U2 by U2 1960 - 1975 Stories For Boys (1. Kapitel)

Ich habe mir vorgenommen, dass ich meine persönlichen Eindrucke dieses Buches Kapitel für Kapitel hier in Form von Beiträgen veröffentlichen möchte.


Im ersten Kapitel schildern die 4 Bandmitglieder ihre Jugend, wie sie aufgewachsen sind.




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Adam Clayton
kam am 13 März 1960 in England zur Welt. Er lebte die ersten Jahre in Kenia und kam mit 5 Jahren nach Irland, Nähe Dublin. Er besuchte später eine irische Privatschule und kam dort erstmals mit einer Schulband in Berührung ... und war fasziniert. Er nahm als 13-jähriger ein paar Stunden bei einem Gitarrelehrer, wollte mit Freunden eine Band gründen und sollte den Bass übernehmen.



Da stand ich also, fünfzehn Jahre alt und im Besitz einer dunkelbraunen Bassgitarre, einer Ibanez-Nachbildung, aber ohne Verstärker. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was ich damit anfangen sollte. Nicht die Spur einer Ahnung. Absolut nichts. Ich fand einfach, es hörte sich gut an.


Später wechselte er an die Gesamtschule Mount Temple in Dublin, wo er die anderen kennenlernte.


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Bono
kam als Paul Hewson am 10.Mai 1960 in Dublin zur Welt. Er galt als ein schwieriges Kind ("Ich betrat brüllend diese Welt und brüllte drei Jahre lang."), schwer zu bändigen, ein Satansbraten voll Lebenslust und Unsinn im Kopf. Bei seinen Eltern ist die religiöse Kombination ("Vater Katholik, Mutter Protestantin") erwähnenswert. Dies war für das damalige Irland eine absolut seltene und praktisch verbotene Kombination.
Der junge Bono interessierte sich für Musik und wünschte sich eine Ausbildung (Klavier), welche er aber nicht bekam. Er wuchs aber mit Musik auf.



Mein Vater war Autodidakt, ein wirklich heller Bursche. Er brachte sich selbst Shakespeare bei und hörte die ganze Zeit Opernmelodien. Er hatte einen schönen Tenor, und oft baute er sich vor den Lautsprechern auf und dirigierte die Musik mit den Stricknadeln meiner Mutter. Aus irgendwelchen Gründen hatte er nie damit gerechnet, dass Musikalität sich über die Gene vererbte, wie etwas sein schlimmer Rücken oder sein Jähzorn.



Als Bono 13 Jahre war, erlitt seine Mutter eine Gehirnblutung. Nach 4 Tagen wurden die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt. Dieses Ereignis erwies sich als prägend für ihn. Er kam mit seinem Vater nicht gut zurande (diese Situation findet im dem Abschiedssong für seinen Vater "Sometimes You Can't Make It On Your Own" ihren Ausdruck) und es gab eine Menge Konflikte. Die Schulleistungen ließen nach, die aggressiven Ausbrüche häuften sich. Ein verständnisvoller Lehrer und eine Psychologin finden einen Zugang zu ihm und die Situation bessert sich. Bono bringt sich selbst etwas das Gitarrespielen bei. Da er es aber nicht gut konnte und er auch sonst kein Instrument beherrschte, blieb ihm bei der Bandgründung "nur" die ungeliebte Rolle des Sängers.


Manchmal hört es sich an, als hätte ich bei U2 mitgemacht, um die Welt zu retten. Ich bin bei U2 eingestiegen, um mich selbst zu retten.



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Edge
kam als David Evans am 8. August 1961 am östlichen Rand von London zur Welt. Seine Eltern waren walisischer Herkunft, welche 1962 nach Irland zogen. Er kam erstmals mit der Gitarre in Berührung, als seine Mutter auf einem Flohmarkt eine Gitarre kaufte. Eigentlich sollte das Instrument für seinen älteren Bruder Dick sein, aber Edge war von der Gitarre fasziniert.



Ich fand es interessant herauszufinden, wie viel ich mit diesem Instrument anfangen konnte, und trieb jeden im Haus zum Wahnsinn, indem ich ununterbrochen spielte, während ich gleichzeitig alle möglichen anderen Dinge erledigte.
An dieser Stelle eine kleine persönliche Anmerkung von mir, PeZwo: meinen Eltern würde diese Schilderung seeehr bekannt vorkommen*ggg*

Auf der Mount Temple Schule lernte er Bono kennen und freundete sich mit ihm etwas an. Sie hatten durch die Gitarre ein paar Gemeinsamkeiten. Und irgendwann erfuhr Edge von einem Lehrer, dass ein gewissen Larry Mullen Schlagzeug spielt und eine Band gründen wolle.


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Larry Mullen Jr.
kam am 31. Oktober 1961 im Norden von Dublin zur Welt. Er kommt aus einer ganz normalen Familie, Vater Beamter, Mutter Hausfrau und hatte noch 2 weitere Schwestern. Nach einem gescheiterten Klavierunterricht ("Bitte hör auf auf mein Klavier einzuschlagen") begann Larry im Alter von 9 Jahren mit dem Schlagzeugspiel. Obwohl er die Kosten für den Unterricht teilweise selbst erarbeiten musste, faszinierte ihn dieses Instrument so sehr, dass er dabei blieb und später auf der Schule die entscheidende Initiative setzte




Ich hing den mittlerweile legendären Zettel auf.
Wenn ich mir recht erinnere, stand darauf:
"Schlagzeuger sucht Musiker für Bandgründung".
Ich stellte mir darunter einfach ein paar Leute vor die sich trafen, um ein bisschen Spass zu haben. Sonst nichts.




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Was mir, PeZwo, beim Lesen gleich aufgefallen ist: keiner hatte damals irgendeine fundierte musikalische Ausbildung (vielleicht kann man Larry ein klein wenig ausnehmen), aber alle vier sind in Haus aufgewachsen, wo Musik eine grosse Rolle spielte. Sie waren alle musikalische Rohdiamanten, die sich nicht gesucht aber doch gefunden haben und sich dann sehr mühsam ihren Weg bahnten.

Hier ein Video aus ihrer Anfangszeit:
Also sprach caliente_in_berlin
am Donnerstag, 28. Dezember 2006, 11:32 wie folgt:

Diese Rubrik gefällt mir :-)

PeZwo - 28. Dez, 12:03

DAS kann ich mir gut vorstellen :))

Du bist einer der Gründe, warum ich solche Beiträge überhaupt mache...*gg*
Also sprach turntable
am Freitag, 29. Dezember 2006, 12:59 wie folgt:

als sie noch nicht so "zurechtgeschliffen" waren, gefielen sie mir am besten.
grüße

PeZwo - 29. Dez, 13:35

tja, U2 macht meistens eine Gradwanderung zwischen Alternativer Musik und Mainstream.
Dies erkennt man auch daran, dass sie z.B. in Österreich keine großen Charterfolge habe, wie Superweib einmal in dem Beitrag http://superweib.twoday.net/stories/2946738/ schrieb.

Eine Zeitlang, zwischen den Alben "Achtung Baby" und "Pop", bewegten sie sich etwas in Richtung experimentieller Musik... die letzten beiden Alben waren wieder mehr in Richtung Mainstream. Ich bin gespannt, was das nächste Album bringen wird.
turntable - 30. Dez, 14:57

während der aufnahmen zum letzten album hieß es immer wieder aus dem u2-dunstkreis, daß es diesmal wieder (laut edge`s wunsch) ein gitarrenalbum werden soll. geworden ist es dann (meiner meinung nach auf bono´s wunsch) ein gute-nacht-album. einziger rest der großen ambitionen war (denke ich) "vertigo". wenn das album diesen schwung gehalten hätte, wären u2 wieder-auferstanden.
das beste für 07
PeZwo - 30. Dez, 15:15

ja... da ist schon ein bisserl was dran, an dem was du da schreibst.

Die ruhigeren Nummern sind auf der CD vorherrschend. Vertigo ist eine für mich herausragende Nummer dieser Zeit, ganz im Stil und Schwung der großen Rockbands der 70-er Jahre (Black Sabbath, Led Zeppelin, Deep Puprple usw.), aber ohne diese zu kopieren.
Ansonsten haben nur "All Because of You" und "Yaweh" einen gewissen Schwung (und der wenig bekannte Bonus-Track für Japan "Fast Cars").

Dafür werden diejenigen, welche gefühlvollere Stücke und Balladen lieben ("Sometimes You Can't Make It On Your Own" *schmelz*) reichlich belohnt.

Rutsch gut rüber...

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