Erinnerungen an die Salzburger Festspiele
Dies war im Zeitraum Ende der 70-er bis Anfang der 80-er Jahre.
Mein Vater war über 40 Jahre lang in einem Theater beschäftigt und er hatte ähnlich wie die Lehrer den gesamten Sommer Urlaub. Einen Teil dieser Zeit nutzte er (wie so viele seiner Kollegen) um sich bei den Salzburger Festspielen als Bühnenarbeiter ein kleines Extra-Geld zu verdienen. Damals gab es die Regelung, dass sich die dort beschäftigten Mitarbeiter ab 17h für ihre Angehörigen kostenlos Karten für die Generalproben des nächsten Tages holen durften.
In der Praxis sah dies so aus: um 17h harrte ich zuhause gespannt vor dem Telefon (Handy gab es ja noch nicht). Wenn mein Vater Karten bekam rief er mich an. Dann hieß es zum Beispiel: morgen, großes Haus, Felsenreitschule, 15h, Klavierkonzert... oder Oper... oder Symphoniekonzert usw. Ich rief daraufhin meinen Chef an, nahm mir für den nächsten Tag Urlaub, telefonierte meinen weiblichen Bekanntenkreis durch und begab ich mich mit Begleitung am nächsten Tag nach Salzburg.
Auf diese Art und Weise sah ich sogar den berühmten Mozartdirigenten Karl Böhm bei der Generalprobe zu seinem letzten Auftritt bei den Salzburger Festspielen.
Einmal gelang ihm der Supercoup: er ergattere Karten für eine Generalprobe von der Verdi-Oper Falstaff, welche Karajan dirigierte. Ich war damals ein junger Kerl und Hardrockfan der nichts von der Klassik verstand, aber mir ist die intensive Ausstrahlung seiner Autorität damals schon aufgefallen. Ich kann mich noch erinnern, wie HvK auf die Bühne kam. Es war bekannt, dass er damals schon massive Rückenprobleme hatte. Und genauso hölzern bewegte er sich auch. Ein paar Mal unterbrach er die Probe um mit schneidender Stimme dem Orchester oder den Sängern Anweisungen zu geben und die Stelle anschließend zu wiederholen.
Leider machte meinem Vater dann nach 1982 seine schlechte Durchblutung in den Beinen weitere sommerliche Tätigkeiten bei den Festspielen unmöglich. Aber diese paar Jahre weckten mein Interesse und Freude an der Klassischen Musik, die zwar manchmal schlummert aber nie mehr ganz verloschen ist.
Mein Vater war über 40 Jahre lang in einem Theater beschäftigt und er hatte ähnlich wie die Lehrer den gesamten Sommer Urlaub. Einen Teil dieser Zeit nutzte er (wie so viele seiner Kollegen) um sich bei den Salzburger Festspielen als Bühnenarbeiter ein kleines Extra-Geld zu verdienen. Damals gab es die Regelung, dass sich die dort beschäftigten Mitarbeiter ab 17h für ihre Angehörigen kostenlos Karten für die Generalproben des nächsten Tages holen durften.
In der Praxis sah dies so aus: um 17h harrte ich zuhause gespannt vor dem Telefon (Handy gab es ja noch nicht). Wenn mein Vater Karten bekam rief er mich an. Dann hieß es zum Beispiel: morgen, großes Haus, Felsenreitschule, 15h, Klavierkonzert... oder Oper... oder Symphoniekonzert usw. Ich rief daraufhin meinen Chef an, nahm mir für den nächsten Tag Urlaub, telefonierte meinen weiblichen Bekanntenkreis durch und begab ich mich mit Begleitung am nächsten Tag nach Salzburg.
Auf diese Art und Weise sah ich sogar den berühmten Mozartdirigenten Karl Böhm bei der Generalprobe zu seinem letzten Auftritt bei den Salzburger Festspielen.
Einmal gelang ihm der Supercoup: er ergattere Karten für eine Generalprobe von der Verdi-Oper Falstaff, welche Karajan dirigierte. Ich war damals ein junger Kerl und Hardrockfan der nichts von der Klassik verstand, aber mir ist die intensive Ausstrahlung seiner Autorität damals schon aufgefallen. Ich kann mich noch erinnern, wie HvK auf die Bühne kam. Es war bekannt, dass er damals schon massive Rückenprobleme hatte. Und genauso hölzern bewegte er sich auch. Ein paar Mal unterbrach er die Probe um mit schneidender Stimme dem Orchester oder den Sängern Anweisungen zu geben und die Stelle anschließend zu wiederholen.
Leider machte meinem Vater dann nach 1982 seine schlechte Durchblutung in den Beinen weitere sommerliche Tätigkeiten bei den Festspielen unmöglich. Aber diese paar Jahre weckten mein Interesse und Freude an der Klassischen Musik, die zwar manchmal schlummert aber nie mehr ganz verloschen ist.