Donnerstag, 14. Juli 2005

Allergien

Durch Zufall bei meinem Posting über Kindererziehung kam Dori auf das Thema Allergien, worauf der User MAKTUB mir darauf antwortete.

Ich fand dazu einen interessanten Artikel im Web, der definitiv nachdenklich macht und auch genau auf meine Meinung zu diesem Thema abzielt:

http://neon.stern.de/kat/fitness/koerperfunktionen/1118059737/81169.html

Mittwoch, 13. Juli 2005

Vernissage

Ich wurde von einer Bekannten gefragt, die ihre Metallarbeiten und Bildercollagen ausstellt, ob ich die Eröffnung von ihrer Vernissage ein wenig musikalisch umrahmen würde.

Eh klar, ist doch Ehrensache. Ich muß derzeit ohnehin viel üben und da ist so eine "Trainigsstunde" vor Publikum für mich kein wirkliches Problem. Zwei Beatles-Nummern, irgendein irisches Stück und noch etwas ins Ohr gehendes und das war's auch schon.

Edit 21.00h:
es war - wie erwartet - recht locker. Irgend ein Stadtrat hat bei der Eröffnung eine kleine Ansprache gehalten und ich habe vorher und nacher so dahingespielt. Das mache ich recht gerne, so im Hintergrund dahinklimpern. Da steht man nicht so im Mittelpunkt und muß auch nicht so konzentriert spielen - denn wenn mal was daneben geht, fällt das praktisch nicht auf...

Montag, 11. Juli 2005

Kindererziehung

Ich bekam untenstehenden Text per E-Mail zugesendet.

Gleich vorweg, ich bin kein "Früher-war-alles-besser"-Typ und auch kein "Kinder-Erziehungs-Hardliner".
Aber trotzdem machte mich die Grundaussage dieses Textes etwas nachdenklich. Ein paar wahre Dinge stecken da schon drinnen


Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten!
  • Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
  • Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.
  • Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
  • Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.
  • Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
  • Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
  • Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
  • Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
  • Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht" . Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht.
  • Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.
  • Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
  • Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.
    Wir hatten Freunde.
  • Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.
    Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns... Wie war das nur möglich?
  • Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.
  • Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war.
    Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
  • Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
  • Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern
    ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und
Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen.

Freitag, 8. Juli 2005

Spruch des Tages (vorhin gelesen)

"Heute haben die Frauen mehr Rechte, früher hatten sie mehr Macht..."
Ives Montand, frz. Schauspieler



Ein wahrlich interessanter Ausspruch...

Mittwoch, 6. Juli 2005

U2 - 2.7.2005 Ernst Happel Stadion Wien

Jetzt komme ich endlich dazu, meine Eindrücke des Konzertes niederzuschreiben.

Ich habe U2 zum ersten Mal 2001 in der Wiener Stadthalle gesehen. Ich stand damals am Parkett ganz vorne fast direkt am Herz, welches in den Zuschauerraum hineinragte. Ich hatte einen Minidisk mit einem guten Mikrophon mit (es gab damals noch keine so genauen Kontrollen am Eingang) und schnitt in etwa die 2. Hälfte des Konzertes mit. Dies war was ganz Besonderes, weil ich bei diesem Konzert damals jene Live-Nummer hörte, die in meiner ganz persönlichen Hitliste der besten Live-Performance ever bis heute unangefochten an Nr. 1 steht "Where the streets have no name". Ich habe mir diese Live-Version inzwischen schon oft angehört - und noch immer läuft mir die Gänsehaut rauf und runter.
Interessanterweise hat die Studioaufnahme von "Joshua Tree" bei mir noch nie besondere Emotionen ausgelöst. Eine von vielen guten Nummern halt, aber nicht mehr.

Negativ blieb mir von damals die Akustik in Erinnerung. Es war viel zu laut, so laut, dass ich die Stücke manchmal anfangs gar nicht erkannte und ich 3 Tage danach immer noch Ohrensausen hatte.

Und nun stand ich vor dem Ernst Happel Stadion und erlebte zum ersten Mal in einem Fußballstadion ein Konzert. Leider war der Platz nicht allzugut, die Männer auf der Bühne sah ich nur in Zentimetergrösse- aber was soll's. Wenigstens war ich überhaupt dabei. Und die großen Videowände machten einiges wett.
Die Vorgruppe war gar nicht so schlecht (immer noch besser als jene damals 2001 in der Stadthalle), aber vom Sitz haben mich die Jungs auch nicht gerissen. Dann kam eine lange Wartezeit (wegen der Anreise der Jungs aus London vom Live8-Konzert) und dann gings los. Zuerst hörte man aus den Lautsprechern einen Song, den ich nicht kannte - aber dem Sound und der Stimme nach durchaus von U2 sein hätte könnte (Anmerkung: mittlerweile weiß ich, dass die Nummer von Arkade Fire ist und Wake Up heißt. Ich habe mir die Nummer vom Internet heruntergezogen und hörte sie mir jetzt gerade an - ist wirklich gut).

Die Lichter gingen aus, 55.000 Leute begannen zu schreien und es kamen DIE 4 Gestalten auf die Bühne und los gings:
Unos dos tres catorce!
Das war Vertigo. Jene Nummer, wo ich mir beim ersten Mal hören schon gedacht hatte, dass diese live wahnsinnig gut rüberkommen müsste.

Die Stimmung war bei mir sofort da. Aber nicht nur die Stimmung. Rundherum im ganzen Stadion blitzten die Fotoapparate und beim Refrain: "Hello, hello, I’m at a place called Vertigo..." sangen 55.000 Leute mit und übertönten sogar die Lautsprecher. Da war SIE wieder, DIE Gänsehaut von damals bei "Where the streets have no name", mit Faktor 11 auf einer 10-teiligen Skala. Da ist ein ganz eigenes Gefühl, was ich nur ganz ganz selten habe - dieses Wegschweben, alles auf der Welt rundherum vergessen, mit der Musik innerlich mitgehen, mich ganz darin fallenzulassen.

Es ging Schlag auf Schlag. I Will Follow, Elevation, New Year's Day, Beautiful Day - mit der Einlage der Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band

und dann wurde mir einer meiner besonderen Wünsche erfüllt. Damals in der Wiener Stadthalle wartete ich leider vergebens auf den Song der nun hier kam: I Still Haven't Found What I'm Looking For Das war auch wieder so eine Gänsehautpartie. Den Schlußrefrain sang das Stadion immer wieder (ich weiß nicht wie oft, sicher über 10 Mal) ganz alleine. U2 standen auf der Bühne und hörten nur zu. Special Moments.

Es ging weiter mit All I Want Is You, City of Blinding Lights, Miracle Drug und dann kam wieder einer meiner Wünsche.

Neben Vertigo ist meine zweite Lieblingsnummer der neuen CD eindeutig Sometimes You Can't Make It On Your Own Dieses balladenhafte Stück ist eines der emotionalsten Nummern, welche ich je von U2 gehört habe. Bono hat es am Grab seines Vaters gesungen und dies kommt auch rüber.

Nach Love and Peace or Else kam ein Stück, wo die ersten Rythmusschläge genügten um es zu erkennen: Sunday Bloody Sunday.
U2 setzten fort mit Bullet the Blue Sky, Running to Stand Still - Happy Birthday - Walk On, Pride, und dann, ja dann

hörte ich die ersten Klänge von DER Nummer, auf die ich schon seit Monaten warte: Where the Streets Have No Name. Augen zu und abheben. Auf der Musik schweben, Raum und Zeit vergessend. Sehr blumige Worte, aber ich weiß nichts besseres, um diese ganz seltenen Momente zu beschreiben.

U2 gaben dann noch One zum Besten, um dann den offiziellen Teil zu beenden. Natürlich war klar, dass es noch Zugaben gibt. Robbie Williams hat dies mal so cool ausgedrückt. Er sagte: "... ich weiß nicht, wer diesen Nonsens erfunden hat, aber ich muß jetzt kurz die Bühne verlassen um nachher meine größten Hits singen zu dürfen...". Sehr treffend. Aber so ist das Spiel nun mal.

Wie wir klatschten, fiel mir ein: was heißt eigentlich "Zugabe" auf englisch?

Bevor ich genauer darüber nachdenken konnte, waren sie wieder auf der Bühne und es ging weiter: Zoo Station, The Fly,

und dann machten U2 bei mir etwas gut. Damals in der Stadthalle hatte ich bezüglich With or Without You sehr große Erwartungen und war ziemlich enttäuscht. Der Song kam damals gar nicht besonders gut rüber. Aber diesmal war es anders. So hatte ich ihn mir immer schon live vorgestellt.

Sie gingen wieder von der Bühne und ich dachte bei mir, dass mir jetzt von meiner persönlichen Wunschliste nur noch ein einziger Song fehlte: die letzte Nummer ihrer letzten CD.

Sie kamen wieder und begannen mit All Because of You, aber dann nahm The Edge die Akustik-Gitarre in die Hand und sie spielten sie, sogar in einer Akustik-Version: Yahweh, die letzte Nummer der letzten CD.
Während ich den Klängen lauschte, dachte ich mir, dass dies wohl der Abschluß sein wird. Ich ließ dieses Konzert an mir emotional vorbeiziehen und stellt fest, dass eigentlich Vertigo (neben Where the streets have no name) der Höhepunkt des Konzertes war und ich dies eigentlich gerne nochmals...
Unos dos tres catorce! ... und da war sie schon. Sie spielen das Stück nochmals. Ein wahrhaft würdiger Abschluß. Danach war ich froh, dass sie wirklich aufhörten, denn alles was jetzt noch gekommen wäre, hätte irgendwie nicht mehr gepasst.
Lange Jahre waren R.E.M meine Band No.1, aber ich gestehe, dass U2 ihnen in meiner ganz persönlichen Hitliste den Rang abgelaufen haben. Ich bin mir aber sicher, dass Michael Stipe und Co. den zweiten Platz verkraften werden können *grins*.

Das Verlassen des Stadions war recht schwierig, wenn 55.000 Leute gleichzeitig rausgehen. Aber ich kämpfte mich zum 2. Bezirk durch, wo in der Tiefgarage meiner Firma mein Auto stand - schließlich hatte ich ja noch ein Date mit ein paar Bloggern im Waldviertel.

Ich war sehr überrascht, als ich am nächsten Tag im Internet in den Konzertberichten über Beschwerden bezüglich die Akustik im Stadion las. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Vielleicht hatte ich auch nur Glück mit meinem Sitzplatz, aber der Klang war absolut in Ordnung. Laut (aber nicht zu laut) und klar. Viel besser als damals in der Stadthalle. Ich hatte auch nachher kein Ohrensausen.

Ein ausführlicher Beitrag, aber das Ereignis war es wahrlich wert. Und am 3.8. werde ich dies alles in München nochmals erleben und es wird noch ein Beitrag folgen.

Ich kann nur sagen, ich zähle schon die Tage...

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