Auch wenn ich ihn nie persönlich gesehen oder getroffen habe, auch wenn ich ihn nicht gewählt habe.... ich bin dennoch zutiefst betroffen und kann's nicht nicht glauben, was ich vorhin auf ORF-Online lesen musste. Durch die permanente Medienpräsenz über die vielen Jahre hinweg ist er mir vertraut geworden, wie ein guter Bekannter.
Jetzt wird wieder die typische österreichische Mentalität zum Vorschein kommen. Alle seine Kritiker, die ihn bisher verdammt hatten, werden nun in Scharen erklären, dass er ja eigentlich gar nicht so böse war... und dass er eigentlich ja alles recht gut gemacht hat... und dass er so ein guter Mensch war...
Jetzt werden in Österreich politisch die Karten wieder neu gemischt.
PeZwo - Samstag, 11. Oktober 2008, 07:37 - Kategorie: Gedanken 119 mal gelesen
Es ist soweit. Morgen spielen wir in der Höhle des Löwen.
Das Färörer-Trauma der höchst blamagen 0:1-Niederlage aus dem Jahr 1990 ist - wie man an der regen Medien-Berichterstattung merkt - immer noch präsent. Ich war damals per Bildschirm dabei und weiß noch, dass ich beim Tor in lautes Gelächter ausgebrochen bin. Hier die Szene, die dem österreichischen Fußball immer noch wie ein Stachel im Fleisch sitzt.... und ACHTUNG: mit dem originalen Kommentar des färöischen Fernsehens!
Man muss die Sprache gar nicht können um zu verstehen. Ich glaube der Kommentator war knapp vor dem Herzinfakt.
Aber seit dem Sommer haben die Färöer-Inseln für mich noch eine weitere, persönliche Bedeutung. Auf dem Weg nach und von Island legte die Fähre in Torshavn, der Hauptstadt der Färöer-Inseln an und ich ging jedesmal 2 Stunden von Bord um mir die Hauptstadt etwas anzusehen.
Ich wollte mich eigentlich auf die Suche nach dem Fussballplatz machen, wo dieses legendäre Spiel damals stattfand, aber leider.... damals spielten sie in Landskrona, Schweden... weil dies das erste offizielle Bewerbspiel war und es auf Färöer gar keinen Fußballplatz gab der den UEFA-Regeln entsprochen hätte. Jetzt, 18 Jahre später, hat sich auch auf den Inseln die Zeit weiterbewegt und es gibt einen Fußballplatz, der aber leider für mich und meiner eingeschränkten Zeit zu weit weg war. Die zwei Stunden erlaubten mir nur, mich in mittelbarer Nähe des Hafens zu bewegen.
Das auffälligste Gebäude war diese schöne Kirche
Ansonsten gleicht die Stadt einem gemütlichen und verschlafenen Nest.
Irgendwo - ich glaube es war am Schiff - sah ich ein Werbeplakat für die Färöer-Inseln, auf dem neben idyllischen Fotos auch der Text "Go back in time, a place where the children still plays in the street" angedruckt war. Ich glaube, besser kann man den Eindruck den dieser Ort auf mich machte kaum beschreiben. Irgendwie kam man sich tatsächlich um ca. 30-40 Jahre zurückversetzt vor. Wenige (dafür aber recht moderne) Autos, viele kleinen Geschäfte glichen unseren früheren Kreissler-Läden, die bunten Häuser waren bis auf wenige Ausnahmen sehr gepflegt und mit Gärten ausgestattet. Für jene Menschen, die Frieden, Ruhe und Beschaulichkeit suchen ist dies der richtige Ort.
Ich denke gerne zurück.
PeZwo - Freitag, 10. Oktober 2008, 10:20 - Kategorie: Island 128 mal gelesen
Ich habe mir heute früh das zweite TV-Duell zwischen Barack Obama und John McCain angesehen.... und ich kann mir nicht helfen... ich kann mir nicht vorstellen dass der hölzerne McCain noch irgendeine Chance gegen den eloquenten Obama hat.
Nicht nur wegen McCains hohen Alter, oder wegen der nicht recht glücklichen Wahl der Vizepräsidentin Sarah Palin, oder wegen der Wirtschaftskrise... Barack Obama wirkt einfach gelassener, wie jemand der ein Führer ist... und nicht wie einer der es sein will...
PeZwo - Mittwoch, 8. Oktober 2008, 08:49 - Kategorie: Politik 228 mal gelesen
Wie im Standard gemeldet wird, steht Island kurz vor dem wirtschaftlichen Bankrott.
Da ich zu diesem Land immer schon eine Art Verbindung fühlte und sich diese seit meinem Urlaub noch weiter verstärkt hat, stieß der Artikel natürlich bei mir sofort auf hohes Interesse.
Alleine die Kursentwicklung zeigt das Problem. Im Sommer bekam ich beim Wechseln für einen Euro zwischen 120 und 125 Kronen, heute würde ich ganze 146 Kronen dafür bekommen.
Ich hatte mich schon im Sommer über den Wohlstand der Isländer gewundert. Fast alle haben Häuser, viele haben Boote und riesige Autos. Letztere brauchen sie zwar, aber trotzdem kosten sie viel Geld. Sie haben zwar viel Energie zum Nulltarif aber dafür müssen sie fast alles importieren. Jetzt erinnere ich mich, dass ein Reiseleiter einer Gruppe, als ich zufällig daneben stand, von dem hohen Verschuldungsgrad des Staates sprach. Damals dachte ich mir nichts dabei, aber heute sehe ich diese Bemerkung mit anderen Augen.
Gott sei Dank habe ich meine Reise schon hinter mir, wer weiß wie lange das noch halbwegs normal möglich ist.
PeZwo - Dienstag, 7. Oktober 2008, 21:39 - Kategorie: Island 58 mal gelesen
Es fahren zu den heutigen Tests bei unserem EDV-Projekt extra 2 Mitarbeiter aus der Steiermark an (3 Std. Fahrzeit eine Strecke). Sie sollen auch ihre Programme hier Vorort testen. Diese Programme setzen auf jene Ergebnisse auf, die meine Programme liefern. Oder anders formuliert... wenn meine Programme Mist machen können sie nichts tun.
In der Früh haben wir daher meine Programme gut getestet und uns sind da ein paar Dinge aufgefallen. Ich habe meine Programme modifiziert, ich habe mir die Ergebnisse angesehen und es schaute gut aus.
Knapp danach blickte ein Datenkundiger auf meine Ergebnisse und stutzte: "warum ist das Feld mit der Dicke leer? Das war doch gestern noch gefüllt?"
Ich kontrollierte das Beispiel und dann schwante mir Böses. Meine heute gemachten Programmänderungen hatten wie gewünscht die Fehler beseitigt. Allerdings bewirkten diese Veränderungen leider Seiteneffekte auf andere Teile des Programmes die bisher funktioniert hatten... und nun nicht mehr funktionierten... und dies ist leider bei den Datenmassen nicht aufgefallen.
Dies ergab nun eine jener Situationen, die für einen Entwickler Horror und Herausforderung zugleich ist. Ich musste unter höchsten Druck (da warteten die Steirer drauf, dass sie endlich das tun konnten weswegen sie 3 Stunden gefahren sind) meine Programme korrigieren... immer mit der Gefahr mir in der Schnelligkeit noch mehr Fehler einzuhandeln.
Oh, Mann... ich scheine es geschafft zu haben. Die beiden arbeiten und ich warte - jetzt wo ich dies hier schreibe - auf weitere Ergebnisse meiner Programme... um andere Fehler ausschließen zu können.
Das sind jene, Momente wo sich die Spreu vom Weizen trennt und wo man als Entwickler so richtig gefordert wird.
PeZwo - Dienstag, 7. Oktober 2008, 15:31 - Kategorie: Job 74 mal gelesen
Bei dem Projekt, wo ich gerade mitarbeite, befinde ich mich bei meinen Aufgaben hoffentlich schon im Endspurt. Es wird auch höchste Zeit, dass sich meine Arbeitszeiten wieder etwas normalisieren. Eine Weile kann man ja so seine 60 Std. pro Woche für den Job aufbringen, aber wenn es zu lange so dahingeht wird es uninteressant.
Diese Woche muss ich noch überstehen und dann sollte sich meine Arbeitzeit wieder normalisieren...
PeZwo - Dienstag, 7. Oktober 2008, 12:40 - Kategorie: Job 30 mal gelesen