Also sprach steppenhund am Freitag, 29. Januar 2010, 13:44 wie folgt:
Blair galt bis zu seinem Kriegsspielchen als durchaus vernünftig, ernst zu nehmender Politiker. Für mich ist er heute eine Marionette. Allerdings sind seine Nachfolger noch schlimmer.
Bei Bush liegt die Sache anders. Mit seinem Irakkrieg hat er einen Abstieg von US begonnen, der auch durch Obama nur kurzfristig zu verzögern sein wird.
Der Status, den Amerika vorher hatte, (und das war zumindest bei einigen Ländern ein guter) wird nie mehr wieder erreicht werden. Und unter einer kommenden Ölverknappung werden die Amerikaner mehr als jedes andere Volk leiden.
400 Jahre gebe ich den Amerikanern maximal. Dann wird ihre Bedeutung in der Welt im gleichen Maß gesunken sein, wie es bei Österreich seit 1900 der Fall war. Von einer europäischen Großmacht zu einer marionettenhaften Bananenrepublik.
Ich liebe den Film "Bananas" mit Woody Allen.
nicht ganz falsch ist, wenn man das Verhältnis USA / Großbritannien untersucht. Blair wollte einfach außenpolitisch wieder mitspielen (Stichwort British Empire) und hat den mephistophelischen Pakt mit Bush geschlossen. Eben weil er vorher als halbwegs seriöser Politiker (teilweise sogar als Hoffnungsträger) galt, ist die Ernüchterung noch grösser. Als er innenpolitisch scheiterte (interessanter FAZ-Artikel hier über die soziale Struktur Großbritanniens), machte er sich zum Bush-Palladin. Er ist damit in meinen Augen noch schlimmer. Ein erbärmliches Arschloch.
@steppenhund
400 Jahre? Ist das ein Schreibfehler? Ich gebe ihnen vielleicht noch 40 Jahre. Ich denke auch, dass der Abstieg der Amis seit Bush im Gange ist... dank Obama verläuft er halt nicht mehr im Vollgang sondern nur noch im Schongang ;)
@gregor keuschnig
yep. Ich sehe das recht ähnlich wie du. Auch ich hatte (im Gegensatz zu Bush) bis zu dieser Entscheidung eine recht gute Meinung von Blair und gehöre auch zu den Enttäuschten. Ja, er ist ein erbärmliches Arschloch.
Der ökonomische Abstieg der USA ist eigentlich schon länger "angekündigt"; Beispiel: Außenhandelsbilanzdefizit. Die USA sind derzeit alleine schon aufgrund ihrer militärischen Potenz eine Supermacht. Und in der Kombination zwischen Finanz- und Militärmacht. Ich glaube, dass dies noch länger als 40 Jahre anhalten wird; Russland ist auch 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der UdSSR rein strategisch noch eine Supermacht. China wird in dem Moment zurückgeworfen werden, wenn das diktatorische Regime zusammenbrechen wird (max. noch zehn Jahre; dann gibt es eine sehr grosse Weltwirtschaftskrise) und Indien ist zu heterogen (auf Dauer aber zukünftsträchtiger als ein kommunistisches China).
am Freitag, 29. Januar 2010, 13:44 wie folgt:
Bei Bush liegt die Sache anders. Mit seinem Irakkrieg hat er einen Abstieg von US begonnen, der auch durch Obama nur kurzfristig zu verzögern sein wird.
Der Status, den Amerika vorher hatte, (und das war zumindest bei einigen Ländern ein guter) wird nie mehr wieder erreicht werden. Und unter einer kommenden Ölverknappung werden die Amerikaner mehr als jedes andere Volk leiden.
400 Jahre gebe ich den Amerikanern maximal. Dann wird ihre Bedeutung in der Welt im gleichen Maß gesunken sein, wie es bei Österreich seit 1900 der Fall war. Von einer europäischen Großmacht zu einer marionettenhaften Bananenrepublik.
Ich liebe den Film "Bananas" mit Woody Allen.
Wobei "marionettenhafte Bananenrepublik"...
400 Jahre? Ist das ein Schreibfehler? Ich gebe ihnen vielleicht noch 40 Jahre. Ich denke auch, dass der Abstieg der Amis seit Bush im Gange ist... dank Obama verläuft er halt nicht mehr im Vollgang sondern nur noch im Schongang ;)
@gregor keuschnig
yep. Ich sehe das recht ähnlich wie du. Auch ich hatte (im Gegensatz zu Bush) bis zu dieser Entscheidung eine recht gute Meinung von Blair und gehöre auch zu den Enttäuschten. Ja, er ist ein erbärmliches Arschloch.
Abstieg