Also sprach flyhigher am Donnerstag, 26. November 2009, 07:43 wie folgt:
Ich weiss nicht, was gegen diese Ladenschlusszeiten einzuwenden ist. Ich brauche es nicht, dass ein Geschäft bis 24 Uhr geöffnet hat. Aber dagegen spricht auch nix.
Es wird durchaus Familien geben, bei denen der Partner gerne am Abend arbeiten geht, weil dann der andere Partner für den Nachwuchs da ist, und somit kein Babysitter, weder tagsüber, noch abends, nötig ist. Abgedeckt werden diese Zeiten sowieso mit Teilzeitkräften. Ob ich jetzt von 07:00 bis 11:00 oder von 20:00 bis 24:00 Uhr arbeiten würde, wär mir persönlich egal.
Ich fahre öfter über die Grenze nach Deutschland einkaufen (15-20 min entfernt), dort haben die Supermärkte bis 22/23 Uhr offen. Ich finds für mich praktisch, weil es schon mal sein kann, dass ich bis 20 Uhr arbeite und dann ist hier in der CH schon alles zu.
Mir tun auch die Angestellten nicht unbedingt leid, denn die haben genauso eine 40 Stunden Woche wie ich, nur haben sie dann halt zu anderen Zeiten frei als ich. Und es gibt genug andere Jobs, die Spätabends oder in der Nacht ausgeübt werden, wo man die Mitleids-/Ausbeutungs-Überlegungen nicht anstellt - und da gehts gar nicht um Rettung/Polizei/Feuerwehr sondern um Restaurants, Kinos, Konzerte, Theater, Bahn, Flugverkehr usw.
Bambi - 26. Nov, 10:07
Mir tun die Angestellten schon leid. Erstens sind die Arbeitszeiten für Mitarbeiter mit Familien einfach nicht akeptabel, zweitens haben die langen Öffnungszeiten dazu geführt, dass fast nur noch mit Aushilfen gearbeitet wird und sehr viel weniger qualifizierte Vollzeitstellen besetzt werden.
"qualifizierte Vollzeitstellen" sind deshalb nicht mehr vorhanden, weil der Konsument diese Leute nicht mehr benötigt. Er ist selbst zum "Spezialisten" geworden. Und die Aushilfen sind sicher froh, einen Job zu haben. Edit: Außerdem marschiert der Konsument lieber zu Hof*er und Li*dl, um möglichst billig einzukaufen, womit der "qualifizierte Handel" zuwenig Umsatz hat, um sich "qualifiziertes Personal" leisten zu können.
Was die Familienfreundlichkeit betrifft, bin ich auch nicht deiner Meinung. Wie oben schon erwähnt, geht die Kohle, die mit diesem Job verdient wird, nicht sofort wieder für Babysitter drauf, und die Kinder haben jeweils einen Elternteil zuhause, was ich als sehr praktisch empfinde. Noch dazu ist es ja so, dass man nicht 7 Tage die Woche arbeitet. Nicht die quantitative Zeit zählt, sondern die qualitative.
Naja Bambi, aber tun dir dann die tausenden Angestellten in diversen Bars, Restaurants und Kinos nicht leid? Die haben ja auch Familie. Wenn ich für mich die "moralische Konsequenz" ziehe, im Supermarkt nicht nach 18 Uhr einzukaufen, dann müsste ich ja konsequenterweise auch Restaurants und Bars meiden?
Wie gesagt, ich denke, dass es hauptsächlich darum gehen muss, halbwegs eine 40 Stunden-Woche zu garantieren. 60 Stunden-Wochen für Handelsangestellte darf es natürlich nicht geben, aber alles andere ist doch eine Frage der Zeiteinteilung und der persönlichen Lebensplanung.
Ich denke auch... alles eine Frage der Einteilung und der individuelle Bedürfnisse.
Bambi - 26. Nov, 12:56
Naja, wenn ich abends nicht ins Restaurant oder in die Kneipe gehen könnte, dann würde ich das als Einschränkung der Lebensqualität sehen. Wenn medizinisches Personal abends und nachts nicht verfügbar wäre, dann wäre das lebensgefährlich. Aber Einkaufen nach 20 Uhr muss ich nun wirklich nicht gehen. Meine Schwester arbeitet im Einzelhandel und sie hat mir erzählt, welche Gruppe mehrheitlich nach 21:00 Uhr in den Läden ist: Jugendliche, die sich billiger mit Alk eindecken als in der Tanke....
am Donnerstag, 26. November 2009, 07:43 wie folgt:
Es wird durchaus Familien geben, bei denen der Partner gerne am Abend arbeiten geht, weil dann der andere Partner für den Nachwuchs da ist, und somit kein Babysitter, weder tagsüber, noch abends, nötig ist. Abgedeckt werden diese Zeiten sowieso mit Teilzeitkräften. Ob ich jetzt von 07:00 bis 11:00 oder von 20:00 bis 24:00 Uhr arbeiten würde, wär mir persönlich egal.
Mir tun auch die Angestellten nicht unbedingt leid, denn die haben genauso eine 40 Stunden Woche wie ich, nur haben sie dann halt zu anderen Zeiten frei als ich. Und es gibt genug andere Jobs, die Spätabends oder in der Nacht ausgeübt werden, wo man die Mitleids-/Ausbeutungs-Überlegungen nicht anstellt - und da gehts gar nicht um Rettung/Polizei/Feuerwehr sondern um Restaurants, Kinos, Konzerte, Theater, Bahn, Flugverkehr usw.
Edit: Außerdem marschiert der Konsument lieber zu Hof*er und Li*dl, um möglichst billig einzukaufen, womit der "qualifizierte Handel" zuwenig Umsatz hat, um sich "qualifiziertes Personal" leisten zu können.
Was die Familienfreundlichkeit betrifft, bin ich auch nicht deiner Meinung. Wie oben schon erwähnt, geht die Kohle, die mit diesem Job verdient wird, nicht sofort wieder für Babysitter drauf, und die Kinder haben jeweils einen Elternteil zuhause, was ich als sehr praktisch empfinde. Noch dazu ist es ja so, dass man nicht 7 Tage die Woche arbeitet. Nicht die quantitative Zeit zählt, sondern die qualitative.
Wie gesagt, ich denke, dass es hauptsächlich darum gehen muss, halbwegs eine 40 Stunden-Woche zu garantieren. 60 Stunden-Wochen für Handelsangestellte darf es natürlich nicht geben, aber alles andere ist doch eine Frage der Zeiteinteilung und der persönlichen Lebensplanung.