Ist ein Reizthema bei uns zuhaus. Mein HTT meint auch immer, die Handelsangestellten als besonders arm hinstellen zu müssen. Gibt immer hitzige Diskussionen ;-).
Ja, das ist ein generelles Reizthema. Es ist nur erstaunlich, dass es so manche Berufsgruppen gibt, wo die Arbeitszeit noch schlimmer und trotzdem kein Thema ist (ich brauche nur an die Berufstätigen in der Gastronomie oder im Gesundheitswesen zu denken). Aber ausgerechnet bei den Handelsangestellten ist das so schwierig.
Beim Gesundheitswesen glaubt man, dass die eh soviel Geld verdienen, dass die ruhig solche Arbeitszeiten in Kauf nehmen können, bei der Gastronomie verhält es sich so, dass man dort sehrwohl sagt: Naja, die haben halt dafür unter der Woche frei.
Bei Handelsangestellten geht das natürlich nicht, das würde die Familie zerrütten. Hey, bei etwa 50 % Scheidungsrate braucht eine andere Arbeitszeit garnix mehr zerrütten, das schaffen die Beteiligten ganz alleine.
Und mein Lieblingssatz ist sowieso: Hätten's was gscheites gelernt.... eh scho wissn! Ich weiss, das klingt großkotzig. Trotzdem ist es für mich eine Tatsache, dass in Österreich jeder das machen kann, was er möchte. Wenn ich Handelsangestellte bin, und es nervt mich meine Arbeitszeit so derartig, und ich fühle mich ausgenützt, na dann bittschön mach ich eine Ausbildung (evt. sogar via Abendschule) und such mir was anderes. Ok, ist jetzt vllt. ein bissl weit hergeholt und angesichts der Arbeitslosenrate nicht immer möglich - aber was ich wirklich WILL, das geht auch. Vom Jammern wirds nicht besser. Jeder ist seines Glückes Schmied - das betrifft auch Handelsangestellte.
Ich weiß jetzt nicht wie es in der Schweiz oder in Österreich ist ..
.. aber hier in der BRD zeigt es sich eben, das eine Vollzeitstelle (für gelernte Einzelhandelskräfte) umgewandelt wird in drei 400 € Jobs für gelernte Einzelhandelskräfte. Sicherlich gibt es die eine oder andere Mutter, die sich freut in den Abendstunden etwas dazu verdienen zu können, aber es gibt halt auch Menschen, die gerne einen 40 Std.-Job möchten, weil sie davon leben müssen. Mit 400 € Jobs sind sie nicht mal krankenversichert. Davon kann niemand leben. Die langen Öffnungszeiten bewirken, das es den Einzelhändlern zu teuer wird, mit Vollzeitkräften von morgens 7:00 bis Abends um 22:00 Uhr geöffnet zu haben. Es geht nicht um die Arbeitszeit, sondern um den Verdienst.
Ja klar, von 400 € kann man nicht leben. Ich finde auch, dass man von den 1000 € für einen 40 h Job im Handel nicht leben kann. (Oder sollen's 1200 sein, ich weiss es nicht so ganz genau...). Das mit der Versicherung verstehe ich natürlich auch.
Mein Wahlspruch ist halt immer: Wenn sich mein Umfeld ändert, muss auch ich mich ändern.
am Donnerstag, 26. November 2009, 12:25 wie folgt:
Bei Handelsangestellten geht das natürlich nicht, das würde die Familie zerrütten. Hey, bei etwa 50 % Scheidungsrate braucht eine andere Arbeitszeit garnix mehr zerrütten, das schaffen die Beteiligten ganz alleine.
Und mein Lieblingssatz ist sowieso: Hätten's was gscheites gelernt.... eh scho wissn! Ich weiss, das klingt großkotzig. Trotzdem ist es für mich eine Tatsache, dass in Österreich jeder das machen kann, was er möchte. Wenn ich Handelsangestellte bin, und es nervt mich meine Arbeitszeit so derartig, und ich fühle mich ausgenützt, na dann bittschön mach ich eine Ausbildung (evt. sogar via Abendschule) und such mir was anderes. Ok, ist jetzt vllt. ein bissl weit hergeholt und angesichts der Arbeitslosenrate nicht immer möglich - aber was ich wirklich WILL, das geht auch. Vom Jammern wirds nicht besser. Jeder ist seines Glückes Schmied - das betrifft auch Handelsangestellte.
Ich weiß jetzt nicht wie es in der Schweiz oder in Österreich ist ..
Mein Wahlspruch ist halt immer: Wenn sich mein Umfeld ändert, muss auch ich mich ändern.