Ennio Morricone
Der Mann hat heuer den Ehrenoscar bekommen. Unglaublich, wie lange die Liste der Filme auf Wikipedia ist, wo er die dazu passende Filmmusik geschrieben hat.
Ich möchte dies zum Anlaß nehmen, um einen schon lange gedachten Gedanken "auszusprechen".
Wenn es um Filme geht, sprechen fast alle von den Schauspielern, der Regie, den Kameraeinstellungen, der Story.... aber nur selten jemand von der Musik. Dabei ist doch gerade die Musik der Teil, der die Emotionen einer Szene so richtig herüberbringt.
In einer Doku sah ich mal folgenden "Versuch": Es wurde im Fernsehen eine Szene aus einem Horrorfilm gezeigt. Davor sassen Kinder, ca. 4 Jahre alt und spielten mit Bauklötzen und Puppen.
Als die Szene ohne Musik und Ton gezeigt wurde, ignorierten sie den Schirm.
Dann wurde die gleiche Szene nochmals nur mit Ton aber ohne Musik gezeigt. Ein paar der Kinder blickten kurz hin, spielten aber ohne erkennbaren Interesse weiter.
Dann die Szene zum dritten Mal, diesmal mit der Originalmusik. Die Kindern hörten auf zum Spielen, sie blickten zum Fernsehapparat, ein paar zeigten Angstreaktionen und liefen zur danebensitzenden Mutter.
Es war nicht der gräßlich geschminkte Schauspieler, es war nicht seine grausige Stimme oder das Schreien... es war die Musik, welche die Stimmung der Szene transportierte und die Kinder reagieren ließ. Deswegen denke ich, dass die Filmmusik über die Qualität eines Filmes mehr entscheidet als uns allen bewußt ist und ihr viel mehr Aufmerksamkeit gebühren würde als sie tatsächlich bekommt.
Ich sage immer, dass Musik in Tönen gegossene und festgehaltene Emotionen sind. Die Klänge lösen bei uns Emotionen aus, die wir sonst nur empfinden wenn wir gerade jene entsprechende Situation erleben. Und ich bewundere Menschen wie Ennio Morricone, welche die Stimmung eines Filmes, einer Szene so perfekt in Töne umsetzen können. Mir gelang es erst einmal so richtig, mit einer Komposition eine von mir zu jener Zeit gefühlte Emotion in Klänge umzusetzen und sie auf diese Art und Weise sie "aufzuzeichnen". Deswegen steht mir auch "Sonnenaufgang" von allen meinem Stücken persönlich immer noch am Nächsten.
Wer kennt nicht die weltberühmte Musik zu dem Edelwestern "Spiel mir das Lied vom Tod". Aber als Tonbeispiel möchte ich nicht diesen Film nehmen, sondern die Musik zu dem Film "2 glorreiche Halunken", dirigiert vom Meister höchstpersönlich:
Ich möchte dies zum Anlaß nehmen, um einen schon lange gedachten Gedanken "auszusprechen".
Wenn es um Filme geht, sprechen fast alle von den Schauspielern, der Regie, den Kameraeinstellungen, der Story.... aber nur selten jemand von der Musik. Dabei ist doch gerade die Musik der Teil, der die Emotionen einer Szene so richtig herüberbringt.
In einer Doku sah ich mal folgenden "Versuch": Es wurde im Fernsehen eine Szene aus einem Horrorfilm gezeigt. Davor sassen Kinder, ca. 4 Jahre alt und spielten mit Bauklötzen und Puppen.
Als die Szene ohne Musik und Ton gezeigt wurde, ignorierten sie den Schirm.
Dann wurde die gleiche Szene nochmals nur mit Ton aber ohne Musik gezeigt. Ein paar der Kinder blickten kurz hin, spielten aber ohne erkennbaren Interesse weiter.
Dann die Szene zum dritten Mal, diesmal mit der Originalmusik. Die Kindern hörten auf zum Spielen, sie blickten zum Fernsehapparat, ein paar zeigten Angstreaktionen und liefen zur danebensitzenden Mutter.
Es war nicht der gräßlich geschminkte Schauspieler, es war nicht seine grausige Stimme oder das Schreien... es war die Musik, welche die Stimmung der Szene transportierte und die Kinder reagieren ließ. Deswegen denke ich, dass die Filmmusik über die Qualität eines Filmes mehr entscheidet als uns allen bewußt ist und ihr viel mehr Aufmerksamkeit gebühren würde als sie tatsächlich bekommt.
Ich sage immer, dass Musik in Tönen gegossene und festgehaltene Emotionen sind. Die Klänge lösen bei uns Emotionen aus, die wir sonst nur empfinden wenn wir gerade jene entsprechende Situation erleben. Und ich bewundere Menschen wie Ennio Morricone, welche die Stimmung eines Filmes, einer Szene so perfekt in Töne umsetzen können. Mir gelang es erst einmal so richtig, mit einer Komposition eine von mir zu jener Zeit gefühlte Emotion in Klänge umzusetzen und sie auf diese Art und Weise sie "aufzuzeichnen". Deswegen steht mir auch "Sonnenaufgang" von allen meinem Stücken persönlich immer noch am Nächsten.
Wer kennt nicht die weltberühmte Musik zu dem Edelwestern "Spiel mir das Lied vom Tod". Aber als Tonbeispiel möchte ich nicht diesen Film nehmen, sondern die Musik zu dem Film "2 glorreiche Halunken", dirigiert vom Meister höchstpersönlich:
am Montag, 26. Februar 2007, 23:56 wie folgt:
Musik muss im Film vorkommen (zum Beispiel als Spiel einer Band) und darf nicht nachträglich eingespielt werden.
Näheres dazu gibt es hier
anscheinend gibt es - so sehe ich gerade - auch einen film, der "Carpe Diem" heisst ;-)