Montag, 2. Oktober 2006

Ich bin...

müde. Ich bin verschwitzt. Mir tun die Fingerkuppen weh. Es war anstrengend. Und ich fühle mich schlichtweg gut.

Vorhin kam ich von meinem Auftritt bei der Vernissage in der Aula von dem Krankenhaus zurück. Es war wirklich anstrengend.
Um 15h30 fuhr ich nach Hause, schleppte meine Anlage (2 Boxen, 2 Boxenständer, 2 Gitarrenkoffer, Mischpult mit Effektgerät, Koffer mit Kabeln, Mikrophonständer) vom Keller zum Auto, fuhr zum Krankenhaus, besorgte ein rollendes Bett, schleppte mit dessen Hilfe alles vom Eingang in die Aula, trug alles in den 1. Stock, Bett wieder zurückbringen, Auto in die Tiefgarage fahren, Anlage aufstellen. Dann war es 18h30.
Es hat mich sehr gefreut, dass einer meiner Freunde - auch ein fantastischer Gitarrespieler - auch kam. Skuriles Erlebnis: knapp vor Beginn kam der Ehemann der Malerin zu mir. Einer der Besucher hat sich sein Handy versehentlich verstellt und konnte nicht mehr telefonieren. Er hat mitbekommen, dass ich ein EDV-Mann bin und ob ich nicht ... 3 Minuten später war das Problem behoben.

Ein paar Augenblicke später, um 19h ging es los. Es waren etwas über 100 Gäste gekommen, darunter der Vizebürgermeister von Linz und der Direktor des Krankenhauses. Zuerst spielte ich während der Eröffnung zwischen den Reden ein paar Stücke, darunter auf expliziten Wunsch der Malerin mein neues Stück. Der Applaus war groß und mein Freund deutete mir mit beiden Daumen nach oben.

Danach wurde das Buffet eröffnet und ich spiele noch ca. 90 Minuten so vor mich hin. Die Menschen gingen herum, sahen sich die Bilder an, standen an den Tischen, tranken und aßen.
Es freut mich besonders, dass manche Menschen beim Verabschieden bei mir vorbeiging und mir eine kleine verbale Anerkennung zukommen ließen. So wie der Major in seiner Uniform, der mir sagte, dass es ein Hörgenuss war. Das freute mich wirklich.

Ich musste am Schluß auf Wunsch der Malerin mein Stück nochmals spielen. Dann stellten sich der letzte Rest noch eine halbe Stunde auf eine lustige Runde zusammen und ich bekam auch noch etwas vom kaltem Buffet. Dabei wurden mir eventuelle "Folgeaufträge" offeriert. Das wäre schön, wenn dies was werden würde.

Zuguterletzt spielte sich der einleitende Teil in exakt umgekehrter Reihenfolge wieder ab. Ich baute meine Anlage wieder ab und nun ist sie wieder im Keller. Ich liege hier auf meinem Bett, schreibe diesen Beitrag und fühle mich zwar geschlaucht, dafür aber so richtig gut.

es ist traurig...

... wenn ich gerade im Radio höre, dass die Wahlbeteiligung wieder einen historischen Tiefststand erreicht hat.

Ich halte das für falsch und gefährlich. Auch wenn das, was der einzelne zu entscheiden hat verschwindend gering ist, man kann zumindest entscheiden. Wenn jedoch niemand mehr zur Wahl geht, dann wird es auch früher oder später wieder ein Regime geben, welches den Bürger auch nicht mehr frägt.


Man stelle sich vor, dass es "Regierungen" gab/gibt, welche genau darauf achtet wer zur Wahl geht und vielleicht auch noch jemand zur "Unterstützung" mit in die Wahlzelle schickt und schlußendlich einen "Wahlerfolg" von 99,9% einfährt - das gab es in Österreich tatsächlich mal. Ist noch gar nicht so lange her. Es gibt sogar immer noch Menschen, die heute noch leben und davon erzählen können.

Ich denke über die Demokratie so, wie Winston Churchill: "die Demokratie ist eine miserable Staatsform. Ich kenne aber keine bessere..."

Sonntag, 1. Oktober 2006

Irrtum...

sprach der Igel und stieg von der Reißbürste.

Ich gestehe, dass ich dieses Wahlergebnis nie und nimmer vorausgesehen hätte Ich reihe mich nahtlos in die lange, lange Warteschlange des Clubs der Überraschten ein und geniesse die Nachbarschaft der diversen Experten und Meinungsforscher.

Allerdings, sollte das Ergebnis auch nach den Wahlkarten immer noch so aussehen, dann wird es schwierig.

Rot-Schwarz lautet dann die einzige Regierungskonstellation, welche mit 2 Parteien möglich ist. Eine Ampelkoalition aus 3 Parteien dürfte nicht sehr sinnvoll sein. Was ist aber, wenn die beiden sich nicht einigen? Dann dürfen wir im Fühling Neuwahlen erleben. Irgendwie gefällt mir das alles nicht wirklich.

Neues Instrumental-Stück

Am Montag abend war ich nach der Arbeit ziemlich ungestört. Niemand wollte was von mir. Ich geniesse solche Abende sehr. Kein Fernseher, kein Radio, kein CD-Player, ich habe nur im Internet etwas herumgechattet. Da hänge ich meinen Gedanken nach, nehme meine Gitarre in die Hand und spiele so vor mich hin. Keine konkreten Stücke, nur klangmalerische Improvisation.

Wie so oft in solche Situationen kristallisierte sich wie von selbst eine Melodie heraus, welche ich weiterentwickelte. Schließlich steckte ich meine Gitarre an meinen PC an und nahm es auf.
Die nächsten Tage hörte ich es mir wieder und wieder an. Es gefiel mir immer noch - das ist meine wichtigste Kontrolle, ob es wert ist noch weiter in diese musikalische Idee zu investieren. Ich begann den Melodiefaden in meinem Kopf während des Tages weiterzuspinnen und habe gestern den Hauptteil etwas erweitert und an manchen Stellen verfeinert. Jetzt steht es fest, dass ich es als eigenständiges Stück in mein Repertoire aufnehmen werden. Titel: "Song for Gaby"


Vorhin war ich bei der Malerin, wo ich morgen bei ihrer Vernissage spielen werde. Während ich auf sie wartete, übte ich "Song for Gaby" so vor mich hin und bemerkte nicht, dass sie schon da war. Sie fragte mich sofort nach diesem Stück und wünschte sich, dass ich es morgen unbedingt spielen soll. Als ich ihr erklärte, dass dies meine neueste Komposition ist, war sie erst recht dafür.

Ich gestehe, dass mich dies schon sehr gefreut hat und verspüre für morgen ein richtig angenehmes Kribbeln in der Magengrube...

*Schluck*

Vorhin habe ich mich in meiner Eigenschaft als braver Staatsbürger aus meinem Bett aufgerafft, um meinen demokratischen Pflichten in Form der Stimmabgabe für die Nationalratswahl 2006 nachzukommen.

Ich ging ins Bad zwecks "Katzenwäsche", zog mir schnell irgendein Gewand an, öffnete die Lade um den Paß zu entnehmen - und griff ins Leere.

Uuups, wo ist mein Paß?!?!?!?!? *schluck*

Ich verbrachte ja in der Vergangenheit so manche Zeit beruflich im Ausland und da hatte diese Frage eine durchaus kritische Dimension. Das ist zwar jetzt nicht mehr so, aber auch wenn man im Inland arbeitet sollte man wissen wo sein Paß ist.


Nach dem Motto "alles der Reihe nach" ging ich zuerst zum Wahllokal, um dort meinen bescheidenen Beitrag zur künftigen Gestaltung der österreichischen Bundespolitik abzugeben. Meine ursprünglichen Befürchtungen, dass ich dort meine Stimme abgeben soll haben sich Gott sei Dank doch nicht bestätigt. Sie haben sich mit einem Kreuzerl zufrieden gegeben.

Danach ging ich zu meinen Autos um die Handschuhfächer nach dem oben erwähnten Dokument abzusuchen. Meine Befürchtungen verstärkten sich, als sich das erste Handschuhfach als paßlos erwies.
Umso größer war meine Freude als ich im zweiten Auto fündig wurde.

Meine Lade ist nun wieder ihrem zugedachten Zweck entsprechend gefüllt und mir ist jetzt um einiges leichter und ich kann getrost zur "Generalprobe" für meinen morgigen Auftritt bei der Vernissage aufbrechen.

Samstag, 30. September 2006

Faust auf's Auge

Wir schreiben den 30. September. Es war ein schöner Sommer. Ein heißer Juli wurde von einem zwar etwas weniger warmen August abgelöst, dafür hat der Rekord-September wieder für vieles entschädigt.
Wir haben heute wie fast schon durchgehend seit Wochen einen strahlend blauen Himmel und ein angenehmes warmes Wetter. Es ist ein Ausklingen der heißen Jahreszeit, was nochmals sommerliche Gefühle aufkommen läßt, bevor der Winter uns wieder in seine Krallen bekommt.

Da war es wie die sprichwörtliche Faust auf das Auge, als vorhin selbiges beim Liddl in einem Regal folgendes endeckten:

Adventkalender und Schoko-Nikoläuse



Neiiiiinn!!!!!

Nationalratswahl 2006 in Österreich die dritte

Es ist soweit. Morgen Abend ist es vorbei.

Irgendwie sticht mich jetzt der Hafer und ich habe Lust, mich auf's Glatteis begeben. D.h. *trommelwirlbel* Ich werde eine Prognose abgeben. Meine Quelle: mein Bauchgefühl.

Die ÖVP wird deutlich gewinnen. Die Roten werden mit einem Respektabstand dahinter liegen und dies wird wiedermal eine Vorsitzendendiskussion auslösen. Irgendwann wird's ihn auch erwischen, den Gusi.

Ich fürchte fast, dass die FPÖ die drittstärkste Partei wird. Die Grünen kommen wieder nicht so richtig vom Fleck. Sie haben leichte Stimmengewinne, bleiben aber dort wo sie sind.
Das BZÖ wird die 4% Hürde nicht schaffen. Aber sie verbleiben durch ein Grundmandant in Kärnten im Parlament. Der Rest schafft es nicht.

Kann sein, dass ich damit vielleicht sogar fürchterlich daneben liege, aber hier in meinem Blog "risikiere" ich sowas. Punkt. *gg*

Freitag, 29. September 2006

Nationalratswahl 2006 in Österreich die zweite

Ob heute den einen oder anderen Ministern so richtig bewußt war, dass der heutige Tag mit großer Sicherheit für ein paar von ihnen der letzte reguläre Arbeitstag war?

Sexismus im Wahkampf

Bekanntlich hat Wolfgang Schüssel mit dem Sager, dass "wäre er ein Linker würden die Emanzen/Feministinen (da gibt es 2 Versionen Anm.d.Bloginhabers) ob der Frauenquote in der Regierung vor ihm flach liegen" für emanzipatorisch/feministische Empörung gesorgt.

Bei "vor jemanden flach liegen" gibt es 2 Interpretationsmöglichkeiten. Es kann sowohl vor Begeisterung "flach liegen", aber auch sexistisch gemeint sein. Die diversen Frauenverbände und -rechtlerinnen haben in Anbetracht der zweiten theoretisch möglichen Interpretationsmöglichkeit auf das Heftigste protestiert. Sie argumentierten damit, dass theoretisch mögliche sexistische Anspielungen in einem Wahlkampf nichts verloren haben.


Nun ist aber gestern ein zweiter Fall von ganz offensichtlichem politischen Seximus passiert. Vor der Elefantenrunde warteten vor dem ORF die Fans der diversen politischen Gruppierungen auf die Spitzenkanditaten und wurden dabei gefilmt.
Was kam aber da für ein Skandal zutage!! Da wurden die Körper von 3 jungen und hübschen Damen ganz offensichtlich für Wahlkampfzwecke missbraucht!! Und dies vor unsere aller Augen und in aller Öffentlichkeit. Das Fernsehen brachte diese niederträchtige Form der Frauenausbeutung zutage:

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Man beachte das Wahlkreuzerl auf dem rechten Busen der linken Dame!!!


Ich erwartete gestern abend und heute in den Nachrichten schärfste Proteste von diversen Frauenbeauftragten wie z.B. Fr. Prammer und Fr. Glawischnig usw. zu hören bzw. zu lesen - aber ich bin wirklich enttäuscht. Jetzt haben wir schon Freitag mittag und immer noch keine Reaktion bezüglich diesem Vorfalls.

Ich gehe davon aus, dass die besagten Ladys jetzt in der Endphase des Wahlkampfes sehr beschäftigt sind und ihnen daher diese würdelose Darbietung entgangen ist.

Ich will aber dieses beschämende Ereignis nicht so unbeachtet vorübergehen lassen. Somit möchte ich hiermit stellvertretend gegen diese Form der Ausbeutung des weiblichen Körpers und der damit Hand in Hand gehenden Herabsetzung ihrer Würde auf das Schärfste protestieren!!! *gggg*

Donnerstag, 28. September 2006

Gedenken

Heute hätte mein Vater Geburtstag gehabt.

Dies bedingte, dass ich gestern mit meiner Mutter erstmals seit längerer Zeit wieder darüber gesprochen habe. Es geht ihr gut, sie kann mit seinem Tod umgehen. Wir erinnerten uns beiden an eine Nachbarin, welche uns beim Begräbnis folgendes sagte: "Das erste Jahr ist die schwerste Zeit. Da geschieht alles zum ersten Mal. Die ersten Weihnachten ohne ihn, der erste Geburtstag ohne ihn...". Sie hatte wirklich recht.

Am 13. November wird der erste Todestag sein. Dann ist dieses Jahr vorüber.

Carpe Diem

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