Freitag, 30. Juni 2006

knapp vorbei

ist auch daneben. Leider. Wie befürchtet und geahnt, habe ich es nicht geschafft.

Wenn ich von den insgesamt 80 Fragen 3 mehr richtig beantwortet hätte, hätte ich es geschafft. 70% waren gefordert, 66% habe ich erreicht.

Der Test war so, wie ich befürchtet hatte. Sehr viele Details, welche man ohne Praxis kaum wissen kann. Es gab im Kurs zwar viel Übungen, aber der Lösungsweg und die Handgriffe "wie ist zu tun" war dort fix vorgegeben.

Neben der mangelnden Praxis war mein Problem auch, dass die Testsituation mit der Realität wenig gemeinsam hat. Ich durfte während der Prüfung absolut keine Unterlagen verwenden. Man muss diese vielen Details alle im Kopf haben. Wenn ich an der Front irgendetwas nicht weiß, dann schaue ich in der Hilfe nach. Oder ich suche mir ein ähnliches Beispiel und analysiere es. Oder ich kopiere es und ändere es ab. Oder ich schreibe mir ein kleines Testprogramm um die Realität schichtweg auszuprobieren. Aber ich muß nicht aus dem Gedächtnis heraus agieren..

Gut, sobald unser System in der Firma installiert ist, werde ich mich auf die Wiederholung vorbereiten. Aber diesmal wesentlich gezielter auf die Prüfungssituation hingetrimmt.

Dafür habe ich Pipistrella kennengelernt, mit ihr im Freien ein Eis genossen und eine sehr nette Unterhaltung gehabt.

Gleich bin ich nicht heimgefahren. Ich habe im Internet gelesen, dass bedingt durch die beginnenden Ferien die Verkehrssituation etwas kritisch ist. Jetzt schaue ich mir an, wie die Deutschen gegen die Argentinier vermutlich rausfliegen werden (es steht gerade 1:0 für die Gauchos) und bis ich dann zur kritischen Strecke der Autobahn Rosenheim, Salzburg usw. komme, dürfte sich alles wieder halbwegs beruhigt haben.

Henkersmahlzeit

*würg*

In einer Stunde geht es los.

Ich habe gerade gegessen, sitze im leeren Kursraum und werde mir noch schnell ein paar Details reinziehen, bei welchen ich heute während der grossen Wiederholung bemerkte, dass ich noch ziemlich schwimme.

Aber was solls. Augen zu und durch...

Donnerstag, 29. Juni 2006

Die Entscheidung...

... ist gefallen.

Nein, ich meine nicht die Ortstafelnregelung in Kärnten. Auch nicht SaudiArabien Ja/Nein.

Ich meine die Prüfung morgen nachmittag. Ich werde antreten, obwohl ich gestern noch fest überzeugt war, sie zu verschieben.

Dafür gibt es 3 Gründe:
  1. Ich habe gestern nachmittag ein wichtiges Kapitel, welches ich zuvor überhaupt nicht verstanden habe, begriffen. Es war genau ein Satz des Vortragenden, welcher in meinem Kopf einen Zusammenhang herstellte, den es vorher nicht gab. Plötzlich sehe ich alles mit anderen Augen, ich verstehe seit dem auch die Beispiele und was ich in den Uebungen eigentlich mache.
  2. Mein Hauptargument, dass ich zuhause auf unseren bald kommenden Uebungssystem mir vor der Prüfung Praxis aneignen kann, hat sich relativiert. Der Vertrag ist zwar unterschrieben, aber sommerzeitbedingt wird es 2 Monate dauern, bis ich darauf arbeiten kann. Bis Ende August hätte ich schon wieder das meiste vergessen und da wären meine 3 Monate Frist auch fast schon wieder um und ich würde wieder in einen ziemlichen Stress kommen.
  3. Mein Chef hat gesagt, dass ihm das Risiko das Geld wert ist.
Also, d.h. für mich: heute die letzte grosse Uebung fertigmachen bevor sie mich fertigmacht, am Abend im Hotelzimmer alles nochmals wiederholen und morgen vormittag bei der Wiederholung durch den Vortragenden ganz genau aufpassen. Um 13h30 geht es dann los. In 3 Stunden muss ich am Computer 80 Fragen beantworten, wobei ich aus mehreren vorgegebenen Antworten die Richtige(n) auswählen muss.

Ich muss mich noch erkundigen, ob ein Telefonjoker erlaubt ist. Würde sich ggf. jemand als Kanditat zur Verfügung stellen *g*?

Mittwoch, 28. Juni 2006

Saudi – Arabien?

Manchmal spielt das Leben wirklich verrückt. Jetzt sitze ich hier in der Nähe von Zürich und kämpfe mit den beruflichen Erfordernissen der SAP-Welt – und schon bahnt sich das nächste Abenteuer an.

In unserer Firma traf eine Anfrage ein. Es wird für Saudi-Arabien (ja, wirklich!! Kein Scherz!!) für 4 SAP-Bereiche ein Trainer gesucht, welcher den Arabern in englischer Sprache beibringen soll, wie man mit den Tücken umgeht. Ich wurde gefragt, ob ich diesen Job übernehmen könnte.

Einen dieser Bereiche könnte ich aufgrund meiner langjährigen Praxis ohne lange Vorbereitung abdecken.

Der zweite Bereich bezieht sich ganz genau auf jenes Produkt, weswegen ich jetzt gerade selbst in Zürich bin und es soeben lerne.
Wenn man sich meine letzten Postings durchliest, klingt dies nicht gerade logisch. Da jammere ich herum, kämpfe, schwitze und dann will ich selbst Lehrer spielen? Na ja, ganz so schlimm ist es nicht. Der Kurs zeigt es immer mehr: mir fehlt nur eines, Praxis, Praxis und nochmals Praxis. Verstehen tue ich die Sache ja. Aber ich kann mir in der kurzen Zeit hier einfach nicht so viele Details merken. Sobald das Produkt in unserer Firma installiert ist und ich herumspielen kann, sieht die Welt gleich wieder ganz anders aus. So gesehen traue ich mir es nach entsprechender Vorbereitung es durchaus zu, selbst zu unterrichten.
Die restlichen beiden Bereiche kann ich nicht abdecken, dafür müssen sie jemand anderen nehmen.

Mein englischer CV ging gestern nach Arabien, jetzt sind die dort am Zug.

Woa, ein paar Wochen da unten in Arabien verbringen. DAS wäre vielleicht ein geiles Abenteuer. Sollten die wirklich zusagen und der Termin steht fest, dann weiß ich jetzt schon wie es mir gehen wird. Es wird eine sehr emotionale Zeit werden, wo sich die Angst und die Neugierde bzw. Spannung ziemlich die Waage halten wird. Aber ich würde es machen, koste was es wolle. Denn so eine Gelegenheit kommt – wenn überhaupt – nicht so schnell wieder…

Aber warten wir ab. Ich denke, dass es Leute geben wird, welche alle 4 Bereiche abdecken können und die werden sicher bevorzugt werden. Und – zugegeben – die andere Seite in mir wäre ziemlich erleichtert…

Verschieben oder nicht verschieben...

... das ist hier die Frage.

Mein Gefühl ist, dass es reine Glückssache sein wird, ob ich durchkomme. Ich hole zwar auf, aber es sitzt alles nicht so richtig. Wenn man täglich fast 14 Stunden lang Wissen in sich hineinstopft, kommt man irgendwann an seine Kapazitätsgrenzen. Ausserdem geht dies an die Substanz. Ich merke dass ich immer müder und müder werde.

Ich habe nun alles ausgekundschaftet. Ansich ist eine Verschiebung der Prüfung problemlos möglich. Ich erhalte einen "Gutschein" und eine Liste der Ersatztermine für die nächsten 3 Monate. Wenn ich einen Termin wahrnehmen möchte, melde ich mich 3 Tage vorher per Mail an, fahre hierher, mache die 3-stündige Prüfung und fahre wieder heim.
Sollte ich es doch riskieren und durchfallen, dann kann ich die Prüfung noch 2x im Abstand von mindestens jeweils einem Monat wiederholen und dies kostet extra.

Ich denke, es macht beruflich keinen Unterschied ob ich die Prüfung jetzt oder in ein paar Wochen mache. Aber ich würde mir gerne diese Ansicht von meinen Chef bestätigen lassen weil es sein Geld ist, was es kostet. Heute abend werden wir telefonieren und dann wird es sich entscheiden...

Montag, 26. Juni 2006

Ich hatte es befürchtet…

Heute nach dem ersten Tag haben sich meine Bedenken bestätigt. Die Prüfung wird jener schwere Brocken werden, den ich befürchtet hatte. Vielleicht sogar noch schlimmer.

Auch den Knackpunkt hatte ich vorausgesehen: meine fehlende Praxis. Ich hatte auf dem System Mitte Februar bei dem Kurs in Wien zum ersten Mal gearbeitet. Und nun hier und heute (Ende Juni!!!) zum zweiten Male. Alle anderen Kursteilnehmer stehen voll in der Praxis. Nur ich nicht. Dies bedingt, dass ich meinen Kenntnisstand selbst überhaupt nicht einschätzen kann. Ich habe keine Ahnung, wo ich wissensmäßig stehe.

In der Mittagspause habe ich den Referenten direkt gefragt, ob es für mich unter diesen Umständen überhaupt Sinn macht, hier anzutreten. Er hat ausweichend geantwortet. Ich habe grundsätzlich die Möglichkeit, die Prüfung 3 Monate hinauszuschieben. Dies würde für mich Sinn machen, da „mein“ Produkt angeblich demnächst bei uns in der Firma installiert wird. Dann hätte ich Gelegenheit, meine Kenntnisse in der Praxis noch weiter zu festigen.
Wir haben vereinbart, dass die Entscheidung am Mittwoch fallen soll. An diesem Tag findet so etwas wie ein „Probe-Test“ statt. Und bis dahin habe ich nach 3 Kurstagen sicherlich einiges aufholen können.

Heute war es ziemlich frustrierend. Ab 14h machten wir nur noch Beispiele, für die wir bis 16h30 Zeit hatten. Um 15h stand der Erste auf und verabschiedete sich. Um 15h30 waren nur noch 2 Teilnehmer im Raum und ab 16h war ich mit dem Referenten alleine. Ich kam mir fürchterlich blöde vor. Dafür nutzte ich die Zeit und habe die exklusive Verfügbarkeit unseren Vortragenden genutzt und ihn mit Fragen gelöchert.
Dann war der Kurs zu Ende, aber man darf bis 20h00 in den Kursräumen verbleiben. No na nutzte ich diese Möglichkeit zur Praxis (wenn nicht jetzt wann dann?) und habe meine Beispiele fertiggemacht und sogar mit dem nächsten Beispiel begonnen, was wir offiziell morgen früh beginnen werden.
Dann fuhr ich ins Hotel, holte mir vom Bankomaten ein paar Franken und ging etwas Essen. Übrigens, es ist furchtbar teuer hier. Für eine kleine Pizza, welche bei uns ca. 5 Euro kostet, zahlte ich 16 Franken, das sind umgerechnet ca. 10 Euro. Puhhh.
Dann packte ich im Hotelzimmer meinen Laptop aus und sitze seit dem wieder vor meinen Unterlagen und versuche zu retten, was zu retten ist. Und das wird die ganze Woche so dahingehen.
Ich sehe das schon kommen. Ich werde von der Stadt Zürich absolut nichts sehen. Naja, aber so wie es im Moment aussieht, ist es aber recht wahrscheinlich dass ich in den nächsten 3 Monaten nochmals hierher kommen werde *schiefgrins*

Sonntag, 25. Juni 2006

Ankunft in "Zürich"

Ich bin hier gut angekommen. Gott sei Dank ist es so, wie ich erhoffte: mein Internetzugang per GPRS über meine Laptop-Vodafone Karte funktioniert auch hier tadellos.
Ich habe heute auf meinem Weg einen Stop gemacht und wie angekündigt kopfchaos besucht. Er ist eine recht unkonventionelle und ungewöhnliche Persönlichkeit, geboren in den USA, aufgewachsen in Irland und nach einer "Zwischenstation" in Bayern schlußendlich in der Schweiz gelandet.
Wir haben uns beim Kaffee über Musik, Jobs, EDV und Politik prächtig unterhalten und er hat es geschafft, mir endlich halbwegs plausibel zu klären, um was es bei den Konflikten zwischen den Iren, IRA und Nordirland eigentlich ging. Er selbst bezeichnet sich als Sprachentalent und ich kann dies nur bestätigen. In den 90 Minuten wechselte er fast nach Belieben zwischen verschiedenen Schweizer Idomen, deutschen Dialekten und konnte am Ende meine oberösterreichische Aussprache fast schon exakt kopieren.
Er erzählte mir von seinen Plänen wieder mit einem Kabarett-Programm aufzutreten. Dem kurzen Eindruck nach kann ich mir dies bei ihm gut vorstellen.

Anschließend fuhr ich weiter und fand problemlos nach Diensdorf, wo mein reserviertes Hotelzimmer auf mich wartete. Dies ist doch deutlich weiter ausserhalb von Zürich als ich gedacht hatte. Zur Vorstellung für die Wiener: das ist so, als wie jemand aus Zürich sagt, dass er zu einem Kurs nach Wien muss und in Schwechat landet.

Diensdorf ist eine kleine entzückende Stadt, wo optisch das Leben noch so richtig heil zu sein scheint. Viele Fachwerksbauten, uralte Scheunen, Kreisslerläden, eine alte Kirche ... Ich werde einige Fots hier machen.

Das Hotelzimmer ist sehr schön, auch der Garten unterhalb meines Balkones wirkt ungemein einladend. Der Fernseher hat alle gängigen Satellitensender, sogar die beiden ORF-Programme kann ich mir ansehen.

Leider ist mir aber eine Panne passiert: mir fiel mein Firmenhandy hinunter. Der Strom war kurz unterbrochen. Beim Einschalten brauche ich natürlich den PIN-Code und da fiel mir ein, dass ich den Zettel wo er oben steht natürlich hier NICHT mit habe. Und auswendig weiß ich ihn auch nicht.
Gott sei Dank hat unsere Sekretärin eine Kopie davon und ich habe sie per Mail gebeten, mir den Code morgen früh auf mein privates Handy zuzusenden.

Also, mir geht es recht gut.

Abfahrt + Update

Ich packe gerade die letzten Dinge zusammen und werde bald in Richtung Zürich aufbrechen.

Lt. meinen Routenplaner geht die Strecke über 600 km und ich habe eine reine Fahrtzeit von ca. 6 Stunden. Allerdings werde ich in St. Gallen eine Zwischenstation machen. Unser lieber Schweizer Blogger Kopfchaos hat mich netterweise auf ein "Kännchen Kaffee" eingeladen - was mich sehr gefreut hat. Ich hätte im Tiroler Zillertal noch eine anderen Besuch bei einem Geburtstagskind geplant gehabt, aber leider ist sie nicht zuhause. Schade, dann gibt es eben kein Ständchen.

Am Mittwoch bekomme ich in meinem Hotel am Abend auch einen Besuch von einer Schweizerin, welche irgendwann mal durch Zufall auf mein Blog kam, mir ein Mail schrieb und wir seit dem in einem lockeren Kontakt sind.

Das Einzige, was mir noch etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist die Prüfung am Freitag. Ich habe mich zwar einigermaßen konsequent vorbereitet, aber ich habe zuvor noch nie eine offizielle SAP-Zertifizierung gemacht (bisher reichten den Kunden meine langjährigen Praxis-Kenntnisse völlig aus). Ich weiß nicht, wie diese Prüfung verlaufen wird. Ich habe zwar einiges gelernt, ich habe das Gefühl ich kenne mich halbwegs aus, aber ich weiß nicht ob ich mich in Sinne der Prüfung RICHTIG vorbereitet habe. Das erzeugt in mir momentan noch etwas Unsicherheit.

Ich bin nicht genau in Zürich, sondern etwas außerhalb untergebracht. Der Kursort dürfte in einem Vorort von Zürich stattfinden. Da ich am Abend wahrscheinlich noch lernen werde und die dortigen Möglichkeiten zur Praxis nutzen werde, kann es mir sogar passieren, dass ich gar nicht nach Zürich selbst hineinkommen werde. Mal schauen.

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass ich während dieser Woche nicht völlig internetlos sein werde. Vielleicht geht sich mal der eine oder andere Zwischen-Bericht aus. Ansonsten werde ich im Laufe des nächstes Wochenendes etwas schreiben und eventuell ein paar Fots dazugeben.

Update 13:55

Ich bin in Lustenau knapp vor der Grenze. Draußen hat es über 30 Grad. Es war bisher eine recht problemlose Fahrt. Als ich zum Arlberg kam und die Alternative finsterer Tunnel+Geld oder Pass mit Aussicht ohne Geld sah, war die Entscheidung bei diesem strahlend blauen Himmel nicht wirklich schwer...

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