Montag, 2. November 2009

Warten auf Godot - Business Edition

Der erste offizielle Arbeitstag bei meinem neuen Kunden in Duisburg begann ganz gemächlich. Ich suchte nach dem Frühstück im Hotel ganz entspannt die richtige Straßenbahn und fuhr Richtung Kunde los. So wie ich es mir vorgenommen hatte, war ich um ca. 9h hier... viel zu bald, wie es sich gleich herausstellen sollte. Meine kundenseitige Ansprechpartnerin war noch nicht im Haus ("... die steht sicher im Stau auf der Autobahn ...") und so verbrachte ich die erste halbe Stunde mit Warten und einer netten Plauderei in der Kaffeeküche.

Mein Kollege von unserer deutschen Stammfirma traf ein und dann wurden wir in Empfang genommen und an unserem künftigen Arbeitsplatz - einem Projektraum - geführt. Nach einem kurzem Gespräch hieß es warten. Der Netzwerkanschluß von unseren Laptops war noch nicht vorbereitet und so hatte ich Zeit endlich mal bei meine Kontakten im Outlook etwas zu überarbeiten.

Nach einiger Zeit bekamen wir die Netzwerkkabel und die Information über die einzustellenden IP-Adressen. Nach einigen Kämpfen mit Netzwerkkabeln, -buchsen und -einstellungen hatten wir Zugang zum Netzwerk. Allerdings waren die User noch nicht angelegt. Somit hieß es zur Abwechselung mal Warten. Auf was auch immer. Ich nutzte die Zeit um meine Reisekostenabrechung eintippen.

Gegen Mittag ging wir gemütlich essen.

Um 14h tat sich urplötzlich was. Es kam jemand zu uns wegen der Werksausweise. Wir fuhren mit dem Auto zu einem anderen Standort. Dort wurden wir photographiert und erhielten unseren Ausweis. Anschließend setzten wir unsere heute bevorzugte Tagesaktivität fort. Nämlich Warten.

Halt, eine kurze Unterbrechung. Ein Mail mit den IP-Adressen der Entwicklungsmaschine. Der Zugang war in einer Minute eingerichtet. Wir kommen aber nur bis zum LOGON-Bild. Es fehlen noch die User. Die müssen erst angelegt werden.

Und wieder wurde............... richtig! Gewartet.

Drei weitere gefühlte und eine tatsächliche Stunde später kam der Telefonanruf. Heute wird's nix mehr, Fortsetzung morgen 9h30. Ich kann ins Hotel fahren.

Mann, war das ein harter erster Tag!



Ich werde diesen Tag natürlich verrechnen (ich bin ja da und war bereit zu Arbeiten). Man wusste seit 3 Wochen wann wir kommen und was wir benötigen. Beim Startgespräch wurde noch betont, dass das Budget knapp ist. Aber es wurde dennoch nichts vorbereitet und zwei teure Berater taten heute nichts anderes als Däumchendrehen. Das sind die Momente, wo ich Kunden definitiv nicht verstehe.

Sonntag, 1. November 2009

Befriedigung

Am 7.11. haben wir wiedermal ein Konzert in unserem Bergstollen. Mittlerweile ist schon ein Tradition, dass ich bei diesem Event immer ganz neue Songs von mir zum ersten Mal auf der Bühne live spiele... sozusagen als "Uraufführung". Diesmal sind sogar 2 Songs dran, die in den letzten Wochen entstanden sind, wobei mir einer der beiden schon beim Schreiben irgendwie ans Herz gewachsen ist.

Ich bin generell ein Fan von Musicals und ganz besonders bewundere ich das Werk von Andrew Lloyd-Webber. Dieser Song ist so etwas wie meine persönliche Hommage an diesen genialen Komponisten. Er beginnt mit einem langsamen und sehr gefühlvoll romantischen Teil und wechselt dann in der Mitte sowohl die Tonart (von Dur auf Moll) als auch das Tempo sowie den Rhythmus (von langsam auf schnell und rockig). Am Ende wird der ruhige Teil noch einmal wiederholt.


Am Freitagabend hatten wir eine Probe und dort haben wir zum ersten Mal diesen einen Song gespielt... und was soll ich sagen? Er klang genauso wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Das erfüllt einem mit wirklicher Befriedigung.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Fuck You

Arnold Schwarzenegger hat im Zuge seines Amtes natürlich mit den einen oder anderen Menschen so seine Auseinandersetzungen. Da gibt es u.a. auch den demokratischen Abgeordneten Tom Ammiano, der Schwarzenegger wegen dessen Veto gegen die Homo-Ehe die Worte „Leck mich an meinem schwulen Arsch!“ zukommen lies.

Dieser Abgeordnete erhielt kürzlich von Schwarzenegger ein Schreiben über die Finanzierung eines Hafenprojektes. Allerdings scheint in dem Brief eine verschlüsselte Botschaft zu stecken.

Dieser Brief im englischen Wortlaut (man lese die ganz linken Anfangsbuchstaben von oben nach unten):


To the Members of the California State Assembly:
I am returning Assembly Bill 1176 without my signature.

For some time now I have lamented the fact that major issues are overlooked while many
unnecessary bills come to me for consideration. Water reform, prison reform, and health
care are major issues my Administration has brought to the table, but the Legislature just
kicks the can down the alley.

Yet another legislative year has come and gone without the major reforms Californians
overwhelmingly deserve. In light of this, and after careful consideration, I believe it is
unnecessary to sign this measure at this time.

Sincerely,
Arnold Schwarzenegger



SNAG-0007

Selbstverständlich wird diese Buchstabenfolge offiziell als reiner Zufall beschrieben. Vielleicht. Aber irgendwie will ich nicht so recht daran glauben... mir ist das zuviel Zufall und es wäre so richtig typisch für Arnie *lach*

der kritische Punkt

Es ist durchaus bekannt, dass sich Intelligenz und Dummheit einander nicht ausschließt. Es gibt recht intelligente Menschen, die sich dennoch recht dumm verhalten.
Steppenhund hatte mal in einem seiner Beiträge eine ziemlich gute Definition von Dummheit geschrieben. Da er in seinem Blog leider die Suchfunktion deaktiviert hat, kann ich sie nur mehr aus dem Gedächtnis sinngemäß wiedergeben: für ihn war Dummheit dann gegeben, wenn sich jemand durch seine Handlungen wissentlich selbst schadet und sie trotzdem tut.

Jetzt ist es so, dass es bei der Dummheit so etwas wie einen kritischen Punkt gibt. Dies ist jener Moment, wo ein Dummer selbst aus der eigenen Erkenntnis heraus erkennt, dass er sich dumm verhält.

Wenn er dies mal geschafft hat, dann ist definitiv noch Hoffnung vorhanden. Aber nicht alle Menschen kommen so weit.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Disneyland

Wir sind wieder wohlbehalten zuhause angekommen. In diesen 6 Tagen legten wir mit dem Auto ca. 2700 km zurück, besuchten 2 Tage den Disney Park, einen Tag die Disney Filmstudios und einen Tag Paris. Es klappte alles gut, keine erwähnenswerten Pannen und das Wetter war bis auf einen Tag auch ideal für so eine Reise.

Wie schon geschrieben. Das Disneyland ist eine einzige Kitschorgie,

wo kein Heile-Welt-Klischee auslassen wird. Aber ich mag den Ort dennoch.

Die Manager von Disney verstehen ihr Handwerk. Oberflächlich betrachtet betritt man dort einen Vergnügungspark. Tatsächlich wird eine heile Welt verkauft. Man wird umhegt und gepflegt. Das oberste Gesetz lautet: der Kunde muss sich wohl fühlen.

Alles ist perfekt auf Massentourismus ausgerichtet und entsprechend durchorganisiert. Man weiß immer wo man ist, wo der Eingang für die Attraktion ist und wie die Warteschlange verläuft. Während die einen aus den diversen Fahrzeugen und Wagen aussteigen, stehen die nächsten Besucher bereits bereit um unmittelbar danach den Wagen wieder zu betreten. Es gibt immer noch lange Warteschlangen vor beliebten Attraktionen, aber sie haben seit meinen letzten Besuch ein Fastticket eingeführt mit dem allzulange Wartezeiten vermieden werden können.

Aus den Lautsprechern ertönt ständig Musik im Stil der Disney-Musicals und - filme, die verschiedenen Attraktionen sind mit sehr viel Phantasie und Liebe zum Detail ausgestattet,
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immer wieder standen Schauspieler in der Maske von bekannten Disney-Figuren zum Angreifen am Weg und mehrmals am Tag gab es Paraden, wo die Figuren in einer Art Revue zur Musik tanzen und sich feiern ließen.
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Erwähnenswert sind auch die vielen Shops mit perfekten Merchandising, die bei meinen Mitreisenden im Angesicht der Kostüme kleine Schreie des Entzückens auslösten.
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Die 3 Tage waren durchaus anstrengend. Es gibt ein paar Attraktionen, die sowohl physisch als auch psychisch spürbare Ansprüche an die Kondition bzw. die Stimmbänder stellten... allen voran das Hollywood Tower Hotel und Space Mountain.


Die Fahrten mit den Achterbahnen bedingten minutenlanges Anspannen der Körpermuskulatur, manchmal hatte man längere Wartezeiten (30 Minuten und länger) und schließlich ist man es auch nicht gerade gewohnt sich den ganzen Tag in der frischen Luft aufzuhalten. Aber ich will da jetzt nicht beginnen auf hohem Niveau herum zu jammern.... a) schön und b) wie immer zu kurz war es trotzdem ;

Dienstag, 20. Oktober 2009

Paris ruft!

Ich habe es geschafft.

Der überwiegende Teil meiner Arbeit ist getan, der Rest kann auch nächste Woche vollendet werden. Die Koffer sind gepackt, die Hotelzimmer sind gebucht und das Auto ist vorbereitet (Winterreifen und frische Bremsbacken). Somit steht dem Urlaub in Paris inklusive Disneyland von morgen bis Montag nichts mehr im Wege. Morgen fahren ich, Cheri und ihre beiden Töchter die 1000 km hin (reine Fahrzeit 10 Std., Reisezeit ca. 12 Stunden) und am Montag wieder zurück. Dazwischen haben wir 4 volle Tage, die wir zwischen Disney und Paris aufteilen werden.

Paris-064


Es wird mein zweiter Besuch werden. Ich war bereits im Februar 2005 eine Woche lang dort (die Fotos stammen von diesem Besuch). Wir besuchten 3 Tage lang Disneyland und sahen uns zwei Tage Paris selbst an.

Ich mag Disneyland. Der Ort ist zwar eine einzige Kitschorgie, aber trotzdem fühlte ich mich in dieser Art von heilen Welt wohl. Mann ist manchmal ganz gerne für ein paar Tage wieder ein Kind.
Paris-045


Der Verkehr in Paris war brutal und der Kreisverkehr rund um den Triumphbogen war noch brutaler.... 7-spurig und keine Bodenmarkierungen. Wenn man als Autofahrer das überlebt hat, fürchtet man sich vor nichts mehr :)
Paris-005


Die Heimfahrt gehörte zu jenen Autofahrten, die mich definitiv an meine Grenzen brachte. Wir fuhren am Samstag Abend gegen 20h los. Ich rechnete mir aus, dass wir in der Nacht auf den deutschen Autobahnen wenig Verkehr haben würden und daher sollten wir rasch vorankommen. Leider konnte ich nicht wissen, dass ausgerechnet genau dieses Wochenende das schneereichste Wochenende dieses Winters werden würde.

Paris-024

Um ca. 23h überquerten wir die Grenze nach Deutschland. Bis dahin war alles ok. Aber dann begann es zu schneien. Und wie! Dicke und schwere Schneeflocken. Die Fahrbahn war innerhalb kurzer Zeit schneebedeckt. An ein schnelles Fahren war nicht zu denken. So tuckelte ich die ganze Nacht bei schlechter Sicht und Schneefahrbahn 600 km weit quer durch Deutschland. Es war sehr anstrengend, wenn durch die Windschutzscheibe die Schneeflocken scheinbar ständig auf einem zukommen. Manchmal blieb ich bei Raststationen stehen, trank Kaffee und schlief etwas. Um ca. 6h früh (eigentlich hätten wir da schon zuhause sein sollen) musste ich dann noch zwischen Regensburg und Passau als Draufgabe ca. 100 km weit zwei nicht überholbaren Schneepflügen mit ca. 50 km/h hinterherfahren. Da werden die Minuten zu gefühlten Stunden und die Stunden zu gefühlten Tagen. Das war hart, wirklich hart.

Wir kamen um 11h Vormittag wohlbehalten zu Hause an, 5 Stunden später als geplant.


Ich freue mich schon auf die nächsten 6 Tage :)))

Versprechungen und Realität

Ich erinnere mich an die Zeit vor etwas mehr als einem Jahr. Es war Wahlkampfzeit, die Nationalratswahlen standen bevor und die Parteien überschlugen sich geradezu vor sozialen Vorschlägen. Geld schien keine Rolle zu spielen. Am Ende machte dann Faymann Dank massiver Unterstützung vom EU-Hasser Onkel Hans das Rennen.


Zu dem Zeitpunkt der Wahl war die Wirtschaftskrise zwar noch nicht offiziell ausgerufen, aber deren Ausläufer waren bereits deutlich erkennbar (Lehmann Brothers gingen 2 Wochen vor der Wahl in Konkurs).

Ich bin mir sicher, dass die Parteichefs zu diesem Zeitpunkt schon ahnten was auf uns zukommt und dass sie ihre Vorschläge wohl kaum in die Realität umsetzen werden können. Aber sie schwiegen, versprachen und nun zeigt sich die knallharte Realität: weltweit explodierende Budgetdefizite und sparen, sparen, sparen.

Ich frage mich: was wäre wohl mit einem Parteichef passiert, der damals vor der Wahl das heutige Szenario öffentlich vorausgesagt und auch sein Wirtschaftsprogramm danach ausgerichtet hätte?

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