Donnerstag, 25. November 2010

menschliche Geste

Michael Douglas leidet bekanntlich unter Kehlkopfkrebs. Vor einiger Zeit gab er bei David Lettermans Show ein Interview und sprach dabei recht offen über seine Erkrankung. Am Ende fragte David Michael, ob er noch etwas für ihn tun kann. Michael antwortete: "Yeahhh, give me a hug" ... "Umarme mich einfach".

Auch wenn diese Situation von diesen Medienprofis möglicherweise geplant und vereinbart war, ich empfand sie trotzdem als spontan und rührend.

Freitag, 19. November 2010

gemeinsam ins Unglück

Wie konnten sie uns das nur antun?

Seit der Bekanntgabe der Verlobung von Prinz William und Kate Middeton geht es in bester Diana-Manier erneut los. Die Boulevard-Presse hat Hochkonjunktur. Es wird in der Vergangenheit von Kate gestöbert... nicht nur dieses Leben, nein auch das vorige und vorvorige wird durchleuchtet werden.

Menschen, die in der Londoner Tube zufällig neben ihr gestanden haben als sie niesen musste, werden über jenen Moment befragt, wo sie Kates Wassertröpfchen auf ihrer Wange spürten. Das Grab von ihren ersten Wellensittich wird fotografiert und ihre Klassenkameraden werden sicher noch über die unmoralische und verruchte Seite von Kate berichten, als sie vom Lehrer mit einem Schummelzettel erwischt wurde.

Wenn schon Prinz William entschlossen ist, sich gemeinsam mit Kate Middleton ins Unglück zu stürzen... warum nur musste er dies auch öffentlich bekannt geben? In jedem Fall ist das kein gutes Omen, es erinnert an die öffentlichen Beichten von seinen Eltern, die die Welt mit ihren intimen Ehegeschichtln jahrelang zwangsbeglückt haben.


Warum haben sie uns das angetan? Es gibt jetzt schon T-Shirts mit entsprechenden Aufdrucken... von Kaffeetassen mit Konterfei des royalen Paares ganz zu schweigen. Auf uns kommen harte Zeiten zu.

Dienstag, 16. November 2010

unlautere Geschäftspraktika

Das Gehaltsmodell in meiner Branche ist üblicherweise leistungsorientiert. Man bekommt monatlich einen fixen Sockelbetrag, der nicht allzu hoch ist. Dafür gibt es eine Leistungsprämie, mit der man sich sein Einkommen deutlich aufpäppeln kann. Es gibt unterschiedliche Modelle, wie diese berechnet wird.

In meiner Firma, die ich vor ein paar Monaten verlassen habe, war diese Leistungsprämie recht einfach. Jene Stunden, wo ich für einen Kunden tätig bin und der diese auch bezahlt, werden über das ganz Jahr addiert. Wenn am Jahresende 1440 Stunden zusammenkommen, dann wird ein vereinbarter Betrag ausbezahlt. Sind es weniger, dann verringert sich der Betrag prozentual. Sind es mehr, erhöht er sich.

Bei Projekten, wo nach Aufwand verrechnet wird, ist die Sache recht einfach. Ich lasse die geleisteten Stunden unterschreiben und danach wird dem Kunden eine entsprechende Rechnung gesendet. Bei Fixpreisprojekten sieht die Sache jedoch anders aus. Dem Kunden wird eine Leistung zu einem bestimmten Betrag und Datum verkauft. Braucht man als länger als geplant, dann ist das dem Kunden egal. Er bezahlt den vereinbarten Betrag und der Rest ist nicht sein Problem.

Aber leider sind solche Konstellationen für den Mitarbeiter alles andere als egal. Wenn bei einem Fixpreisprojekt ein Aufwand von 100 Stunden kalkuliert wird, dann kann es in der Praxis durchaus vorkommen, dass in der Realität wesentlich mehr Stunden (z.B. 150 Stunden) geleistet werden müssen. Hat man als Mitarbeiter schlecht gearbeitet und deswegen den Mehraufwand verschuldet, dann sieht man dies durchaus sein. Aber so läuft es meistens nicht.

Der Verkäufer, dessen Leistungsprämie abhängig von der Anzahl der abgeschlossenen Verträgen ist, verkauft die Projekte sehr knapp kalkuliert... und manchmal zwingt ihn der Marktdruck dazu (=offizielle Darstellung), Projekte zu verkaufen, wo man von Anfang an weiß, dass sich die Stunden nie ausgehen werden. Die durchführenden Mitarbeiter wissen dies nicht. Sie hängen sich rein und leisten ihre 150 Stunden, um die Aufgabe zu schaffen. Monate später, nach dem Jahreswechsel, erfährt man, dass für 50 geleistete Stunden keine Prämie ausbezahlt wird, weil das Budget überschritten wurde.

So erging es mir nun. Ich bekam anlässlich meines Ausscheidens aus der Firma meine Abrechnung für 2010 und muss nun erfahren, dass der Betrag verringert wurde. Grund: einige im Mai gearbeitete Stunden sind nicht für die Prämie relevant, weil das Budget überschritten wurde... zwar nicht von mir, aber da habe ich Pech gehabt. Ich könnte jetzt zum Arbeitsgericht laufen und klagen. Aber leider ist eine Klage wesentlich teurer als die 100-200 Euro, um die es geht.

Ich halte das für eine unlautere Geschäftspraktika und bin schlicht und einfach froh, nicht mehr bei dieser Firma beschäftigt zu sein.

Samstag, 13. November 2010

Jobstart

Die erste Woche in meiner neuen Firma war recht locker... ich besuchte eine Schulung und erledigte die üblichen administrativen Tätigkeiten zum Anfang.

Aber ab der zweiten Woche hieß es Farbe bekennen und es ging zur Sache. Ein kurzer Anruf vom Chef... ein Wiener Kunde benötigt ein paar Programmerweiterungen und ich soll am nächsten Tag dies Vorort erledigen. Der Kunde erwartet mich um 9h.
Ich war zur vereinbarten Zeit dort. Die Aufgaben waren nicht sehr schwierig und ich fand auch recht rasch einen emotionalen Zugang zu den Mitarbeitern beim Kunden.

Am Abend fand in meiner Firma eine der regelmäßig stattfindenden Info-Treffen statt, wo die Geschäftsleitung ihre Mitarbeiter über alle Neuerungen informiert. Bei dieser Gelegenheit wurde ich der Allgemeinheit vorgestellt und sollte auch 2 Sätze sagen... worauf ich aber absolut nicht vorbereitet war. Ich mag diese Situationen, wo ich urplötzlich in den Mittelpunkt komme, bis heute nicht... *stotter*stotter*

Einer meiner neuen Arbeitskollegen fragt mich, ob ich ein Musiker bin. Ich nahm an, dass er mich vielleicht irgendwo bei einer Veranstaltung spielen hat gesehen. Aber nein... er sah im Internet von mir ein Bild, wo ich mit Gitarre oben bin. Aha, der dürfte nach mir gegoogelt haben. Tja, so ist eben heute die Welt und gut, dass meine komprimierenden Fotos nur auf meiner Festplatte sind*g*

Ich würde sagen, dass mein Start in meiner neuen Firma geglückt ist.

Mittwoch, 10. November 2010

Schwein gehabt

Gefunden in den unendlichen Weiten des Internets....

"Wir setzen uns abends hin und qualmen uns die Birne mit Gras zu, soweit ganz normal. Dann kommt uns die geniale Idee, doch noch 'ne Runde per Auto um den Block zu fahren. Als wir einen Kreisverkehr erreichen und da ein, zwei Runden im Kreis gefahren sind, kommt uns die zündende Idee: "He, lass uns doch mal rückwärts durch den Kreisverkehr fahren, das ist bestimmt lustig!" Soweit, so gut. Und weil es Gott nicht anders will, kommt uns beim Rückwärtsfahren natürlich ein Auto entgegen und fährt uns in den Kofferraum bzw. wir ihm gegen die Motorhaube. Wir sitzen also in der Karre und kriegen die volle Panik nach dem Motto: "Jetzt ist alles aus!" Und auch als die Polizei eintrifft, können wir unser Pech immer noch nicht fassen. Durch einen gegenseitigen Rote-Augen-Check nach dem Motto: "Ja, wir haben gerade 3g Maroc geraucht - sieht man uns das etwa an?" haben wir uns bei der Wartezeit auch nicht gerade Mut gemacht. Wir beobachten im Rückspiegel wie zwei Bullen lange mit dem Fahrer des hinteren Wagens reden. Dann kommt der Polizist nach vorne - wir kurz vorm Durchdrehen. Wir kurbeln das Fenster runter, der Bulle glotzt uns an und sagt: "Jungs, ihr braucht euch keine Sorgen machen, der Typ hinter euch hat fast zwei Promille und behauptet, ihr wärt rückwärts durch den Kreisverkehr gefahren!"

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