Sonntag, 7. Oktober 2007

schwache Stunde

Ich wurde gefragt, ob ich am 11.11. bei einem Er&Sie-Lauf mitlaufe. In einem spontanen Anfall von Wahnsinn gepaart mit geistiger Umnachtung sagte ich zu.
Nun gilt es eine Laufdistanz von 4 km zu überstehen.

4 km... das klingt wenig... wenn man z.b. wie der geneigte Leser jetzt gerade vor den PC sitzt und Blogbeiträge liest. Ist aber viel, wenn man dies wirklich und tatsächlich auch laufen muss darf, untrainiert ist und ein paar Kilo Übergewicht mit sich herumschleppt.


Dies heißt im Klartext, dass ich noch ca. 5 Wochen Zeit habe um das sich offensichtlich anbahnende Desaster abzumindern. Denn ich ahne Schreckliches...

Freitag, 5. Oktober 2007

Die Wahrheit... eine kleine Geschichte

Thomas wird in der Nähe seines Golfplatzes von einem schmuddeligen Mann angesprochen, der um ein Paar Euros für ein Mittagessen bettelte.

Er nahm sein Portemonnaie, zog 10 Euro heraus und fragte den Mann: "Wenn ich Dir dieses Geld gebe, kaufst du dann Bier anstatt des Essens?" "Nein, ich habe mit dem Trinken aufgehört," antwortete der Mann. "Gehst du lieber zum Fussball, anstatt etwas zum Essen zu kaufen?" fragte Thomas "Nein, ich vergeude meine Zeit nicht mit Fussball," sagte der Obdachlose.

"Fährst du lieber eine Runde Motorrad für das Geld?" fragte Thomas.
"Ich habe seit 18 Jahren kein Motorrad mehr gefahren." "Möchtest du das Geld für das horizontale Gewerbe ausgeben?" fragte Thomas. "Ich hol mir doch keine Geschlechtskrankheit?" protestierte der Mann. "Ich gebe dir kein Geld, stattdessen nehme ich Dich mit nach Hause, damit Du ein tolles Mittagessen von meiner Frau bekommst." Der Mann erwiderte verdutzt: "Ihre Frau wird aber wütend auf Sie sein. Ich bin dreckig und rieche nicht besonders..."

Darauf Thomas: "Es ist wichtig für meine Frau zu sehen, wie ein Mann aussieht, der Bier, Fussball, Motorrad und Sex aufgegeben hat."

Wind Of Change(2)

Wie ich es bereits hier und hier geahnt hatte, schreitet der Umbau meines Lebens seit 3 Monaten in teilweise atemberaubender Geschwindigkeit voran.

Jetzt schon ist kaum etwas so wie es noch vor einem halben Jahr war. Grundsätzlich ist das auch gut so... aber die hohe Geschwindigkeit ist manchmal hart an einer Grenze, die einem fast schon ängstlich machen könnte.
Was jedoch ganz eindeutig positiv ist, ist die Tatsache, dass es nirgendwo in eine Richtung läuft, wo mein Bauchgefühl üblicherweise "Stop" signalisiert. Deswegen lasse ich es auch so weiter laufen.


Und irgendwann werden die Änderungen keine Änderungen sondern der Alltag sein. Dann ist der Umbau meines Lebens wohl abgeschlossen.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Leadsänger PeZwo

Am Samstag war die zweite Hochzeit, bei der ich diese Woche zugegen war. Eine gute Freundin hat den Mann ihres Lebens gefunden und mich gefragt, ob ich ihren Tag zusammen mit anderen Freunden von ihr musikalisch gestalten möchte. Ich stimmte natürlich zu.

Am Vortag der Hochzeit trafen wir uns zum ersten Mal. Mit dem Pianisten sollte ich die Trauung in der Kirche spielen. Die Stücke waren nicht schwer, die üblichen Kirchenlieder. Interessant war das Arrangement des Trauungsliedes. Wir spielten "Ave Maria" von Bach-Gonuod... ich übernahm mit der Gitarre die Begleitung und er spielte auf der Kirchenorgel jenen Teil, welcher normal gesungen wird.
Nach einer Stunde kamen noch zwei weitere Personen dazu... ein Bassist und eine recht nette Lady, welche die Perkussionsinstrumente spielte. In dieser Besetzung übten wir uns das Abendprogramm ein. Da aber niemand so richtig singen konnte/wollte übernahm ich diesen Part.

DAS war für mich eine Herausforderung. Ich bin ein Gitarrist der ab und zu singt, aber kein Sänger der auch Gitarre spielt. Es war aber für mich eine grosse Erleichterung, dass sich die Stücke großteils in mir wohlbekannten Pop/Rock-Bereich befanden... STS-Stücke, alte Schlager und Rock'n'Roll Nummern, Oldies, das unvermeidliche "Country Roads", ein paar Balladen, auch ein U2-Song... das ging einigermaßen. Nach 3 Stunden Probe gingen wir wieder auseinander.

Am Samstag Nachmittag war zuerst die Trauung. Da war musikalisch höchste Konzentration angesagt... hier steht man sozusagen in der Auslage und es sollen natürlich keine Mißtöne die Zeremonie stören. Es klappte alles halbwegs... die kleinen Fehler wurden kaum bemerkt.

Später am Abend ging es dann zur Sache. Um Mitternacht begannen wir dann als Band zu spielen. Ich wußte, das wird nicht mehr schwer. Die Stimmung war hoch oben, es wurde getanzt und der Alk-Spiegel tat auch das seinige dazu... da fallen ein paar nicht genau getroffene Töne nicht mehr ins Gewicht.
So spielten wir unser Repertoire eigentlich recht locker und dafür, dass wir als Band erst 24 Stunden existierten, erstaunlich fehlerfrei runter. Ich überstand den ersten Auftritt meines Lebens als Sänger recht gut und es hatte sogar viel Spaß gemacht.

Sunday, Bloody Sunday

Ich war bekanntlich kürzlich in Irland. Auf meiner Rundreise kam ich auch durch Nordirland und wir besuchten auch die Stadt Derry. Jene Stadt, in welcher sich neben Belfast die häßliche Fratze des irischen Bürgerkrieges am meisten zeigte.
Auf der Stadtrundfahrt fuhr der Bus durch eine Siedlung wo heute noch immer(!!!) zwischen katholischen und den protestantischen Bewohnern eine Mauer mit Stacheldraht gezogen ist. Die Opfer der Unruhen aus den 70-er Jahren werden immer noch wie Heilige verehrt und ich habe auch jenen Platz besucht, wo der "berühmte" Bloody Sunday passierte und wo ein Museum an dieses Ereignis erinnert... jenes Ereignis welches auch U2 in ihrem ersten großen weltweiten Hit verarbeitet haben.



Hier eine Aufnahme von einem Konzert in Dublin aus dem Jahre 2001. Wie sagte Bono kürzlich sinngemäß, als man ihm zur Lage in seinem Heimatland befragte: "die Mauern in ihren Köpfen sind immer noch nicht vollständig entfernt".



I can't believe the news today
I can't close my eyes and make it go away.
How long, how long must we sing this song?
How long, how long?
'Cos tonight
We can be as one, tonight.

Broken bottles under children's feet
Bodies strewn across the dead-end street.
But I won't heed the battle call
It puts my back up, puts my back up against the wall.

Sunday, bloody Sunday.
Sunday, bloody Sunday.
Sunday, bloody Sunday.
Sunday, bloody Sunday.
Oh, let's go.

And the battle's just begun
There's many lost, but tell me who has won?
The trenches dug within our hearts
And mothers, children, brothers, sisters
Torn apart.

Sunday, bloody Sunday.
Sunday, bloody Sunday.

How long, how long must we sing this song?
How long, how long?
'Cos tonight
We can be as one, tonight.
Sunday, bloody Sunday.
Sunday, bloody Sunday.

Wipe the tears from your eyes
Wipe your tears away.
I'll wipe your tears away.
I'll wipe your tears away.
I'll wipe your bloodshot eyes.
Sunday, bloody Sunday.
Sunday, bloody Sunday.

And it's true we are immune
When fact is fiction and TV reality.
And today the millions cry
We eat and drink while tomorrow they die.

The real battle just begun
To claim the victory Jesus won
On...

Sunday, bloody Sunday
Sunday, bloody Sunday..

Dienstag, 2. Oktober 2007

Schicksal

Manche Ereignisse sind ganz einfach Schicksal... ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein.

Wie auf ORF-Online berichtet, passierte in Zwettl an der Rodel ein fürchterlicher Golfunfall. Eine Deutsche sah ihrem Ehemann beim Golfen zu. Der Ball prallte von einem Baum ab und traf sie genau in das Auge, welches dadurch zerstört wurde. Sie wird wohl trotz sofortiger Notoperation auf diesem Auge blind bleiben.


Wenn das nicht Schicksal ist, dann weiß ich auch nicht.

Montag, 1. Oktober 2007

1.10.1997

Vor ein paar Tagen wurde im Standard daran erinnert, dass vor 10 Jahren an diesem Tag der Briefbomber Franz Fuchs entlarvt wurde.

In mir weckt das Datum eine andere Erinnerung, welche mit Franz Fuchs absolut nichts zu tun hat. An diesem Tag begann die Zeit, welche jene ich als die bislang Schlimmste in meinem Leben ansehe und die nur mehr schwer getoppt werden kann.

Ich steckte schon zuvor in massiven Problemen, aber es waren Auswege zu sehen. An dem Tag jedoch ging ich ins Krankenhaus, weil ich Schmerzen im Unterleib hatte. Die Diagnose lautete "Sigmadivertikulitis". Man machte bei mir eine Darmspiegelung, welche so aussah, dass man mir ein Kontrastmittel einführte und mich dann unter dem Röntgenapparat legte. Als plötzlich Spuren des Kontrastmittels in der Bauchhöhle sichtbar wurden, war höchste Alarmstufe gegeben. Dies bedeutete nicht mehr und nicht weniger, als dass die entzündete Darmwand bereits durchlässig war und Darminhalte in die Bauchhöhle drangen. Es drohte eine massive Bauchfellentzündung und damit Lebensgefahr.

Ein paar Stunden später lag ich im OP. Die Ärzte entfernten mir ca. 30 cm meines Dickdarms. Danach lag ich rund eine Woche an allen möglichen Schläuchen angeschlossen auf der Krankenstation (Katheter, künstliche Ernährung, extrem starke Antibiotika, Schmerzmittel, Drainage usw.). Mein Bauch wurde von einer ca. 12 cm langen Operationswunde verziert, welche nicht genäht sondern geklammert war.


In der zweiten Woche wurden schön langsam die Schläuche entfernt und ich durfte aufstehen und bekam erstmals wieder weiche Nahrung. Als ich mich am 3. Tag der zweiten Woche zu Tisch setzte, dachte ich mir, dass jemand auf dem Sessel etwas ausgeschüttet hat. Mein Nachthemd war plötzlich nass. Es dauerte eine kurze Zeit bis ich bemerkte, dass eine rosarote Flüssigkeit aus meiner Wunde herausfloss. Ich legte mich wieder ins Bett und rief nach dem Doktor.

Der daraufhin gerufene Doktor sah sich die Wunde an und begann zu meinem Entsetzen direkt vor meinen Augen wortlos die Klammern zu öffnen, welche die Wunde zusammenhielten. Auf meine Frage, was los ist und überhaupt warum meinte er, dass mein Körper wegen dem vielen Antibiotika derart viel Wundwasser produziert, dass man die Wunde aufmachen muss. Auf meine Frage, wann sie wieder geschlossen wird bekam ich nur die lapidare Antwort: "Gar nicht. Das wächst von selbst wieder zusammen".

Jetzt lag ich da... und wenn ich auf meinem Bauch blickte, sah ich die lange, offene und auseinander klaffende Operationswunde und konnte mir selbst einige Zentimeter tief ins Fleisch hineinsehen.
Gleich danach bekam ich von der Schwester den Auftrag duschen zu gehen. Ich reagierte entsetzt: "was ist wenn da Wasser in die Wunde kommt?". Die wiederum lapidare Antwort: "Nehmen sie den Duschkopf und spritzen sie das Wasser in die Wunde hinein". Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört... dem war aber nicht so.

Es war eine Überwindung... aber ich machte so wie geheissen. Es war dann in der Praxis nicht ganz so schlimm, wie man im ersten Moment annimmt. Es tat zu meiner Überraschung kaum weh und überhaupt konnte ich mich mit dem offenen Bauch (natürlich war er gut verbunden) verhältnismäßig gut bewegen.

Nach einer Woche durfte ich nach Hause und es dauerte noch weitere 2 Wochen bis die Wunde halbwegs zugewachsen war. Leider bekam ich ein Abzess und der Bauch musste mir nochmals geöffnet werden. Im Klartext... ich lief wieder mit einem offenen Bauch herum und es dauerte wiederum ca. 4 Wochen bis er erneut zusammengewachsen war.

In Summe bedeutete dies über 3 Monate Krankenstand und bezüglich der schon vor der Operation existierenden Schwierigkeiten konnte ich nur noch mehr Schadensbegrenzung betreiben und hatte an den Folgen noch viele Jahre zu knabbern.

Heute, 10 Jahre später erinnert mich noch die lange Narbe an meinem Bauch an die Zeit und ich kann sagen, dass trotz vieler Schwierigkeiten die Sache noch halbwegs glimpflich abgelaufen ist... denn ich weiß: es hätte alles auch noch viel schlimmer kommen können.

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