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Auftritte und Konzerte

Sonntag, 6. September 2009

Südtirol

Ich verbrachte dieses Wochenende auf einem Schloss im wunderschönen Südtirol.

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Hier fand ein Gitarrekurs statt. Die Anreise war anfangs problematisch. Auf der Autobahn zwischen Linz und Salzburg schüttete es wie aus Kübeln und zu allem Verdruss hörte ich im Radio, dass der Brenner wegen Steinschlag komplett gesperrt wurde…. über 20 km Stau. Ich spekulierte schon mit Umdrehen, fuhr aber dann doch weiter. Gott sei Dank. Vor Innsbruck hörte ich, dass die Brennerautobahn wieder freigegeben wurde und knapp vor Sterzing nur noch 4 km Stau ist. Wie ich zu jener Stelle kam, war dann nur noch zähflüssiger Verkehr.

Am Samstagmorgen wurde ich von hellem Sonnenschein geweckt. Es war warm und ein strahlend blauer Himmel lud dazu ein, die Berglandschaft so richtig zu genießen.

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Wir saßen im Vorhof des Schlosses und spielten den ganzen Tag vor uns hin. Ich schaffte es, ein vor ein paar Tagen begonnenes Instrumental-Stück fertig zu stellen. Als Draufgabe wurde es mir sogar noch ermöglicht, dass ich bei dem abendlichen Konzert 2 meiner Eigenkompositionen vor Publikum spielen durfte.

Ich liebe solche Wochenenden. Man wird so richtig aus dem Alltag herausgerissen, man lernt wieder eine Menge interessante Leute kennen und durch das sensationelle Wetter durfte ich auch noch diese herrliche Landschaft genießen. Dies alles macht die mörderische Fahrerei (6 Stunden Anreise aus Oberösterreich und 7 Stunden Rückreise nach Wien) mehr als nur wett. Nächstes Jahr zur gleichen Zeit findet der Kurs wieder statt. Ich kann mir gut vorstellen, wieder zu kommen.

Sonntag, 30. August 2009

Coldplay Live, München

Das war mein letzter Streich in diesem Sommer und vorerst letzter Streich in diesem Jahr. Im olympischen Reitstadion München/Riem gaben Coldplay sich die Ehre.

Im Vorfeld haderte ich etwas mit dem Schicksal. Am Freitag war es warm und schön, für Sonntag war schönes Wetter angekündigt... aber ausgerechnet am Tag des Open-Air Konzertes sollte es regnen. Und es regnete auch... aber Gott sei Dank nur südlich von München. Wir hatten schönes Wetter, mit einer Jacke war die Temperatur ok und es war über dem Stadtion sogar ein stimmungsvoller und fast wolkenloser Abendhimmel.

Das Konzert wurde bei der Heimfahrt im Radio als sensationell bezeichnet. Und DEM kann ich nur zustimmen. Der Sound war schlichtweg fantastisch, er hatte fast schon CD-Qualität. Ich kann mich an kein Open-Air erinnern, wo der Klang so gut war.
Links und rechts von der Bühne waren riesige Bildschirme und direkt auf der Bühne hinter ihnen hatten sie noch so eine gigantische Leinwand. Teilweise liefen auf dieser Videos, teilweise das Live-Bild und teilweise Animationen. Während dem Song "42" sah man eine richtiggehenden Flug durchs Weltall, zwischen den Sternen durch, knapp an Planeten vorbei.... tolle und passende Animation.


Die Jungs hängten sich voll rein und boten dem Publikum neben ihrer hochwertigen Musik auch eine tolle Show. Hier ein paar Höhepunkte:

Bei "Yellow" wurden einige gelben Bälle ins Publikum geworfen.


Bei "The Hardest Part" hatte Sänger Chris Martin ein Black-Out. Man beachte ab Minute 1:50 die nächsten 30 Sekunden. Er zieht sich sehr gut aus der Affäre und beweist Humor indem er den Text spontan abändert: "and I try to sing but I couldn't remember anything"


Mitten während der Show verließen sie die Bühne, rannten zwischen die Zuschauer durch das ganze Stadion, stellten sich auf eine kleine Bühne direkt vor den Sitzplätzen und spielten nur mit Gitarren 3 unplugged Songs... darunter als Tribute an Michael Jackson "Billie Jean"



Der Showhöhepunkt war eindeutig "Lovers in Japan". Während diesem Song wurden Abertausende von Papierschmetterlinge in die Luft geblasen. Das war cool... es war als würde man in einem Schneetreiben stehen. Das Video gibt dies recht gut wieder.


Ein grenzgeniales Konzert. Coldplay spielt eindeutig schon in den Dimensionen von U2. Jungs, gute Arbeit!



Sonntag, 26. Juli 2009

Pflasterspektakel 2009

Warum ich das Linzer Pflasterspektakel so mag? Weil man immer wieder auf spektakuläre Musikbands stößt.

Oder wo kann man sonst eine koreanische (!!) Band sehen, die irische Volksmusik spielt?



Und DudelsackbläserInnen, begleitet von einem Schlagzeug und einer fetzigen E-Gitarre, sind definitiv cool.

Freitag, 24. Juli 2009

die vielseitigen Schweigsamen - Linkin Park

Gestern ging mein Konzertmarathon des Sommers 2009 in die nächste Runde... Graz, Linkin Park.

Als wir Mitte März die Karten kauften konnten wir beim besten Willen nicht ahnen, dass der 23.7.2009 der heißeste Tag des Jahres werden würde. Die Anfahrt nach Graz in meinem klimatisierten Auto ging ja noch. Aber die Wartezeit vor dem Eingang ließ Schlimmes ahnen. Ich war durchaus erleichtert, dass die Halle einigermaßen kühl war. Das änderte sich allerdings im Laufe des Abends.

Nach der recht mittelmäßigen Vorband begannen Linkin Park um ca. 21h mit ihrem Auftritt in der ausverkauften Grazer Stadthalle. Sie kamen wortlos auf die Bühne und legten los. Die Stimmung war sofort da.
Sie spielten ohne Ansagen oder große Worte ein Stück nach dem anderen. Das einzige was man an gesprochenen hörte, was ein gelegentliches "Thank You" oder "Great". Und das den ganzen Abend lang. Die Band stellte auch ihre musikalische Vielfältigkeit unter Beweis. Harte Metal-Nummern, Rap-Stücke und melodiöse Rock-Songs mit Electronic-Pop-Elementen wechselten sich permanent ab. Dazwischen kamen auch besondere Einlagen, so wie ein fast schon klassisch anmutendes Solo-Klavierstück und gelegentliche elektronische Spielereien. Gegen Ende des Konzertes machten sie mir eine große Freude. Leider sind die in den 70-er Jahren üblichen Schlagzeugsolos bei den Konzerten ganz außer Mode geraten. Aber zu meiner Begeisterung gab Schlagzeuger Rob Bourdon bei der ersten Zusage so ein Solo mit kräftige Klatsch-Hilfe des Publikums zum Besten. Das war toll.
Ungewöhnlich war, dass es keine Videowand gab. Das ist bei Konzerten von dieser Dimension nur mehr selten der Fall. Natürlich spielten sie auch ihre bekanntesten Songs wie "Numb", "Breaking the habit" und "Shadow of the day". Mann, da ging die Post ab.



Die Scheinwerfer und 11.000 Besucher stellten die Klimaanlage des Saales auf eine harte Probe. Ab und zu merkte man einen kalten Lufthauch, aber die meiste Zeit war es drückend heiß. Sänger Chester Bennington performte ab der Mitte des Konzertes oben ohne. Mein T-Shirt und die Blue Jean waren am Ende des Konzertes jedenfalls wirklich komplett durchgeschwitzt.

Bei der Heimfahrt hörten wir im Radio, dass während des Konzertes die Welt in Österreich ein klein wenig untergegangen ist. Wir haben von den verheerenden Unwettern jedenfalls nichts mitbekommen. Bei der Heimfahrt war hin und wieder die Strasse nass, mehr war nicht zu bemerken. In Graz hatte es nicht einmal geregnet.

Um 2h früh waren wir wieder zuhause. Wenn das so weiter geht, wird 2009 bei mir eindeutig als das Jahr der Konzerte in die Geschichte eingehen.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Ein flotter Dreier(2) - Bruce Springsteen

Samstag 5.7.2009. Wiener Ernst-Happel-Stadion. Bruce Springsteen.

Zwei Tage nach dem Ärztekonzert fand ich mich im Wiener Ernst-Happel-Stadion ein. Dort gab Bruce Springsteen die Ehre, seine Musik hören zu dürfen und er wurde seinem Ruf ein sensationeller Live-Performer zu sein, nicht nur gerecht... er übertraf sich sogar noch. Da ging vielleicht die Post ab. Der Mann hängte sich so richtig rein... kurz nach dem angegebenen offiziellen Beginn des Konzertes kam er unspektakulär einfach auf die Bühne (es gab keine Vorband), spielte den Donauwalzer


und gab ohne Pause geschlagene 3 Stunden und 30 Songs lang wirklich alles (hier die Setliste)




Es ging Schlag auf Schlag, ein Hit nach dem anderen. Unglaublich wie viele No.1 Songs der Mann in seinem Leben schon hatte... und dabei spielte er gar nicht alle... leider fehlten z.B. "Born in the U.S.A", Glory Days usw. Aber dafür spielte er auch ein paar vielumjubelte Cover-Nummern (z.b. Proud Mary) und bei den Zugaben kam nach Dancing in the Dark eine sensationelle Version von "Twist and Shout", wo die Stimmung überzukochen drohte:


Der Mann wird heuer 60 Jahre und sprang, rannte mit ungebrochener Energie auf der riesigen Bühne umher und ließ so manchen jüngeren Branchenkollegen dabei alt aussehen. Immer wieder suchte er den direkten Kontakt zu dem Publikum und stellte sich direkt an den Rand, wo ihn die Zuseher während dem Song minutenlang an die Beine fassen konnte. Einmal fragte ich mich so zwischendurch, wie oft ihm da wohl schon ein Fan auch an die Eier gefasst hat :)))

Mein persönlicher Favorit des Abends war "Waiting on a Sunny Day", wo Bruce so richtig die Sau rausgelassen hat:



In der Mitte des Konzertes nahm er Transparente der Zuseher entgegen, wo diese ihm ihre Songwünsche mitteilten. Ab dann nahm er immer wieder eines von diesen Transparenten hoch, zeigte es in die Menge und begann den darauf gewünschten Song zu singen. DAS nenne ich Publikumsnähe.

Ich war auch überrascht welch guter Gitarrist Bruce ist. Bisher nahm ich ihn in erster Linie als Sänger wahr... aber seine Gitarrensoli haben wahrlich Qualität.
"The Boss" trägt diesen Namen wahrlich zu recht. Er strahlt sehr viel Charisma aus und versteht es wirklich sein Publikum zu fesseln.

Mein ehrlicher Respekt, Mr. Springsteen, für diese Leistung und gerne wieder... falls sie Wien irgendwann wieder die Ehre geben!

Ein flotter Dreier(1) - Die Ärzte

Vor meinem Italien-Urlaub besuchte ich innerhalb von 5 Tagen 3 Konzerte. Ich möchte nachträglich noch meine Eindrücke davon schreiben. Hier das erste der drei Konzerte.


Freitag, 3.7.2009. Linzer Stadion. Die Ärzte.

Es war das erwartet unkonventionelle Konzert. Die drei Ärzte spielten ihre eigenwillige Punk-Rock-Pop-Musik mit viel (teilweise recht deftigen) Humor und Selbstironie. Durch die minimalistische Bandausstattung (Schlagzeug, Gitarre, Bass) drohte zwar eine gewisse Eintönigkeit, sie wussten diese aber geschickt durch mehrstimmigen Gesang, unerwartete Einlagen und Ansagen und ihre teilweise wirklich guten Songtexte zu umgehen. Jetzt kann ich recht gut verstehen, warum die Ärzte bei manchen einen regelrechten Kultstatus haben. Interessant war die Nutzung der heutigen technischen Möglichkeiten: unmittelbar nach dem Konzert konnte man einen USB-Stick kaufen, auf dem das soeben gehörte Konzert oben war. DAS nenne ich innovativ!

Hier der letzte Song des Abends. Ab ca. der 4. Minute bekommt man einen ausgezeichneten Eindruck bezüglich der oben erwähnten unkonventionellen und selbstironischen Bühnenshow.


Besonders möchte ich die erste Vorgruppe 3 Feet Smaller erwähnen... die war wirklich klasse. Die zweite Vorgruppe Deichkind hatte eine gute Bühnenperformance, aber ihre Musik (Techno-Rap) ist nicht so ganz mein Ding.

In Summe gefiel das Konzert sehr gut, die Akustik und Organisation waren ok, das Wetter hielt auch und somit war es ein sehr unterhaltsamer Abend.

Sonntag, 28. Juni 2009

Donauinselfest 2009

Es war lange Zeit spannend... wird es das Fest trotz der extremen Regenfälle heuer auch geben oder nicht? Es klappte doch und ich begab mich am Freitag auf die Donauinsel. Da meine Begleitung kurzfristig schlapp gemacht hat ausgefallen ist, machte ich mich alleine auf dem Weg.
Das Wetter war gut, kein Regen und es war auch nicht besonders kalt. Die Veranstalter hatten auf dem Gelände massenhaft Riesensägespäne verteilt, so dass es trotz den von den massiven Regenfällen der letzten Tage durchtränkten Boden zu keiner Schlammschlacht kam.

Um 22h waren die US-Acoustic-Rocker Daughtry angekündigt. Da die Band definitiv geil ist, fand ich mich um 22h guter Dinge und mit Vorfreude bei der Ö3-Bühne ein und kämpfte mich durch die Zuschauermassen nach vorne.

Da stand ich nun, eingekreist von kreischenden Zahnspangen-Teenagern und eingehüllt in einer Clerasil-Wolke. Das Gedränge war mörderisch, aber Daughtry war es definitv wert.



Da ich mir mittlerweile einen Platz ganz vorne an der Bühne erkämpft hatte, blieb ich gleich dort und sah mir die britische Rockband Razorlight auch noch an.




Am Samstag ging ich mit Cheri hin, die sich an diesem Abend in Form des von ihr getragenen T-Shirts outete:
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Der zweite Tag war musikalisch weniger spektakulär. Wir starteten mit einem Besuch in der Cocktailbar beim Eingang des Festes, lauschten eine Zeitlang Morton und Chi Coltrane und begaben uns am Ende in die Wiener Innenstadt, um nach Mitternacht müde heimzukehren.

Jetzt regnet es. Ich glaube, den dritten Tag schenke ich mir.

Samstag, 2. Mai 2009

Green-Day Konzert

JAAAAAA!

Ich habe sie, die 2 Karten für das Green-Day Konzert am 6.11. in der Wiener Stadthalle!!!

YEAH!

Donnerstag, 19. Februar 2009

Mamma Mia

Ich sah das ABBA-Musical schon im Sommer 2007 in Hamburg. Gestern besuchte ich die Vorstellung in der Wiener Stadthalle.

Es war doch deutlich anders als wie damals in Norddeutschland. Der auffälligste Unterschied war die Sprache. Die Hamburger Inszenierung war in Deutsch, in Wien wurde das Musical in der englischen Originalsprache aufgeführt. Links und Rechts waren zwei große Bildschirme, wo der Text in deutscher Sprache als Untertitel mit lief. Das war ungewohnt und auch anstrengend. Mir ist im Linzer Theater schon aufgefallen, dass sich Aufführungen in der Originalsprache mit Untertitel häufen. Aber so eine Oper hat deutlich weniger Text als die Sprechszenen bei einem Musical. Man wusste nicht so recht... soll man mitlesen oder sich auf die Bühne mit den Schauspielern konzentrieren. Da ich aber die Handlung schon kannte und das Englisch nicht gerade komplex war, beachtete ich bald die Monitore nur mehr peripher.

Die Schauspieler und im Speziellen ihre gesanglichen Leistungen waren definitiv toll, wesentlich besser als in Hamburg. Gut, vielleicht hing dies auch etwas damit zusammen, dass die Songs in der Originalsprache besser zu singen sind. Der "Spirit of ABBA" kam jedenfalls vollständig bei mir an, noch mehr als wie in Hamburg.

Dafür war das Publikum in Hamburg besser. Dort wurde bereits ab dem 3. Song kräftig mitgeklatscht. Hier herrschte im Publikum, abgesehen vom üblichen Applaus nach dem jeweils gerade gesungenen Song und ein paar vereinzelten Mitklatschversuchen, bis zur Ende Stille... erst am beim Schluss-Song klatschte der Saal mit und bei der zweiten Zugabe "Dancing Queen" stand das Publikum dabei sogar auf.

Mir wurde gestern jedenfalls wieder bewusst, welch große Anzahl an wunderschönen Melodien und Songs die 4 Schweden über die Jahre hinweg geschaffen haben. Ich liebte die Musik damals schon und gab dies immer schon zu, was damals gar nicht so selbstverständlich war. In einer langhaarigen Clique der 70-er Jahre, die auf Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin und Co. abfuhr, setzte man sich damit jede Menge Spott aus. Aber ich tat es und ich tue es immer noch.

Ich bin ein bekennender ABBA-Fan.


Hier mein persönlicher Lieblingstitel:

Samstag, 24. Januar 2009

die musikalischen Doktoren

Ich gehe nicht gerne zum Arzt. Und schon gar nicht gerne zu mehreren Ärzten. Aber zu diesen Ärzten werde ich sehr gerne gehen.



3. Juli 2009, Linzer Stadion. Karten sind seit heute reserviert. Ich freue mich schon.

Carpe Diem

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