. Nämlich Warten.

Halt, eine kurze Unterbrechung. Ein Mail mit den IP-Adressen der Entwicklungsmaschine. Der Zugang war in einer Minute eingerichtet. Wir kommen aber nur bis zum LOGON-Bild. Es fehlen noch die User. Die müssen erst angelegt werden.

Und wieder wurde............... richtig! Gewartet.

Drei weitere gefühlte und eine tatsächliche Stunde später kam der Telefonanruf. Heute wird's nix mehr, Fortsetzung morgen 9h30. Ich kann ins Hotel fahren.

Mann, war das ein harter erster Tag!



Ich werde diesen Tag natürlich verrechnen (ich bin ja da und war bereit zu Arbeiten). Man wusste seit 3 Wochen wann wir kommen und was wir benötigen. Beim Startgespräch wurde noch betont, dass das Budget knapp ist. Aber es wurde dennoch nichts vorbereitet und zwei teure Berater taten heute nichts anderes als Däumchendrehen. Das sind die Momente, wo ich Kunden definitiv nicht verstehe.

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hm, weiß ich nicht, finde grad keinen 500er schein!
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