aller Anfang ist schwer

Wie schon mal erwähnt renoviere ich derzeit meine Wohnung. Im Zuge dessen bin ich gerade dabei, etwas zu verwirklichen was mir schon sehr lange durch den Kopf spukt: ich bin dabei mir ein kleines Home-Studio einzurichten.

Studio


So sitze ich nun am Abend (wenn dies mir mein sonstiges Leben bzw. die noch nicht abgeschlossene Renovierung erlauben) in diesem Zimmer und versuche meine Kompositionen aufzunehmen. Puhhh. Ich ahnte, dass das alles nicht so einfach sein wird .... und in der Tat bestätigt sich dies derzeit Tag für Tag.

Ich habe nur wenig Studioerfahrung. Vor 3 Jahren begleitete ich einen Freund, der seine CD aufnahm. Ich saß fast 2 Wochen lang in einer Ecke des Studios und beobachtete sehr konzentriert, was da abging und durfte ein paar Stunden lang selbst 3 Stücke aufnehmen. Damals begann in mir jener Plan zu wachsen dies selbst einmal zu versuchen und auf diese Art und Weise selbst meine für 2010 geplante CD zu produzieren. Da ich keine Ausbildung auf diesem Gebiet habe, bleibt mir daher nichts anderes übrig als nach der "Versuch und Irrtum-Methode" vorzugehen und zahle gerade das unvermeidliche Lehrgeld.

Aber das macht nichts. So ein kleines eigenes Studio hat den Vorteil, dass Versuche außer Zeit nichts kosten. Aber ich bin mir bewusst, dass es gänzlich ohne Ausbildung wohl kaum gehen wird. Aus diesem Grund habe ich bereits einen Wochenendkurs ins Auge gefasst, der Ende Mai in Wien angeboten wird.

Mein großer Vorteil: ich bin von diesen Plänen nicht wirtschaftlich abhängig. Somit habe ich alle Zeit der Welt sie zu verwirklichen. In diesem Sinne ist meine Freizeitgestaltung für die nächsten Jahre bereits jetzt schon gesichert. :)
Also sprach flyhigher
am Mittwoch, 4. Februar 2009, 08:20 wie folgt:

*g*, viel Glück bei deinem Unterfangen für die nächsten 10 Jahre ;-). Ich hab einen Bekannten, der ebenfalls ein Studio hat, und das alles schon sehr professionell macht. Bei einer Werbeaufnahme (30 sec) sitzt er an die 5 Stunden dabei. Everything not so easy ;-).

PeZwo - 4. Feb, 08:24

5 Stunden für 30 Sekunden? Ja, klingt realistisch... und da ist er eh recht schnell und gut unterwegs.
flyhigher - 4. Feb, 08:31

Also konnte ich dich damit jetzt nicht demoralisieren...
PeZwo - 4. Feb, 09:42

Nein, das hast du nicht geschafft!! *stolz_schau* :))
Also sprach yonosequepasara
am Mittwoch, 4. Februar 2009, 09:11 wie folgt:

Also bitte, gleich jemanden demoralisieren wollen...
:-)
@PeZwo: Was "zahrt" sich so bei Aufnahmen? Du siehst, ich hab' das noch weniger oft gemacht.

PeZwo - 4. Feb, 09:42

ach, da gibt es sehr viele Dinge die man berücksichtigen muss. Ich glaube, dass mir das mal einen eigenen Beitrag wert sein wird... :)
Also sprach gulogulo
am Mittwoch, 4. Februar 2009, 09:19 wie folgt:

da muss ich an früher denken und wie einfach es da war ... kassette in den spieler einlegen, record drücken und los gings. ;-)

PeZwo - 4. Feb, 09:37

das geht auch heute noch... :))
Also sprach derbaron
am Mittwoch, 4. Februar 2009, 10:22 wie folgt:

Was dauert denn so lang: Eine guten Klang zu bekommen, die Aufnahme fehlerfrei einzuspielen oder sie nachzubearbeiten?
Mit meiner Band hab ich unlängst eine CD aufgenommen, allerdings mit einem befreundeten Profi-Tontechniker, der hat für die optimalen Mikro-Einstellungen gesorgt und mischt die Aufnahme auch ab. Die Aufnahme der ganzen Band mit 12 Nummern hat 3 Tage und Nächte (fast durchgehend) gedauert, das Nachbessern (Takte digital umkopieren, ungenaue Rhytmen zurechtbiegen, Einzeltöne genau auf Takt verschieben, einzelne Takte einzelner Spuren neu einspielen etc) zieht sich jetzt schon 2 Monate hin und der eigentliche Mix (die Produktion) mit Spurgewichtung und Effekten, Hall, etc. steht uns erst bevor. Der Aufwand ist nicht ohne ...

PeZwo - 4. Feb, 10:39

Mir fehlt noch ein Gerät um wirklich ernsthafte Aufnahmen versuchen zu können. Daher spiele ich mich zurzeit mit "einen guten Klang zu bekommen" herum. Parallel dazu übe ich die Stücke "taktisch" ganz korrekt mit einem Metronom zu spielen... was später einen großen Vorteil mit sich bringen wird.

Ja, das spätere Nachbearbeiten und das Mixen sowie das Mastering der Aufnahme wird die meiste Zeit beanspruchen.... mich wundert der Zeitaufwand nicht. Z.b. U2 hatten im April 2008 die Aufnahmen für ihre neue CD abgeschlossen... erscheinen wird die CD erst heuer Ende Februar, also fast ein ganzes Jahr später. Und dies trotz bester Technik, bester Köpfe und ohne auf das Geld schauen zu müssen.
derbaron - 4. Feb, 10:58

Musik Produktiv (zb) bietet auch einen Mietservice für diverse Geräte an - und das nichtmal besonders teuer; wenn die Einarbeitungszeit in deren Technik nicht zu lange dauert, lohnt sich fürs Endergebnis vielleicht diese Investition, vor allem nach dem Besuch des Kurses?

Mit Klick haben wir es übrigens zuerst auch versucht, vor allem, um dann ein Referenzsignal zu haben, auf das wir die ungenauen Takte hinschieben, allerdings hat sich herausgestellt, dass (vor allem ich) dafür zu wenig geübt bin (ich spiele sonst nie mit Klick), ausserdem hat die Lebendigkeit der Stücke darunter gelitten, weil wir uns zu sklavisch an die Erfüllung des Metronoms geklammert hatten, also haben wir letztendlich ohne Klick aufgenommen. Wenn du Zeit hast und du dich damit vertraut machen kannst, macht das aber sicher Sinn, weil dadurch die Nachbearbeitung vereinfacht wird.
PeZwo - 4. Feb, 12:20

leider gibt es Musik-Produktiv in Österreich nicht mehr. Die ursprüngliche Stätte in Wiener Neudorf heißt jetzt Musik-Pro und hat mit Musik-Produktiv nichts mehr zu tun.
Aber für meine geringen Anforderungen werden meine eigenen Geräte - so hoffe ich - ausreichen.

Da sprichst du einen wunden Punkt an. Ich befürchte auch, dass ein zu sklavisches Spielen nach dem Metronomtakt meiner Musik einen Teil ihrer Lebendigkeit nehmen könnte. Das gehört zu jenen Dingen, die ich nach "Versuch und Irrtum-Methode" gerade ausprobiere.
yonosequepasara - 4. Feb, 12:46

Was ich aus eigener Erfahrung weiß: Spielen nach dem Metronom verbessert grundsätzlich die Fähigkeit, den Beat zu halten. Für eine Aufnahme halte ich das keine gute Idee, sonst klingt man wie diese Alleinunterhalterpartien, die ihre 10-Mannband aus der Dose abspielen...
PeZwo - 4. Feb, 12:54

@yono

ja, stimmt. Die Gefahr besteht.

Aber je rhythmischer alles ist, desto einfacher sind digitale Nachbearbeitungen bzw. Experimente mit zusätzlichen Arrangements unter Zuhilfenahme von MIDI-Files und VST-Instrumente. Da muss man die richtige Mischung finden.
yonosequepasara - 4. Feb, 13:05

Wer will es sich schon einfach machen...
;-)
Wenn die benötigten Spuren der Reihe nach dazu eingespielt werden?

Midi: Was kommt da bei dir zum Einsatz?
Ansonsten bin ich, was Aufnahmen angeht, eher Purist: Dh Lautstärken der einzenen Spuren, etwas mit Effekten... that's it.
Ein "Best-Of" zusammenstöpseln, ich weiß nicht...
andere Meinungen?
PeZwo - 4. Feb, 13:36

@yono

also gänzlich unerfahren scheinst du nicht zu sein :))

Ja, ich nehme die Spuren der Reihe nach auf.

Ich möchte MIDI für Percussion und verschiedene Arrangements (Hintergrundstreichorchester, Pianos usw.) nutzen.

Das ist ein Teil meiner derzeitigen Experimente... rauszufinden, welches Arrangement sinnvoll ist ohne dass es überladen wirkt. Grundsätzlich bin ich auch eher Purist... eine oder mehrere Spuren akustische Gitarren, vielleicht noch eine E-Gitarre, eine Bass-Spur, etwas Percussion, bei manchen Stücken auch eine Gesangsspur mit ev. zweiter Stimme oder Überlagerung der ersten Stimme... etwas Hall, vielleicht noch ein klein wenig Chorus und aus. Das reicht eh aus bzw. ist manchmal vielleicht schon zu viel.
yonosequepasara - 4. Feb, 13:44

Naja, nur weil mir die Theorie klar ist...
:-)
Von der Logik her müsste also zuerst die Percussionspur stehen, und dann da drauf, daran orientiert alles andere....
Mich juckt es in den Fingern - wenn ich bloß die Zeit dazu hätte!

Bin gespannt, wann es eine Hörprobe gibt!
;-)
PeZwo - 4. Feb, 13:50

@yono

Jein. Von der Logik her hast du Recht. Aber ich mache Percussion in Ermangelung von echten Trommeln mit Hilfe von MIDI-Files... Das Problem dabei: MIDI-File = Computer = Metronom.

Um genau der oben genannten Gefahr aus dem Wege zu gehen versuche ich derzeit mit der Gitarre zu beginnen und die Percussion und den Rest dann dieser anzupassen... was natürlich wiederum recht zeitraubend und mühsam ist. Zwei Stunden sind da gar nix.
yonosequepasara - 4. Feb, 14:07

Aus der Software "Finale" kenne ich die Option: "Human Playback". Wenn man der Midipercussion also von vornherien etwas "Menschliches" verpassen könnte...
PeZwo - 4. Feb, 15:03

ja... ich kenne eine extra für Schlagzeug gefertigte Software, die hat so einen Schalter auch. Aber der Sequenzer, den ich zum Abspielen nutze, hat ihn leider nicht.

Wie auch immer... ich werde mich weiterhin herumspielen und herumexperimentieren und versuchen, irgendeine Mischung aus exakter computergenerierter Musik und menschlichen Aufnahmen zu finden, die nicht steril klingt aber dennoch mit halbwegs vernünftigen Aufwand bearbeitbar ist. Irgendwann, wenn ich ein gutes Gefühl habe, werde ich mal was hier in das Blog stellen...
derbaron - 4. Feb, 15:38

Oder du engagierst dir einen Schlagzeuger ;-)
(wenn ich nicht so weit weg wäre, würde ich mich bewerben)
PeZwo - 4. Feb, 15:45

@baron

Wüssten meine Nachbarn von diesem Dialog, dann würden sie dir jetzt ganz sicher sehr sehr herzlich dafür danken, dass du so weit weg wohnst... *gg*
Also sprach Dunkelmann (Gast)
am Donnerstag, 5. Februar 2009, 09:09 wie folgt:

Seminar in Wien

Hi,

Fand mich in dem Bild deiner Wohnung ziemlich wieder, noch überraschender war zu lesen dass du aus Wien kommst, wo ist denn das Seminar? Kannst du hier irgendwelche Daten dazu posten, das wäre klasse?

lg Dunkelmann

PeZwo - 5. Feb, 11:01

schau mal auf http://www.audio-workshop.de/modules/news/index.php?storytopic=20

Da sind einige Kurse aufgelistet, zwei davon finden in Wien statt. Einer ist dieses Wochenende... das geht mir zu schnell. Daher möchte ich den anderen nehmen.


Nein, ich bin nur "Teilzeit-Wiener"... eigentlich komme ich aus Oberösterreich.

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