Montag, 15. Mai 2006

Heimatlied - Rainhard Fendrich

Wie ich vorhin auf einem Kommentar antwortete, halte ich Rainhard Fendrich für einen genialen Texter. Seinen für mich besten Text, der den Nagel so was von auf den Kopf trifft, ist folgendes Lied:


Heimatlied - Rainhard Fendrich

Wo auf steile Bergeshöhen einsam Gondelbahnen zieh'n,
kann man schon von ferne sehen, wie Millionen Schlange steh'n.
Und die Sennen hört man jodeln von den Almen froh und hell.
Sie sind längst nicht mehr die Dodeln, jeder hat sein Schihotel.

Irgendwann will auch der Bauer nichts mehr seh'n vom Schweinedreck.
Und ist er ein ganz ein Schlauer, baut er eine Diskothek.
Wo vor kurzem noch vergnüglich Säue wälzten sich im Mist,
unterhält sich jetzt vorzüglich jeder za-ahlende-e Tourist

Hollarei, hollarei, hollarei, hollareio, hollarei, Hollarererei-diri.
Hollarei, hollarei, hollarei, hollareio, hollarei, hollareio, hollarei,
hollareio.

Auch den Knechten in den Ställen wird es irgendwann zu blöd.
Warum sollen sie sich quälen, wenn es doch viel leichter geht?
Denn als Schilaufpädagogen hat sie einfach mit der Zeit
weitaus stärker angezogen die geformte Weiblichkeit.


Hollarei, ullou, ellei, ollou, hollareio, hollerei, hollereio, hollerei,
hollereio.
Larei, ullou, lerei, ollou, hollereio, hollarei, Hollarererei-diri.

Wo die Pistenraupen tanken, wo die Schneekanonen sprüh'n,
wo die kranken Tannen wanken, riecht's nach Diesel und Benzin

Wo einst Gams und Murmel pfiffen, wo man einsam war und frei,
hat man ziemlich rasch begriffen, fehlt ein Liegestuhlverleih.
Und seit vielen langen Wintern schleppt man gern zum gleichen Preis
jeden noch so fetten Hintern bis hinauf in's ew'ge Eis.

Wo die Pistenraupen tanken, wo die Schneekanonen sprüh'n,
wo die kranken Tannen wanken, ja dort gibt's ein Wiederseh'n.

Hollarei, hollarei, hollarei, hollareio, hollarei, hollareio, hollarei,
hollareio.....

Künstler, Drogen und Kreativität

Puhhh, da hat sich Rainhard Fendrich aber jetzt gewaltig ins gesellschaftliche Abseits begeben. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten ein Lecherlschas im Vergleich zum Entzug nach 15 Jahren Drogen sind.

Offensichtlich ist nun für ihn die Zeit des umfassenden Reinemachens gekommen. Rückbesinnung auf die wirklich wesentlichen Dinge im Leben. Trennung von menschlichen Spreu und Weizen. Ich glaube nicht, dass ihm einer jener "Freunde", welche ihm das Kokain beschafft oder neben ihm selbst gekokst haben, wirklich abgehen wird.

Wenn der Spruch "nur ein leidender Künstler ist ein guter und kreativer Künstler" nur zur Hälfte wahr ist, dann wird er wieder gute Musik machen. Und sein Publikum wird ihn wieder lieben.

Aber alles nur unter einer einzigen Voraussetzung. Er darf jetzt bei seinem inneren Reinigungsprozeß keine faulen Kompromisse machen.

Carpe Diem

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