"Man glaubt es kaum, aber es stimmt wirklich". Mit diesen Worten begann auf dem Sender N24 eine Meldung, dass eine Kündigung vom Arbeitsgericht aufgehoben wurde.
Dann wurde über den Hintergrund berichtet und ich konnte es tatsächlich kaum glauben. Ein ca. 40 Jahre alter Arbeitnehmer ist seit 19 Jahren als IT-Mitarbeiter für seine Firma tätig. Für den ca. 2km langen Weg in die Arbeit benutzte er einen Elektroroller. Da passierte es, dass ihm auf halber Strecke der Strom ausging. Er schob das Gerät bis zum Firmengebäude, nahm den Roller mit ins Büro und steckte ihn zwecks Aufladung der Batterie an die Steckdose.
Dem Abteilungsleiter störte das Gerät und er bat den Mitarbeiter, es aus dem Büro zu entfernen. Dabei fiel ihm auf, dass das Gerät an der Steckdose angesteckt war.
Als der Mitarbeiter am nächsten Tag die fristlose Kündigung erhielt, glaubte er zunächst noch an einen Scherz. Es war aber keiner. Der Arbeitgeber hat den unbescholtenen langjährigen Mitarbeiter allen Ernstes wegen Stromdiebstahls gekündigt. Das Aufladen des Rollers kostete der Firma ganze 1,8 Cent. In Worten eins Komma acht Cent.
Wer das alles, so wie ich, auch nicht so recht glauben kann, hier ist die dazugehörige
Meldung auf N24 und
hier wird der Fall noch etwas genauer erwähnt.
Das Arbeitsgericht hob jetzt die Kündigung wieder auf. Aber nicht wegen dem geringfügigen Betrag, sondern weil der Mitarbeiter unbescholten war und vorher keine Abmahnung erhalten hat.
Mir fehlen die Worte.
Übrigens, der Arbeitgeber glaubt sich aber nach wie vor im Recht und ging in Berufung. Über seine Motive kann spekuliert werden.
PeZwo - Dienstag, 2. März 2010, 16:22 - Kategorie:
Skurril
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