Montag, 1. Mai 2006

Inspiration

Es war Samstag vormittag, als ich nach einer Ablenkung von der Hausarbeit suchte mir zufällig der Zettel mit dem kürzlichen begonnenen und noch unfertigen Song unterkam. Der Gitarreteil und die Melodie ergab sich während dem Bloggen, ein Teil des Textes entstand in London während wir mit der U-Bahn fuhren oder in Warteschlangen standen. Es fehlte aber noch die zweite Strophe, das Ende und ein Übergang vom Refrain zur zweiten Strophe.

Ich setzte mich hin, spielte das schon Vorhandene durch und die Fortsetzung floß nahezu aus mir heraus. Innerhalb einer halben Stunde war der Song fix und fertig. Ich habe den Refrain sogar noch erweitert, die zweite Strophe gefunden und mit dem Ende bin ich sogar sehr zufrieden.
Ich mußte mich nicht anstrengen, es ging wie von selbst. Ich fand sofort zu jeder Stelle die logische Fortsetzung und die Teile verschmolzen ohne langes Suchen ineinander.
Vor Freude rief ich sofort ein paar Freunde an, um ihnen davon zu erzählen.

Warum geht das zur Zeit so einfach?
Ist es das U2-Buch über die Entstehung deren Songs, was ich zur Zeit verschlinge? Die ruhige und geregelte Zeit durch meinen Job nahe meines Wohnortes? Oder war mein Kreativpool leer und hat sich jetzt wieder gefüllt? Sind es die vielen Musikevents, die ich zur Zeit aktiv oder passiv erlebe?
Oder hängt es damit zusammen, dass ich emotional seit einem Monat doch deutlich aufgewühlt bin und sich in mir zur Zeit einiges in Bewegung befindet?
Diese Fragen kommen von selbst. Irgendeine Kombination all dieser Dinge wird es schon sein. Ich weiß nur nicht, ob ich überhaupt versuchen soll dies zu beantworten...

Ritchie Blackmore in Prag - Konzertbericht

Gestern abend erlebte ich in einem alten komplett ausverkauften Theater im Zentrum von Prag gleich neben dem Wenzelsplatz das lange erwartete Konzert von Blackmores Night.

Es war das erwartete Highlight. Das Konzert begann um ca. 20h30 und sie spielten ohne Pause bis fast 23h00 durch.
Es ist erstaunlich, welche musikalische Bandbreite gestern abend von dem ehemaligen Paradehardrocker Blackmore geboten wurde. Da waren feingesponnene alt-mittelalterlich klingende Instrumentalstücke, stampfende Rhythmen, romantische Balladen, Rocksongs, Melodien aus der Barockzeit, moderne Trinklieder, Lovesongs, Cover-Versionen von bekannten Stücken(Streets of London), irisch angehauchte Tänze, Volkslieder usw.... Ritchies Lebensgefährtin Candis Night brillierte mit ihrer warmen, romantischen und kraftvollen Stimme und gemeinsam mit ihr trug der Meister mit seinem filigranen Gitarrespiel den Abend - manchmal bei Läufen mit rasender Geschwindigkeit und dann wieder mit gefühlvollen Riffs, die sich ganz dem Song unterordneten.

Ritchie Blackmore begann mit einer akustischen Gitarre, wechselte auf eine Laute oder Mandoline (das konnte ich nicht genau erkennen) über und packte nach ca. 45 Minuten unter dem Applaus des Publikums erstmals seine berühmte weiße Fender Stratocaster aus, um eine Rocknummer im Stil von Rainbow zu spielen.
Natürlich durften musikalische Erinnerungen an seine Zeit an Deep Purple nicht fehlen. "Child in Time" wurde in einer sanften Version in ein mittelalterlich klingendes Intstrumentalstück eingebaut, "Soldiers Of Fortune" wurde zur Gänze gespielt.
Die Musiker seiner Band bekamen auch die Gelegenheit, sich als Solisten zu beweisen. Die Geigerin machte einen kleinen musikalischen Ausflug in die 9. Symphonie vom tschechischem Nationalkomponisten Antonin Dvorak "Aus der neuen Welt", was natürlich hier in Prag besonders gut ankam. Der Pianist spielte ein Klavierstück vor und sang mit seiner ausgebildeten Opernstimme gemeinsam mit Candis Night ein klassisches Volkslied unserer Breiten dessen Namen mir momentan parout nicht mehr einfallen will.

Insgesamt fiel mir wieder auf, dass die Band vor Spiellaune nur so strotzt. Es gab so manche spontante Aktion Einmal warf Ritchie seinen nicht mehr benötigen Bottleneck in hohen Bogen über die Bühne, wo er deutlich hörbar auf dem Boden landete - was vom Publikum mit Lachen und Applaus quittiert wurde. Überhaupt war der Meister sehr locker, sprach und scherzte mit Candis, seinen Bandkollegen und dem Publikum. Am Ende verabschiedete er sich, indem er den Zusehern am Bühnenrad mit seinen Händen über ihne Hände drüberstrich. Wenn man sich da an die alten Purple-Zeiten erinnert, wie aggressiv, verbissen, innerlich abgeschottet, nie ins Publikum blickend er damals immer auf der Bühne stand...
Und genau diese Freude macht den Funken aus, der auf das Publikum sofort übersprang.

Da es weder Vorgruppe noch eine Pause gab, war das Konzert früher als erwartet zu Ende und somit waren wir auch schon um 2h früh wieder zuhause.

Schön war's...

Carpe Diem

Nutze (und pflücke) den Tag

derzeit billigste Tankstelle in OÖ

zuletzt geschrieben

die Katze TWODAY
... und wieder geht es trotz aller Widrigkeiten weiter....
PeZwo - 5. Apr, 07:54
Oh wie wahr. Erstens...
Oh wie wahr. Erstens beabsichtigte ich nie, hier...
PeZwo - 13. Jan, 19:03
na das ist doch schon...
na das ist doch schon was. Die erste Antwort seit über...
PeZwo - 13. Jan, 18:57
Sag
niemals nie. waltraut von siebensachen
waltraut - 13. Jan, 18:25
dann geb ich ihnen jetzt...
la-mamma - 13. Jan, 17:46

Rückblick

Mail an mich unter

User Status

Du bist nicht angemeldet.

derzeitige CDs im Auto


Coldplay
Viva la Vida


Coldplay
X & Y


Reinhard Mey
Bunter Hund

Status

Online seit 7364 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:09

Suche

 

Location

Visitor locations

Multicounter


Alltag
Around the Blog
Auftritte und Konzerte
Computer
Duisburg
Filme und Fernsehen
Fun
Gedanken
Gitarrenrunde
Ich
Impressum
Island
Job
Krank
Musik
Politik
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren