- Der öffentliche Vekehr wird über Strassenbahn, O-Bus, normale Busse und Sammeltaxis abgewickelt.
- Odessa steht vor einem Verkehrsinfakt. Die Strassen sind einfach nicht für so viele Autos gebaut. Obwohl die Stadt so groß wie Wien ist besitzt sie keine U-Bahn und wird auch nie eine haben. Die Ursache besteht darin, dass es unterhalb riesige, natürlich entstandene Katakomben gibt. Lt. geologischen Gutachten wäre der Bau einer U-Bahn zu gefährlich.
- Das Zentrum ist wie ein Schachbrett angelegt. Die Strassen verlaufen schnurgerade parallel nebeneinander und sind Alleen.
- Obwohl - wie ich bereits schrieb - Odessa gar sicher keine prüde Stadt ist, gibt es weder Sexshops noch bedient sich die Werbung der nackten Haut. Dafür gibt es natürlich mehrere McDonalds und auch Red Bull wird hier in Massen verkauft.
- Die ukrainische Währung ist Hrywnja. Überschlagsmäßig kann man 7 Hrywnja = 1 Euro rechnen. Diese Währung ist stark an den Dollar gekoppelt. Und der Dollar spielt auch in der täglichen Praxis eine große Rolle. Größere finanzielle Transaktionen werden fast nur in dieser Währung getätigt. Als S. mit der Wohnungsmaklerin über den Verkauf der Wohnung sprach, wurde der Preis immer in Dollar genannt. Auch wenn man über Autopreise spricht, hört man diese nie in Hrywnja.
- Es lohnt sich wirklich bei den vielen Wechselstuben auf den Kurs zu sehen. Für 100 Euros bekam man manchmal nur 630 Hrywnja, dann gab es welche wo man 695 Hrywnja dafür bekam. Das macht einen deutlichen Unterschied.
- Es gibt hier große Preisunterschiede. Manche Dinge sind extrem billig. Ein Liter Benzin kostet ca. 60 Cent, eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 7 Cent. Auch die Preise für die Grundnahrungsmittel sind niedrig. 1 Kg Brot 6 Cent, 1 L Milch 7 Cent. Die besseren Restaurants haben Preise wie unsere durchschnittlichen Gasthäuser. Die Grundstückspreise dürften dafür sehr hoch sein, angeblich werden für den Quadratmeter in der Stadt mehr als 1000 Dollar verlangt.
- Mir sind in dieser Stadt keine Bettler aufgefallen (ganz im Gegensatz zu Prag). Es laufen aber viele offensichtlich herrenlose Hunde und Katzen herum.
- Was den Hundekot anbelangt, so hält Odessa locker mit Wien mit.
- In diesem Land gibt es keine Haftpflichtversicherung für Autos. Wenn es kracht, dann drückt einer dem anderen einen Dollarbetrag in die Hand (bzw. sagt so einen zu) und die beiden Lenker fahren wieder ihre Wege.
- Ich sah ein Auto mit einem ukrainischen Kennzeichen, welches rechtsgesteuert war. Wie kommt bloß ein Ukrainer an ein Auto, welches für Linksvekehr ausgelegt ist?
- Kann sich jemand vorstellen, dass einem in Österreich auf dem Pannenstreifen der Autobahn Fußgänger, Radfahrer und Pferdewagen entgegenkommen? In der Ukraine ist so was keine Besonderheit. Und von dem Zebrastreifen quer über die Autobahn habe ich schon geschrieben.
- Früher galt die Moskauer Zeit (= 2 Stunden Zeitverschiebung). Nach der Unabhängigkeitserklärung wurde diese auf eine Stunde Verschiebung geändert.
- Die Ukraine hat eine eigene Sprache. Aber in der täglichen Praxis spielt Russisch immer noch eine dominierende Rolle. S. erklärte mir, dass hier privat und auf der Strasse kaum jemand ukrainisch spricht.
- Der Sohn der Notarin erzählte mir auf Englisch, dass er in der Schule (welche unserem Gymnasium entspricht) als Sprachunterricht täglich 2 Std. Ukrainisch, wöchentlich 2 Std. Englisch und alle 2 Wochen eine Stunde Russisch hat. Jene Sprache, welche hier im Alltag genutzt wird, wird also kaum unterrichtet.
- Englisch können nur wenige... bei Deutsch ist es etwas besser, ich traf imme wieder Leute, welche ein paar Brocken sprechen konnten. Nur mit den Internetcafe-Betreiber und dem Sohn der Notarin konnte ich Englisch sprechen.
- Es gibt relativ viele Internet-Cafes. Sie waren alle recht gut ausgerüstet, schnelle Verbindung und überall waren Skype incl. Kopfhörer und Mikros installiert, was ich auch nutzte. Es waren englische Tastaturen angeschlossen, welche von den Einheimischen auf die cyrillische Schrift umgestellt wurden. Die Preise waren nicht hoch, 2 Hrywnja (~ 30 Cent) die Stunde. In Irland zahlte ich das 10-fache.
- Es wird hier defacto nur die cyrillische Schrift genutzt (lediglich die westlichen Marken werden lateinisch geschrieben), was am Anfang für mich ein großes Problem war. Ich konnte anfangs nicht einmal die Strassenwegweiser entziffern. Aber sie ist gar nicht so schwer zum erlernen. Nach dieser Woche konnte ich schon fast alles lesen.
- Handys sind sehr stark verbreitet. Auch das Handynetz war gut... ich hatte fast überall Empfang und nutzte das relativ billige SMS-Schreiben.
- Schach spielt eine grosse Rolle. In den Stadtparks sieht man an jeder Ecke irgendwo zwei sitzen, die sich "bekämpften".
- Es gibt Gerüchte, dass der Regierungschef Wiktor Juschtschenko einen Doppelgänger haben soll. Manchmal sehen seine Narben (die von der Dioxin-Vergiftung stammen) ganz anders aus. Juschtschenko ist generell in Odessa nicht sehr beliebt. Man zweifelt sogar seine Vergiftung an.
PeZwo - Dienstag, 18. September 2007, 07:01 - Kategorie:
Urlaub und Reisen
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Ein Mann geht mit seiner Frau zum Arzt. "Herr Doktor, Wir wissen nicht, was wir machen sollen, meine Frau bekommt einfach keinen Orgasmus, wenn wir Sex haben."
Meint der Arzt: Tja, das könnte daran liegen, dass ihre Frau zu wenig Sauerstoff bekommt; fächern Sie ihr doch beim Sex Luft zu.
Die beiden verlassen die Praxis, auf dem Nachhauseweg kommen sie an einem Schwarzen vorbei. Sagt der Mann: Du, Neger, willst Du Dir einen Fünfziger verdienen?
Meint der: Klar, gerne...
Zu Hause angekommen, ziehen sich der Mann und die Frau aus. Er erklärt dem Schwarzen, während wir Sex haben, musst Du einfach nur mit diesem Stück Karton meiner Frau Luft zufächern, alles klar?" - "Klar, mach ich"
Sie fangen an, es dauert und dauert, bei ihr regt sich nichts und der Mann ist schon vollkommen am Ende, fix und fertig eben.
Schnaufend meint er: Du, Neger, wir tauschen, ich kann einfach nicht mehr, jetzt fächere ich eine Weile und du machst es mit meiner Frau." - "Klar, mach ich."
Sie tauschen die Plätze, es vergehen nicht einmal 2 Minuten und die Frau hat den ultimativen Orgasmus.
Da schreit der Mann: "Siehst du Neger, SO fächert man, SO!"
PeZwo - Montag, 17. September 2007, 21:42 - Kategorie:
Fun
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Heute vormittag fuhr ich von Wien wieder zurück nach Linz, wo ich in meiner Firma von Kunden bereits sehnsüchtig erwartet wurde.
Und morgen abend fahre ich wieder nach Ravensburg um komme am Freitag wieder zurück.
Hmmm... eigentlich sollte ich im Sinne der täglichen Realität besser als Hauptwohnsitz mein Auto anmelden...
PeZwo - Montag, 17. September 2007, 17:26 - Kategorie:
Job
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Den letzten Tag verbrachten wir eher ruhig... vom hektischen Marktbesuch mal abgesehen... wiederum am Strand des schwarzen Meeres welches zu meiner Überraschung gar nicht schwarz sondern ganz blau ist*g*.
Am Abend hieß es "Auto einräumen" und gestern, Samstag, um 6h früh fuhren wir vollbeladen mit Büchern, Schallplatten, Dokumenten, Küchengeschirr, Fotos und Persönliches los.
Wir kamen sehr gut voran... zuerst die Autobahn Richtung Kiew, dann bei Uman die Abzweigung auf die Verbindungsstrasse M12. Wenig Verkehr, gutes Wetter... so machten wir trotz den typischen ukrainischen Stoßdämpfer - Härteteststrecken Strassen Kilometer um Kilometer... bis es wieder passierte.
Ein DAI - Polizist mit Radarpistole winkte uns wieder an den Strassenrand. Aber diesmal war die Situation eine andere. Sergej, der Mann der Notarin, wo wir am Mittwoch eingeladen waren, war mal Polizist und hatte S. genau instruiert, wie man sich in so einem Fall verhalten soll. Endergebnis: keine Strafe. Yeah!!!
Wir wußten von der Hinfahrt, dass die Strasse der letzten 200 Km vor der Grenze ziemlich schlecht waren und nur für eine Fahrt bei Tageslicht geeignet waren. Da wir aber so gut vorankamen, waren wir bereits um 18h bei den Karpaten und beschlossen, die geplante Nächtigung zu streichen und durchzufahren.
Um 21h waren wir bei der Grenze. Jetzt wurde es spannend... S. hatte zwar einige Bestätigungen, dass sie ihre Bücher ausführen darf, aber sie hatte bei weitem nicht für alles eine Genehmigung. Es könnte also noch kritisch werden.
Die Warteschlange vor der Grenze war ernüchternd. Mindestens 5 Std. Wartezeit schien garantiert. Aber auch hier halfen die Tips von Sergej. Etwas Schmiergeld (20 Euro) bewirkte Wunder und schon wurden wir vorgewunken. Ich sah wie S. mit den Beamten diskutierte und dabei wurde öfters auf den Wagen gezeigt. Und dann... leider... wir wurde auf die Seite gebeten. In einem Nebengebäude wurden wir von einem Beamten gefilzt. Wir mussten das ganze Auto ausräumen, er sah in alle Schachteln und er untersuchte die Hohlräume im Auto. Aber der scheinbare Albtraum wurde kein wirklicher Albtraum... es gab nicht wirklich was zum Finden und dem Beamten waren die alten Bücher, Zetteln und Schallplatten sichtlich egal und das Stöbern in den alten Sachen reichlich langweilig. Nach einer halben Stunde gab er auf. Wir schmissen die Sachen kreuz und quer wieder in den Kofferraum zurück und durften ausfahren.
Die Einreise bei den Ungarn ein paar Minuten später war dafür recht problemlos. Der Grenzbeamte sah erst kurz in den Motorraum, blickte dann auf das Chaos im Kofferraum, hörte die Geschichte von S., murmelte "Oh, Gott" und wir durften einreisen. Wir blieben kurz nach der Grenze stehen und schauften mal tief, sehr tief durch. Geschafft!!!
Es war ziemlich genau Mitternacht, als wir die restliche Strecke quer durch Ungarn (ca. 5 Autostunden) in Angriff nahmen. Um 2h früh erreichten wir Budapest, wo wir wieder durch die Stadt mussten. Leider passierte es .... irgendwo musste ich falsch abgebogen sein... plötzlich wussten wir nicht mehr wo wir waren. Das war nicht gerade die angenehmste Situation... durch 18 Std. Nonstop-Fahrt schon etwas ermüdet um 3h früh in einer fremden Stadt herumzuirren. Eine nette Ungarin in einer offene OMV-Tankstelle half uns weiter. Wir hatten zwar eine Stunde verloren, aber wir waren wieder auf der richtigen Autobahn in Richtung Wien, wo wir exakt 24 Stunden nach unserer Abreise vor der Haustüre von S. den Motor abstellten. Da ich (abgesehen von einer kurzen Strecke ) die Strecke durchfahren bin, habe ich in meiner Best-Of-Liste der Marathonautofahren wieder einen neuen Eintrag vorzuweisen.
Wir räumten noch die Sachen vom Auto in die Wohnung und um 7h früh kamen wir zu unserem wohlverdienten Schlaf. Jetzt werde ich mir die Fotos ansehen und demnächst ein paar hier veröffentlichen.
Das Projekt "Ukraine 2007" ist somit erfolgreich beendet.
PeZwo - Sonntag, 16. September 2007, 20:11 - Kategorie:
Urlaub und Reisen
2177 mal gelesen
Gestern abend waren wir eingeladen.
Eine alte Freundin von S. ist Notarin. Sie hilft in dieser Funktion S. bei ihren Behoerden- und Papierkriegen und hat uns fuer einen Abend in ihre Haus eingeladen.
Um Punkt 17 Uhr stand ihr Mann vor der Wohnung und holte uns ab. Ich weiss nicht genau, welche Marke das Auto war... aber es hatte westlichen Standard. Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde. Da wurde mir bewusst, wie gross Odessa eigentlich ist. Auf Wien umgelegt kann man sagen, dass wir sozusagen im 1. Bezirk wohnen und ich im Zentrum immer zu Fuss unterwegs bin. Aber diesmal kam ich in die Randbezirke der Stadt.
Die Zufahrtsstrasse war wie so oft uebersaeht von Schlagloechern. Dann kamen wir sozusagen an eine Mauer, wo eine Schiebetuer geoeffnet wurde. Dahinter war die Garage, das Haus und der Garten.
Von da an war meine Reaktion nur mehr: WOW!! Und zwar vor Bewunderung. Das Haus war absolut nach westlichem Standard eingerichtet... alles Tip-Top... mit sehr viel Geschmack... und suendteuer. Moderner Flachbildschirm an der Wand, in jeden Zimmer ein Fernseher, 2 Baedezimmer mit Marmor, ueberall begehbare Schraenke... damit koennte sich jeder Oesterreicher sehen lassen.
Das Essen war typisch ukrainisch... gebackener Fisch (der lt. Hausfrau am morgen noch im Meer geschwommen ist), Melansani-Sauce, Reis mit Gemuese, Kartoffelpueree und mehr... es wurde mir erklaert, aber ich habe es mir nicht gemerkt. Zum Trinken bekamen wir einen suessen Rotwein, teuren Cognac und Martini. Die Gespraeche liefen anfangs eher kompliziert. S. musste natuerlich staendig alles von Russisch auf Deutsch uebersetzen und umgekehrt... bis sich die Hausfrau und Freundin als Deutsch-Schuelerin outete. Sie traute sich vorher nicht, weil sie ihre Sprachkenntnisse als nicht besonders gut einstufte. Ja, sie waren auch in der Tat eher bescheiden... aber immerhin. Waehrend S. mit dem Hausherren russisch ein angeregtes Gespraech fuehrte, begann ich mich mit ihr zuerst ueber Oesterreich zu unterhalten, nachher sprachen wir ueber ihre 3 Kinder (alles Jungs). Dann kam der aeltere ihrer Soehne (15 jahre) zu uns und es stellte sich heraus, dass er in der Schule Englisch lernt. Von da an lief das Gespraech in einem staendigen Mix zwischen Deutsch und Englisch und es war sehr unterhaltsam. Ich erfuhr interessante Dinge aus dem ukrainischen Alltag auf einer Schule.
Nach Mitternacht brachte uns der Hausherr wieder zurueck.
Heute fand der Papierkrieg seine Fortsetzung. Es klappt zwar nichts so wie geplant... aber irgendwie funktioniert dann doch alles. Wir haben die Ausfuhrgenehmigungen fuer die Buecher und die Wohnungsmaklerin kam nach 3 Absagen nun doch noch. Sie hat die Aufgabe, fuer die Wohnung einen Kaeufer zu finden und ich lernte, dass alles relativ ist. Sie bezeichnete die Wohnung und das Haus als "in einem guten Zustand". Ok... in der Relation zu den anderen Haeusern hier in der Gegend wird dies auch so sein. Am westlichem Standard gemessen koennte man dies vielleicht etwas differenzierter sehen.
Danach fuhr ich erstmals mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln. Zuerst brachte uns die Strassenbahn an den Stadtrand zum Friedhof, wo S. das Grab ihrer Mutter besuchte und dann fuhren wir mit einem Bus weiter, der uns zum Meer brachte. Interessant war die Tatsache, dass es in diesen oeffentlichen Verkehrsmitteln noch Schaffner gibt. Man zahlt pro Fahrt (egal wie lange) immer 50 Kopeken (= 7 Cent). D.h. wenn man in eine andere Linie umsteigt, zahlt man wieder diesen Betrag.
Das Meer hat 22 Grad. Aus Zeitmangel verzichteten wir heute auf ein Bad in den Fluten und legten uns nur etwas an den Strand.
Morgen steht ein Besuch in einem Markt am Programm. Hier in Odessa gibt es mehrere grosse Maerkte, welche aus einer Ansammlung von vielen Staenden besteht und wo man um die Preise feilschen kann.
Nachher fahren wir wieder ans Meer und da der Papierkrieg heute beendet wurde haben wir genug Zeit zum Schwimmen. Wie wir heute sahen gibt es dort auch eine Delphin-Show, die moechten wir uns auch ansehen. Dann heisst es das Auto befuellen... weil es am Samstag sehr bald in der Frueh wieder in Richtung Heimat geht.
So gerne ich hier bin... ich freue mich schon sehr drauf wieder heimzukomen.
PeZwo - Donnerstag, 13. September 2007, 20:04 - Kategorie:
Urlaub und Reisen
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Wir sind in Odessa, weil S. hier den Haushalt ihrer verstorbenen Mutter aufloest und ich mit meinem grossen Auto die Sachen leicht transportieren kann.
Es ist allerdings alles nicht so einfach. Man darf nur solche Gegenstaende aus der Ukraine ausfuehren, welche nach 1945 (= Anschluss an die Sowjetunion) erzeugt wurden. Alles davor gilt als Kulturgut und ist genehmigungspflichtig. Und es gibt in der Wohnung viele Gegenstaende, die ziemlich alt sind. Also war S. gestern den ganzen Tag bei den Behoerden unterwegs und ich trieb mich in der Stadt herum.
Gegen Mittag hatte ich ein skurilles Erlebnis. Ich ging in einen Park, wo ein Rondell war... S. erzaehlte mir am Vortag, dass frueher dort immer Blasmusikorchester-Konzerte waren.
Ich hoerte Musik und sah darin Leute. Aha, dachte ich mir... ein Konzert. Ich ging hin und sah ein Orchester. Davor stand eine Dirigentin, jung, blond und aufgetakelt. Sie dirigierte, die Musiker bewegten sich im Takt... aber irgendwas war komisch. Da fiel es mir auf. Die Musik kam aus den Lautsprechern, vom Orchester kam kein Ton. Da drehte sich die Dirigentin um, verneigte sich vor einem fiktiven Publikum ... da passierte es. Ihr fiel das Kleid herunter und sie stand nur noch mit dem Slip bekleidet da.
Da klickte es bei mir. Die drehten dort einen Film!!! Ich machte schnell ein Foto und wurde prompt deswegen umgehend verjagt.
Odessa ist ueberhaupt keine pruede Stadt. Ich schrieb bereits von den Girls hier... der Minirock ist grosse Mode und der Grossteil ist sehr modisch und gut gekleidet und auf der Bluse immer ein Knopf eher zuviel als zuwenig offen. Am Abend fiel mit eine Lady auf, welche am Strassenrand stand und mit dem Handy telefonierte. Ich sah sie nur von hinten... aber dieser Anblick war WOW. Lange Beine, tolle Figur, lange blonde Haare, Stiefel bis zum Knie, Minirock, Blue Jeans-Look. Da blieb vor ihr ein Auto stehen, es sah teuer aus... ich glaube es war ein Audi. Das Seitenfenster ging herunter und sie wurde offensichtlich angesprochen. Der Dialog war nicht lange und sie beendete das Handygespraech und stieg ein. Ich war da sicher Zeuge einer Geschaeftsanbahnung....
Ich sah mir gestern den sehenswerten Hafen und die wirklich schoene Oper von Odessa an. Heute wollten wir ans Meer zum Strand fahren, aber leider regnet es sehr heftig. Die diversen Termine von S. mit Behoerden, Wohnungsmaklerin und Kunstexperten klappen auch nicht... bloeder Tag heute. Ich werde dann in die Innenstadt zum Markt gehen und mir ein schoenes russisches Schachbrett kaufen.
PeZwo - Mittwoch, 12. September 2007, 13:18 - Kategorie:
Urlaub und Reisen
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