Heute nacht ist mein Vater friedlich eingeschlafen.
Aber uns allen in der Familie geht es soweit "gut". Jeder hat ihn noch auf der Intensivstation besucht. Wir konnten uns in dieser Woche von ihm verabschieden und mit dem Gedanken seines bevorstehenden Ablebens vertraut machen.
In unserer Familie gibt es Gott sei Dank einen starken inneren Zusammenhalt. Ich kümmere mich jetz um meine Mutter, heute nachmittag reist mein Bruder an. Es werden jetzt noch ein paar schwere Tage werden, aber das Leben geht weiter...
PeZwo - Montag, 14. November 2005, 09:00 - Kategorie:
serious
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Vorhin habe ich etwas im Internet entdeckt, was bei mir definitives Kopfschütteln ausgelöst hat.
Unter der Adresse
www.schlussmachen.com bietet der bayrische Webdesigner Florian Aichhorn an, dass er gegen Bezahlung für jemanden eine Beziehung beendet.
Es gibt mehrere Pakete
- einfach Schluß machen
- Lieb Schluß machen
- Böse Schluß machen
und zu guterletzt gibt es auch noch ein Abo für Sprunghafte. So was wie ein Dauerauftrag.
Sachen gibts, *kopfschüttel*....
PeZwo - Samstag, 12. November 2005, 23:55 - Kategorie:
Skurril
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so formulierte der Obergott in Weiß, der heute diensthabende Oberarzt den Gesundheitszustand meines Vaters.
Ich habe in den letzten Tagen mit einigen Ärzten gesprochen und habe alle als Menschen kennengelernt, mit denen man ganz normal reden konnte. Umso befremdender war heute das Verhalten des Oberarztes. Der war der genau der Typ, warum die Mär von den "Göttern in Weiß" überhaupt entstanden ist. So ein arrogantes A.......ch.
Heute wurde mein Vater von der Dialyse abgehängt. Dies hat aber nicht wirklich etwas zu sagen, da dies nicht ununterbrochen notwendig ist. Das einzige Positive was man berichten kann ist, dass es nicht noch schlechter geworden ist. Am Vormittag entfernten die Ärzte aus seiner Bauchhöhle 5,5 (in Worten: fünfeinhalb!!!) Liter Wasser.
Optisch sah mein Vater wesentlich besser aus als beim letzten Mal. Er hatte wieder eine normale Hautfarbe und warme Hände bzw. Finger. Leider hat dies aber nichts zu bedeuten. Wie mir der Arzt mit seiner herablassenden Stimme erklärte, hängt dies mit der Dialyse zusammen. Diese entzieht dem Körper Wärme. Da mein Vater durch seine schwere Lungenentzündung fiebrig ist, wurde das Fieber bisher durch den Wärmeverlust der Dialyse neutralisiert. Nun steigt aber die Temperatur in seinem Körper an und sorgt für seine "gesunde" Hautfarbe.
Es ist nach wie vor so, dass ihn nur die angeschlossenen Geräte am Leben erhalten. Die inneren Organe, welche durch die Apparaturen ersetzt werden, haben ihre Tätigkeit bisher nicht wieder aufgenommen und es fragt sich, ob sie es je wieder tun werden. Die Entzündungswerte haben sich nicht verringert, aber auch nicht noch weiter verschlechtert.
Jetzt wird die Zeit weisen, was die Zukunft bringen wird. Er schwebt nach wie vor in Lebensgefahr, der Blutdruck ist hart an der kritischen Grenze. Bei allem Optimismus ist und bleibt der Status, dass eine Genesung eine Überraschung wäre.
PeZwo - Freitag, 11. November 2005, 23:02 - Kategorie:
serious
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Ich komme gerade von der Intensivstation des Krankenhauses nach Hause. Leider, mein Vater liegt im Sterben.
Er wurde vor einer Woche eingeliefert. Die Diagnose hieß "Wasser im Bauch, weil die Nieren zu wenig arbeiten". Sein Zustand verbesserte sich trotz Behandlung nicht. Vorgestern rief mich am Nachmittag meine Mutter verzweifelt an, dass es ihm immer schlechter geht. Ich fuhr gleich hin und auch mir gefiel ganz und gar nicht, was ich dort sah.
Er hatte einen stark aufgedunsenen Bauch, eine ganz eigenartige Hautfarbe, der Mund war komplett trocken (er konnte kaum sprechen) und wirkte sehr apathisch. Irgendwie war da bei mir schon der Gedanke da, dass es zu Ende gehen könnte.
Ich hatte ein Gespräch mit einem Doktor. Dieser sah dies nicht ganz so pessimistisch. Leider stellte sich ein paar Stunden später heraus, dass mein Bauchgefühl richtig war. Sein Zustand verschlechterte sich dramatisch und er kam auf die Intensivstation.
Heute besuchte ich ihn. Es war bedrückend. Er liegt dort im Tiefschlaf und ist an die verschiedensten Geräte angehängt - Dialyse, künstliche Beatmung, kreislaufstützendes Adrenalin, Antibiotika usw.
Wie mir der Arzt erklärte, ist mittlerweile der Verursacher der Probleme identifiziert: es ist eine massive Lungenentzündung. Diese löste den gefürchteten Dominoeffekt aus, bei dem die inneren Organe der Reihe nach versagen.
Die Prognose sieht nicht gut aus. Trotz dem Antibiotika wird die Entzündung immer schlimmer.
Ich weiß, die Medizin ist keine Mathematik und es kann immer alles passieren - aber es gibt auch Wahrscheinlichkeiten. Und leider ist es realistisch, dass mein Vater die nächsten 2-3 Tage nicht überleben wird.
PeZwo - Mittwoch, 9. November 2005, 22:08 - Kategorie:
serious
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keine Frage.
Ich setzte mich Samstag vormittag ins Auto und fuhr los. Die Hinfahrt war komplett problemlos. 7 Stunden später erblickte ich erstmals den Berliner Funkturm. Na, fast erstmals. 1998 war ich mal auf einer EDV-Schulung in Berlin, aber das ist schon sehr lange her.
Das ursprünglich vereinbarte Bloggertreffen kam leider nicht zustande und so leistete ich der Einladung von Lotusblüte Folge. Ich fand dank ihrer guten Beschreibung sofort und direkt zu ihr hin. Nach der Begrüssung und einem kleinen Verschnaufen nach der langen Fahrt holten wir Arwan ab und gingen essen.
Der Abend klang im Wohnzimmer von Lotusblüte gemütlich aus.
Am nächsten Tag streiften wir zu dritt durch die Stadt, wobei Lotusblüte logischerweise die Rolle der Fremdenführerin einnahm. Wir waren beim Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, die Mauerreste, Kuhdamm usw. die Klassiker natürlich. Der Abend wurde mit einem Besuch in einem irischen Pub bei Live-Musik beendet.
Am nächsten Tag war Relaxing und Einkaufen angesagt. Am Abend gingen wir noch ins IMAX-Kino und bestaunten die 3D-Vorführung. Das war auch für Lotusblüte neu.
So perfekt auch das Wochenende war, leider kam ich bei der Heimfahrt so richtig dran. 4 Megastaus, über 10 Stunden Reisezeit, Regen und Nebel --> um halb ein Uhr früh war ich zuhause. Nach so einer Strapaze war ich logischerweise viel zu aufgedreht, um gleich einschlafen zu können.
Nichts desto trotz mußte ich heute früh um 6h wieder raus, weil mein Job beim Kunden in St. Pölten auf mich wartet. D.h. gleich wieder eine Stunde Autofahrt.
Ob ich nicht besser gleich in mein Auto übersiedeln sollte?
Aber es hat sich gelohnt. Vielen Dank an Lotusblüte und Arwan für dieses wunderbare Wochende und auch nochmals ein Danke, danke, danke an Lotusblüte für ihre Gastfreundschaft. Vielleicht könnt ihr im Sommer einmal nach Österreich zum Waldviertler-Bloggertreffen kommen? Ansonsten wäre ich nicht abgeneigt, mich irgendwannmal wieder ins Auto zu setzen und ...
P.S. ich werde demnächst ein paar Fotos hier noch reinstellen.
PeZwo - Mittwoch, 2. November 2005, 19:11 - Kategorie:
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