blutige Beziehungskiste
mit diesen beiden Worten kann man die Handlung von der Oper zusammenfassen, welche ich heute abend gesehen habe.
Ich ging heute abend mit meiner Mutter ins Theater und wir sahen uns "LUCIA DI LAMMERMOOR" von Gaetano Donizetti nach dem Roman "The Bride of Lammermoor" von Sir Walter Scott an.
Die Handlung in Kurzform: 2 verfeindete Familien, sie liebt ihn den Sohn der Todfeinde (nein, nicht Romeo und Julia, das kommt öfters vor). Der Bruder möchte sie aber mit einem anderen, geldigen Typen verheiraten und betreibt durch gefälschte Briefe ein unlauteres Spiel. Sie willigt unter dem Druck des Bruders in die Hochzeit mit dem anderen ein, ihr Liebster kommt leider zu spät - ist nun auf sie sauer.
Sie killt darauf hin in der Hochzeitsnacht ihren Bräutigam, wird wahnsinnig und stirbt. Er, nachdem er dies mitbekommt, killt sich an ihren Grab selbst auch.
Die Inzsenierung war ziemlich beklemmend. Arg war jene Szene, wo der Zwangsbräutigam vor allen anderen untersuchen durfte, ob seine Braut noch Jungfrau ist. Die Braut wurde gehalten, das Höschen wurde ihr ausgezogen, die Beine wurden gewaltsam gespreizt, er kniete sich hin, bemühte den Tastsinn seiner Finger und nickte anschließend zufrieden. Schluck, das ging unter die Haut.
In jenem Teil, wo sie ihren Angetrauten killte und nachher wahnsinnig wurde, lief die Schauspielerin nahezu den ganzen 3. Akt mit einem weißen Nachthemd herum, welches vorne komplett mit roter Farbe verschmiert war.
Da kam schon einiges von den psychischen Verwirrungen der Geschichte rüber.
Nur das Bühnenbild war wieder eine Katastrophe. So wie bei der Zauberflöte gab es wieder so ein hypermodernes Bühnenbild. Die gesamte Handlung spielte sich am Boden eines riesigen Swimmingpools mit dreckigen Fliesen und Leitern, wo hinauf und herabgeklettert wurde. Der Pool befand sind in einem riesigen Gewächshaus mit sehr vielen Scheiben.
Oh, Gott, ich hasse dies, wenn man alte Opern mit solchen skurilen Bühnenbildern versieht. Wenn man schon glaubt, dies tun zu müssen, dann sollte man dies bei den neuen Opern tun. Aber die Opern aus den vorigen Jahrhundert sollte man doch im Prinzip so lassen, wie sie damals erfunden wurden...
Ich ging heute abend mit meiner Mutter ins Theater und wir sahen uns "LUCIA DI LAMMERMOOR" von Gaetano Donizetti nach dem Roman "The Bride of Lammermoor" von Sir Walter Scott an.
Die Handlung in Kurzform: 2 verfeindete Familien, sie liebt ihn den Sohn der Todfeinde (nein, nicht Romeo und Julia, das kommt öfters vor). Der Bruder möchte sie aber mit einem anderen, geldigen Typen verheiraten und betreibt durch gefälschte Briefe ein unlauteres Spiel. Sie willigt unter dem Druck des Bruders in die Hochzeit mit dem anderen ein, ihr Liebster kommt leider zu spät - ist nun auf sie sauer.
Sie killt darauf hin in der Hochzeitsnacht ihren Bräutigam, wird wahnsinnig und stirbt. Er, nachdem er dies mitbekommt, killt sich an ihren Grab selbst auch.
Die Inzsenierung war ziemlich beklemmend. Arg war jene Szene, wo der Zwangsbräutigam vor allen anderen untersuchen durfte, ob seine Braut noch Jungfrau ist. Die Braut wurde gehalten, das Höschen wurde ihr ausgezogen, die Beine wurden gewaltsam gespreizt, er kniete sich hin, bemühte den Tastsinn seiner Finger und nickte anschließend zufrieden. Schluck, das ging unter die Haut.
In jenem Teil, wo sie ihren Angetrauten killte und nachher wahnsinnig wurde, lief die Schauspielerin nahezu den ganzen 3. Akt mit einem weißen Nachthemd herum, welches vorne komplett mit roter Farbe verschmiert war.
Da kam schon einiges von den psychischen Verwirrungen der Geschichte rüber.
Nur das Bühnenbild war wieder eine Katastrophe. So wie bei der Zauberflöte gab es wieder so ein hypermodernes Bühnenbild. Die gesamte Handlung spielte sich am Boden eines riesigen Swimmingpools mit dreckigen Fliesen und Leitern, wo hinauf und herabgeklettert wurde. Der Pool befand sind in einem riesigen Gewächshaus mit sehr vielen Scheiben.
Oh, Gott, ich hasse dies, wenn man alte Opern mit solchen skurilen Bühnenbildern versieht. Wenn man schon glaubt, dies tun zu müssen, dann sollte man dies bei den neuen Opern tun. Aber die Opern aus den vorigen Jahrhundert sollte man doch im Prinzip so lassen, wie sie damals erfunden wurden...
am Montag, 5. Juni 2006, 17:39 wie folgt: