Denkmalschutzzwangsbeglückung
Ich sehe gerade einen Bericht über einen Widerstand der besonderen Art. Es ist geplant, den wunderschön-romantischen oberösterreichischen Ort Hallstatt unter Denkmalschutz zu stellen.

Was sich im ersten Moment für den normalen Sterblichen gar nicht so schlecht anhört, sieht am zweiten Blick für die dort lebenden Anrainer ganz und gar nicht toll aus. Denkmalschutz bedeutet nämlich Abgabe von Entscheidungsgewalt über sein eigenes und privates Haus an das Wiener Bundesdenkmalamt. In der Praxis sieht dies so aus: wenn ein Hallstätter an der Außenfassade seines Heimes etwas verändern möchte, wenn er etwas dazu bauen will, wenn er plant es neu zu streichen... dann muss er erst einen Beamten fragen ob er das überhaupt darf. Der Denkmalschutz wird im Grundbuch verankert und damit hat die Behörde jederzeit das Recht auf Zutritt in das Haus... den sie auch gegebenenfalls mit Polizeigewalt erzwingen kann.

Wesentlich verschärft wird der Konflikt dadurch, dass die Hallstätter nicht um den Denkmalschutz gebeten haben sondern mit ihm zwangsbeglückt werden sollen.
Ich kann die dortigen Bewohner sehr gut verstehen. Würde ich dort ein Haus besitzen und wohnen, auch ich würde mich mit Hände und Füße dagegen wehren, wenn mir meine Entscheidungsautonomie über mein Eigentum so einfach wegnehmen will.

Der Kampf der Hallstätter Davids gegen den Beamtengoliath ist im vollem Gange und ich werde ihn voll Interesse weiter verfolgen.
(die Fotos stammen von einem Tagesausflug, den ich vor ziemlich genau einem Jahr zu diesem wunderschönen Ort unternahm)

Was sich im ersten Moment für den normalen Sterblichen gar nicht so schlecht anhört, sieht am zweiten Blick für die dort lebenden Anrainer ganz und gar nicht toll aus. Denkmalschutz bedeutet nämlich Abgabe von Entscheidungsgewalt über sein eigenes und privates Haus an das Wiener Bundesdenkmalamt. In der Praxis sieht dies so aus: wenn ein Hallstätter an der Außenfassade seines Heimes etwas verändern möchte, wenn er etwas dazu bauen will, wenn er plant es neu zu streichen... dann muss er erst einen Beamten fragen ob er das überhaupt darf. Der Denkmalschutz wird im Grundbuch verankert und damit hat die Behörde jederzeit das Recht auf Zutritt in das Haus... den sie auch gegebenenfalls mit Polizeigewalt erzwingen kann.

Wesentlich verschärft wird der Konflikt dadurch, dass die Hallstätter nicht um den Denkmalschutz gebeten haben sondern mit ihm zwangsbeglückt werden sollen.
Ich kann die dortigen Bewohner sehr gut verstehen. Würde ich dort ein Haus besitzen und wohnen, auch ich würde mich mit Hände und Füße dagegen wehren, wenn mir meine Entscheidungsautonomie über mein Eigentum so einfach wegnehmen will.

Der Kampf der Hallstätter Davids gegen den Beamtengoliath ist im vollem Gange und ich werde ihn voll Interesse weiter verfolgen.
(die Fotos stammen von einem Tagesausflug, den ich vor ziemlich genau einem Jahr zu diesem wunderschönen Ort unternahm)
am Dienstag, 11. Mai 2010, 23:16 wie folgt:
Was die Außenfassade angeht, stehe ich eher auf der Seite des Denkmalschutzes. Ich stelle mir vor, dass z.B. die Farbgebung frei wäre.
Ein Geschäft malt sich z.B. in orange an. Das nächste in blau. Irgendwann verliert sich ein eindeutiges Bild des Ortes. Hallstatt verliert seinen Status als Weltkulturerbe.
Der Fremdenverkehr nimmt ab, irgendwann interessiert es niemanden mehr.
Das ist natürlich extrem überzeichnet. Aber entweder man bekennt sich zu einer Auszeichnung oder nicht.
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Ich würde die Aufregung der Hallstätter nur dann teilen, wenn sie sich auch gegen die Auszeichnung des Weltkulturerbes gewehrt hätten.
Haben sie aber meines Wissens nach nicht...
ganz ohne Denkmalschutzja auch nicht passiert.Die Ernennung zum Weltkulturerbe hatte nicht die Konsequenz, dass man Beamten jederzeit Zugang in das eigene Haus gewähren lassen muss. Außerdem überlegen sie gerade, ob sie diese Auszeichnung zurückgeben sollen.