Mittwoch, 31. Dezember 2008

Happy New Year...

... allen meinen Bloglesern.

unschöner Jahresausklang

Ich war am Vormittag in der Stadt unterwegs. Da läutete mein Handy: "Hier spricht Schwester Isabell vom Krankenhaus xxxxxx. Spreche ich mit Hrn. PeZwo?"
Meine Mutter hat im Krankenhaus meine Telefonnummer als nächsten Angehörigen angegeben. Welche Gedanke mir in dem Moment sofort durch den Kopf ging ist nicht schwer zu erraten. Aber es war alles ganz anders.
Die Schwester informierte mich darüber, dass meiner Mutter im Zimmer das Handy und Geld gestohlen wurde und ich ihre Handynummer sperren lassen soll... was ich natürlich sofort tat.


Eine Stunde später war ich bei ihr im Krankenhaus. Als ich aus dem Aufzug trat, sah ich bereits am Gang einige Polizisten herumstehen. Meine Mutter erzählte mir später, dass sie am Morgen eine neue Zimmergenossin bekommen hatte. Die Kroatin, welche halbwegs Deutsch sprach, wollte gleich wieder aus dem Krankenhaus weg und hat deswegen mit den Doktoren herumdiskutiert.
Meine Mutter ging in den Baderaum, der im Zimmer war. Als sie nach ein paar Minuten rauskaum fiel ihr sofort auf, dass ihr Handy nicht mehr am Nachtkästchen lag. Sie machte das Türchen unterhalb auf und sah sofort dass ihre Handtasche offen war. Eine kurze Kontrolle ergab, dass ihr 100 Euro fehlen.

Die Kroatin bestritt gegenüber der Polizei natürlich alles und beschwerte sich lautstark meiner Mutter gegenüber, dass sie sie beschuldigt. Sie wurde auf die Wache mitgenommen. Aber auch wenn die Indizien fast schon erdrückend sind, ist trotzdem zu befürchten, dass sie straflos wieder freikommen wird. Es war in der fraglichen Zeit außer ihr nur noch eine über 80-jährige Frau am Zimmer, die dösend im Bett lag und den Diebstahl nicht direkt beobachtet hat. Die Kroatin brauchte nur noch das Geld und das Handy einen am Gang stehenden Komplizen weitergeben und schon kann ihr nichts mehr bewiesen werden.

Der materielle Schaden kann verkraftet werden. Aber das Sicherheitsgefühl leidet stark darunter sogar im Krankenbett bestohlen zu werden. Ist das wirklich nur auf selektive Wahrnehmung zurückzuführen, wenn man das Gefühl hat dass zwischen der steigenden Kleinkriminalität und den Mitmenschen aus dem ehemaligen Ostblock ein Zusammenhang besteht?

Montag, 29. Dezember 2008

Vergänglichkeit

Ich nutze die freien Tage um meine Wohnung endlich wiedermal zu entrümpeln. Diese Tätigkeit ist bereits seit langem überfällig und dringend notwendig.

Aber ich gestehe es... auch wenn ich genau weiß, dass mein Verstand völlig recht hat und es getan werden muss... es fällt mir emotional furchtbar schwer dies zu tun. An so vielen Zetteln, Gegenständen, Büchern, Kleidungsstücken, Haushaltsgeräten, Möbelteilen usw. hängen noch irgendwelche Erinnerungen... was einmal im Zusammenhang mit dem Ding passiert ist, wo man war wie man das gekauft hat, die ständigen Zweifel ob man es doch nicht noch mal brauchen könnte. Dazu kommt noch das permanente Nachdenken ob man den Gegenstand vielleicht nicht doch noch irgendwo einsetzen könnte und ihn somit doch nicht weggeben muss.
Aber es hilft nichts. Eine Faustregel sagt: was man im letzten Jahr nicht gebraucht hat, das benötigt man nicht mehr. Vieles hebt man nur auf, damit man es einmal in 10 Jahren in die Hand nimmt und voll Sentimentalität zu jemanden sagen kann: "ja, genau, weißt du noch, da war das und das und das.....".

Wie ich die Sachen vorhin am Altstoffsammelplatz in den Container geworfen habe, ist mir in einem etwas sentimentalen Anfall wieder die ganz normale Vergänglichkeit zu Bewusstsein gekommen. Darüber dachte ich auch die letzten Tage öfters nach, als es meiner Mutter so schlecht ging... auch wenn sie sich jetzt wieder erholen wird, irgendwann wird es dennoch unweigerlich passieren, dass auch sie stirbt. Das kann morgen oder in 3 Monaten passieren, es kann aber auch noch mehr als 10 Jahre dauern. So schlimm das jetzt klingen mag... es ist dennoch eine reine Frage der Zeit.


Die Entrümpelung hat aber auch eine ziemliche symbolische Wirkung auf mich... ich schließe mit so manchen Dingen aus der Vergangenheit wieder etwas mehr ab und schaffe langfristig Platz für neue Dinge (sowohl in der Realität als auch symbolisch).

Man muss loslassen können.

Verdammt wir leben noch

Im Zuge einer verzweifelten Weihnachtsgeschenk-Suche in den diversen Elektronikgroßmärkten nach einer Kabarett-DVD lief ich an einem großen runden Behälter vorbei. Dieser war bis zum Rand gefüllt mit einer ganz bestimmten DVD.... "Falco: Verdammt wir leben noch"... die verfilmte Lebens-Geschichte von Falco, dem einzigen österreichischen Pop-Musiker von Weltformat.

Ich bin weder ein DVD-Kauftyp noch ein Hardcore-Falco-Fan. So nahm ich zwar den Verkaufsständer wahr, aber ich lief daran vorbei. Beim Zurückgehen, frustriert weil ich die Kabarett-DVD wieder nicht bekommen hatte, blieb ich neben dem Verkaufsstand wieder stehen und dann fiel mir erst der Preis auf: 4,99€. Wow, was für ein Kampfpreis! Lief bisher der Verkauf des Filmes so schlecht dass man ihn fast schon verschenkt? Ok, ich wurde schwach und griff zu.

Heute Abend hatte ich Zeit, es lief nichts aufregendes im Fernsehen... und so legte ich die DVD ein und sah ihn mir an.

Das zerrissene und manchmal sehr schrille Leben des Falken mit all seinen Triumphen und Tragödien wurde sehr ambitioniert dargestellt. Erstaunt bin ich über den Falco-Darsteller Manuel Rubey. Er stellt den Popstar hervorragend dar. Er war so echt dass ich manchmal dachte dass in dem Film auch Originalaufnahmen zu sehen waren. Nein, Irrtum. Manuel Rubey spielte nicht nur alle Szenen, er sang auch die Songs selbst. Respekt, Respekt, Mr. Rubey.

Meine Meinung: nein, der Film ist nicht schlecht. Ich empfand ihn zwar auch nicht überragend, aber halte ihn für absolut sehenswert. Und erst recht für lächerliche 4,99 Euro.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Weihnachtsurlaub

Irgendwie liegen heuer Weihnachtstage perfekt... ich bin vom 22.12 - 6.1., also fast 3 Wochen, daheim und verbrauche gerade mal 5 Urlaubstage. Diese lange Zeit werde ich zu einigen ganz dringenden Renovierungstätigkeiten in der Wohnung nutzen und einen Gitarrekurs besuchen.

Silvester werde ich wieder in Wien verbringen. Ich habe für die Rocky Horror Show im Museumsquartier 2 Karten für die Vorstellung am 31.12... ich rechne mit einer ziemlich verrückten Vorstellung.

Dann steht ein Gitarrekurs auf dem Programm. Allerdings gelten für alle meine Pläne der Vorbehalt. Ich weiß noch nicht wie es gesundheitlich mit meiner Mutter weitergeht.


Sie ist am Abend des 24.12. auf die Intensivstation verlegt worden, weil sich in ihrem Körper viel zu viel Wasser gebildet hatte. Dort wurde sie sozusagen "entwässert". Innerhalb von 24 Stunden verlor sie ca. 4 Liter Wasser. Am 26. kam sie wieder zurück auf die normale Station. Psychisch geht es ihr momentan viel besser. Bei meinem heutigen Besuch konnte sie schon den ganzen langen Krankenhausgang hin und zurück entlanggehen. Die Ärzte glauben aber nicht, dass sie nächste Woche schon wieder nach Hause kann. Aber eines ist mir klar: wenn sie wieder zuhause ist wird sie anfangs viel Betreuung brauchen. Und davon werden in erster Linie die Pläne der nächsten Zeit abhängen.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Keine schöne Weihnachten

Leider... es gibt nach wie vor gesundheitliche Probleme mit meiner Mutter.

Nachdem sie vor 3 Wochen den Herzschrittmacher eingesetzt bekam, kam sie heim und wir glaubten dass nun alles überstanden ist. Leider stellte sich die Annahme als Irrtum heraus.
Die Herzrhythmus-Störungen wurden zwar vom Schrittmacher geregelt, aber die großen anfallsartigen Schwankungen des Blutdrucks blieben. Sie rief die Rettung an, die brachten sie ins Krankenhaus, dort wurde untersucht, der Anfall ging vorbei und es wurde besser, sie kam nach Hause und zwei Tage später wiederholte sich alles von vorne.

Vor einer Woche wurde sie in ein anderes Krankenhaus eingeliefert. Dort stellten sie fest, dass es ein neues Problem gibt. Vor 2 Jahren hatte man ihr hier wegen einer Verengung der Halsschlagader einen Stent eingesetzt. Die Herzanfälle bewirkten einen stark erhöhten Herzschlag, der das Blut mit ziemlicher Gewalt durch die Adern getrieben haben muss. Dabei ist offensichtlich dieses Metallstück in der Schlagader verrutscht, was erneut den Blutdurchfluss in der Schlagader stark beeinträchtige. Nun wurde dies korrigiert.


Leider geht es ihr durch diese anhaltenden Gesundheitsschwierigkeiten und permanenten Spitalsaufenthalte psychisch nicht besonders gut. Anstelle den Heiligen Abend mit ihrer Familie zu feiern liegt sie im Spital und wird - realistisch betrachtet - dieses Kalenderjahr wohl kaum mehr nach Hause dürfen.

Tja, so ist es eben. Es läuft nicht immer gut.



Aber trotzdem...
schöne Weihnachten mit den Jingle Cats.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Der Fall Madoff

Wie ich von dem 50 Milliarden-Betrugsfall des Börsengurus Bernard Madoff erstmals in den Nachrichten hörte, schüttelte ich zuerst nur den Kopf.

Dann begann ich nachzudenken. Irgendwie stinkt die Sache. Wie kann es das geben, dass jemand über den Zeitraum von 30 Jahre!!! die ganze Finanzwelt mit seinen besten Finanzexperten und sogar seine engsten Mitarbeiter und Söhne derartig plump täuscht? Da kann was nicht stimmen.


Durch Zufall kam ich auf diese Internetseite, wo sich ein Herr mit dem Namen Daniel Neun über die Sache ein paar ausgezeichnete und plausibel klingende Gedanken gemacht hat. Da ich nicht weiß wie lange der Artikel online sein wird habe ich den Text am Ende meines Beitrages kopiert.


Ich würde mal sagen, dass der Fall Madoff in den nächsten Tagen noch dann und wann erwähnt werden wird um dann schön langsam den Mantel des Vergessens umgehängt zu bekommen.... damit das System still und heimlich wieder neu aufgebaut werden kann.




Wall Street: Madoff deckt offensichtlich gigantisches Schwarzgeldsystem
Autor: Daniel Neun, Samstag, 13. Dezember 2008, 08:32

Der Fall scheint klar: alter Mann um die 70 hat alle ehrlichen Reichen und Geldmacher an der Wall Street ca. 30 jahre lang über´s Ohr gehauen, in all der Zeit nur um 50 Mrd betrogen, dann seinen Söhnen gebeichtet und nun muss er "büssen" (also "Du, Du, Du" vom Gericht und dann dicke Rente).

Der Fall des ehemaligen Chefs der NASDAQ, Bernard L. Madoff, ist sehr viel komplexer. Er beleuchtet ein Geldsystem was keinen Betrug kennt, weil es allmächtiger Betrug ist.



FESTNAHME, VORWÜRFE UND AUSREDEN

In der Nacht zu Freitag hatten FBI Beamte Madoff festgenommen. Der Fall sorgte sofort weltweit für Schlagzeilen.
Die Story der Festnahme ist obskur: angeblich soll Madoff nach Aussage seiner beiden Söhne, die seit Jahrzehnten für ihn arbeiten aber nichts gewusst haben wollen, in einem simplen Schneeballsystem "Investoren" mit leeren Versprechungen Geld aus der Tasche gezogen haben.
Allerdings schaffte er es immer pünktlich die Profite dieses investierten Kapitals zu zahlen, wie die "New York Times" berichtet.

"Die Renditen waren einfach verblüffend und wir haben diesem Kerl seit Jahrzehnten vertraut - wenn Du Dein Geld wolltest, hast Du immer in ein paar Tagen den Scheck bekommen."

D.h., wir reden hier nicht über ein simples Schneeballsystem, welches "Investoren" mit leeren Versprechungen Geld aus der Tasche gezogen hat - das nennt man "Börse".
Wir reden hier über ein regelrechtes Banksystem im Bankensystem, welches "Investoren" (also Leuten die schnell viel Geld irgendwo bunkern wollten) über Jahrzehnten die Gelegenheit gab dies kontinuierlich jährlich um 10 Prozent zu vermehren.

Grossindustrielle der feinsten Oberschicht der Welt, nämlich der von New York, investierten Milliarden über Umwege in das Madoff-System indem sie einem Fond Geld gaben, welcher wiederum dem Madoff-System Kapital zusteckte.

"Investoren" in Madoffs System sind z.B.
- die japanische Bank "Nomura"
- der Hedge Fond "Fairfield Greenwich Group"
- ominöse "Firmen in London"
- die Wilpon Familie, die seit Jahren vordergründig das "schlechteste Baseball Team was Du Dir mit Geld kaufen kannst" (die New York Mets) betreibt (Fred Wilpon, der mit Saul Katz 1972 die Fima "Sterling Equities" gründete, steckt spätestens seit 1990 zusammen mit "Bankers Trust Co" tief im Sumpf des berüchtigten New Yorker Immobiliengeschäftes)
- die private Top US 50 Universität Yeshiva mit einem selbstverständlich ahnungslosen Ableger in Israel
und "prominente jüdische Familien in New York und Florida", wie die "NY Tmes" schreibt.

Mal abgesehen davon, dass niemand auf die Idee käme in einem ganz normalen Fall von Geldwäsche und Schwarzgeldsystem von den prominenten "katholischen Familien in New York und Florida" zu reden, wenn es sie denn gäbe: sämtliche Banken bleiben als Geschäftspartner Madoffs namentlich unerwähnt. Das muss stutzig machen.
Ominös sprach die "NY Times" nur von

"Hedge Fonds, Investmentberatern und Banken, die Geld auftrieben für Mr.Madoff"

ohne zu erwähnen dass sie es selbst vorher aufgetrieben hatten und womit eigentlich.
Denn weder ist klar um wieviel Geld es wirklich geht, noch wie es verschwand, wann es verschwand, ob es überhaupt verschwand, durch wen es verschwand und wo es ist.
FBI und die US-Börsenaufsicht S.E.C. (der grösste Witzverein der USA, noch vor den New York Mets) hüllen sich in betretenes Schweigen. Intern dagegen dürften die Telefonleitungen glühen, um die ermittelnden FBI-Beamten in der Upper West Side nur ja irgendwie im 2.Stock aus dem Fahrstuhl zu reden.
Seit 1992 hat die S.E.C. mehrfach Betrugsverfahren gegen das Madoff-System niedergeschlagen.

DAS "GESTÄNDNIS" DES PATEN

Desweiteren behauptet nun die Madoff-Familie, mit all ihren zu Lebzeiten wohlhabenden und priviligierten Söhnchen, Cousins, Anverwandten und guten Freunden, dass alle Bücher sämtlicher Firmen vom 70-jährigen Paten Bernard L. Madoff ganz allein kontrolliert wurden. Und das obwohl durch das Madoff-Imperium "detailierte Börsenberichte" an sämtliche "Investoren" ablieferte, sogar "hunderte über individuelle Börsengeschäfte im Monat".

Zwischengeschaltet war nur die winzige Buchprüferfirma "Friehling & Horowitz" in NY City.

Offensichtlich hat nun das Geständnis des Paten Madoff den einzigen Zweck seine Familie, sowie die involvierten Geldmacher, Banken, Broker und die ganze Geldelite New Yorks von Tätern zu Opfern zu machen.

Diese weinen nun publicitiyträchtig dem Geld hinterher, ohne erklären zu können um wieviel es sich nun eigentlich handelt, wo es herkam und warum man selbst als Teil der mächtigsten Geldmaschinerie der Welt nie etwas von dem angeblich "Betrug" durch Madoff merkte.

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