Dienstag, 17. Juni 2008

Resumee

Nun ist er also zu Ende, der erste Auftritt der österreichischen Nationalmannschaft bei einer Fußball-Europameisterschaft.

2 Niederlagen mit jeweils 0:1, ein Remis und eine Menge von vergebenen sicheren Chancen, die normalerweise zum Gewinn von 2 Partien ausreichen. Zwar waren es Niederlagen mit dem knappsten aller denkbaren Ergebnisse, aber dafür hat unser Nationalteam kein einziges Tor aus dem Spielfluß heraus erzielt. Der Elfer war zwar etwas geschenkt, aber über das ganze Spiel hinweg betrachtet durchaus gerecht.


Ich beurteile den Auftritt der österreichischen Mannschaft tendenziell auf alle Fälle positiv. Sie sind, in der Weltrangliste als No. 92 weit abgeschlagen, als die Mega-Underdogs in das Turnier gegangen. Die Ergebnisse in der Vorbereitung waren teilweise so schlecht, dass niemand von ihnen defacto etwas erwartete... bis auf den Wunsch: "blamiert euch und uns bitte nicht".

Und sie haben das gebracht, was man verlangen konnte... konditionell wirklich Tip-Top haben sie nie aufgesteckt, sie haben gekämpft, alles probiert und phasenweise auch durchaus guten Fußball gezeigt. In Summe: sie haben sich und Österreich nicht blamiert. Daher mein positives Urteil.


Gleichzeitig zeigte die Euro'08 natürlich deutlich wiedermal die Schwächen unserer Fußballer auf. Die Pässe kommen nicht so genau wie bei den Top-Spielern, der Ball konnte im entscheidenden Moment nicht exakt genug gestoppt werden und vor dem Tor fehlte einfach der Überblick und die Coolness um das gute Spiel auch im Ergebnis abzubilden.
Allerdings muss ich den Mannen von Hickersberger auch zugestehen, dass sie den riesigen Abstand zur Weltspitze in diesem Jahr deutlich verkleinert haben.

Hickersberger hat einen sehr guten Job gemacht. Er hat aus den sehr jungen Kickern eine wirkliche Mannschaft geformt, die ihr Leistungshoch noch vor sich hat. Jetzt stellt sich die Frage, ob Hicke von Flanke noch weitermacht oder nicht. Angeblich soll sich dies in den nächsten Tagen entscheiden. Ehrlich gesagt tippe ich aus dem Bauch heraus eher darauf, dass er nicht weitermachen wird. Ich würde es mir aber wünschen, dass er seine Arbeit fortsetzt und selber die Früchte für die Knochenarbeit der letzten beiden Jahre erntet. Denn wenn man sieht wie sehr dieses eine Elfertor bejubelt wurde und diese Begeisterung der letzten Tage betrachtet, dann ahnt man dass der Fußball in Österreich durchaus Zukunft haben könnte... wenn wir es schaffen leistungsmäßig wieder an die europäische Spitze anzuschließen.

Montag, 16. Juni 2008

das Spiel der Spiele

... zumindest aus österreichischer Sicht bei dieser EM steht bevor.

Ich erwarte für heute eine Emotionsschlacht sondergleichen. Die österreichische Nationalmannschaft hat die Chance sich jede Menge nationale und internationale Anerkennung zu holen. Dafür reicht es schon aus wenn wir gegen die Deutschen per Remis ausscheiden und sie dabei ziemlich geärgert und gefordert haben. Denn, wie man gegen Polen gesehen hat kann man auch ein Fußballmatch, was 1:1 endet, gewonnen haben.

Requiem

Ich hatte heute abend endlich Zeit und Muße die Aufnahme von den Konzert vor einem Monat zu bearbeiten. Ich bin mit den Stücken von mir nur teilweise zufrieden. Am besten ist mir mein persönliches Requiem gelungen.

Dieses kleine, kurze und einfache Instrumentalstück habe ich in den Monaten nach dem Tod meines Vaters geschrieben. Es beschreibt emotional die Situation auf der Intensivstation. Er lag bereits im Koma und man spürte, dass er nicht mehr genesen wird. Meine damaligen Emotionen waren keine Wut oder Ohnmächtigkeit sondern Traurigkeit, innere Verabschiedung und Akzeptanz der Situation. Diese Stimmung habe ich in diesem kleinen persönlichen Requiem auf meinen Vater eingefangen.

Wer möchte kann es sich herunterladen und anhören:
requiem (mp3, 2,347 KB)

Samstag, 14. Juni 2008

Urlaubsvorbereitungen 2008

Träumen tue ich schon lange davon... und bald ist es soweit. Die Fähre ist gebucht und die Buchungen sind bestätigt. Sie wird morgen in einem Monat in Bergen, Norwegen, ablegen und 2 Tage später befinde ich mich auf Island, dem Land der Vulkane, Geysire und Gletscher.
island_geysir

Eigentlich wird meine Reise am Fr. 11.7. losgehen. Am Abend fahren wir los Richtung Hamburg. Wie ich aus dem Vorjahr noch weiß, werden wir Samstagmittag dort sein. Es ist ein kurzer Besuch geplant. Dann geht es weiter nach Dänemark, Odense. Dort werde wir auf einem Campingplatz zum ersten Mal nächtigen.

Am Sonntag ist zuerst ein Besuch in Kopenhagen geplant und dann geht die Reise weiter über Schweden nach Norwegen. Dort ist eine zweite Nächtigung geplant und am Montag geht es weiter nach Bergen. Dienstag, der 15.7. um 9h legt die Fähre ab. Sie fährt zuerst zu den Färoer Inseln, anschließend legt sie in Schottland an und erst dann nimmt sie Kurs auf Island.

Wenn ich diese Reise gemacht habe, ist wieder einer meiner ganz großen Urlaubsträume erfüllt.

Freitag, 13. Juni 2008

Geschichtsverfälschung

Nur für den Fall, dass es noch irgend jemand gibt, der es NICHT weiß: Österreich hat Deutschland bei der Fußball-WM 1978 besiegt. Und zwar in Cordoba. Ja!

Das weiß doch jeder. Hmmm, wirklich jeder?


Man kann es sich fast nicht vorstellen, aber es gibt Menschen, die dies nicht wissen. Nein, ich spreche nicht von einem Mönch im tibetischen Hochland. Auch nicht von einem Eskimo, der in Grönland seinen Lebensunterhalt mit Fischen verdient. Ich spreche von dem Weltfußballverband FIFA. Der weiß es nicht. Der ist der Meinung, dass das Spiel stattfand in ... bitte schaut selbst nach und achtet auf den Spielort: *klick*


Ich würde sagen: wenn die oberste Fußballbehörde dies so veröffentlicht, wird es schon stimmen. Ich schlage daher vor, dass ab nun jeder, der von Cordoba schreibt oder spricht, eine Strafe für Geschichtsverfälschung erhält und von dieser EM als Zuschauer ausgeschlossen wird.

Doppelpack

Es war eine Nervenschlacht, bei welcher ein Mann 2 Tore erzielte. Zuerst gab der Schiedsrichter ein Abseitstor der Polen und dann schenke er Österreich einen Elfmeter. Ohne seiner Pfeiffkunst wäre das Spiel 0:0 ausgegangen, also muss man eigentlich ihm die Tore zurechnen. Irgendwie muss man ihm dankbar sein, denn ohne ihn wäre es fad geworden.

Aber auch bei einer Niederlage hätte sich Österreich trotz des gegebenen Abseitstores nicht beschweren dürfen. Wer solche Chancen in dieser Menge so einfach vernebelt hat das Recht auf einen Sieg verwirkt.


Die Kroaten haben gegen die Deutschen in der Tat eine hervorragende Figur gemacht. Und deren Sieg hat eine ganz eigene Konstellation mit sich gebracht. Eigentlich hätte uns ein Sieg gar nichts gebracht, außer er wäre mit 3 Toren Differenz ausgefallen (was aufgrund der Anzahl der Chancen gar nicht mal so abwegig war). Erst dann hätte uns ein Remis gegen die Deutschen gereicht. So steht uns eine Emotionspartie sondergleichen bevor... wobei Österreich allerdings einen Vorteil besitzt: sie haben im Gegensatz zu den Deutschen nichts zum verlieren.

Und wie hat es Gulogulo kürzlich so treffend geschrieben? ...und gegen die deutschen erzielt der hansiburli, in der 80 minute reaktiviert und eingewechselt, wie von ihm gewohnt das 3 zu 2...

Donnerstag, 12. Juni 2008

Spekulationen

Im Grunde schaut es schon recht schlecht mit Österreich bei dieser EM aus.

Bei einer Niederlage sind wir sicher ausgeschieden, bei einem Unentschieden so gut wie. Ok, aber nehmen wir einfach mal an, dass Österreich das Spiel heute gewinnt. Dann ist Polen draußen.

Im dritten Spiel hat Kroatien somit gegen einen Gegner, der nichts mehr zum Gewinnen hat, während sie selbst in jedem Falle noch Chancen auf den Aufstieg haben. Dreimal darf man raten was das heißt.

Österreich muss dagegen gegen das übermächtige Deutschland antreten und die werden sich sicher die Schmach einer Niederlage nicht antun... auch dann wenn sie keine Punkte mehr für den Aufstieg brauchen.


Da die Schweizer jetzt schon draußen sind, wird die EM vermutlich ab dem Viertelfinale ohne ihre Veranstalter auskommen müssen :(

Startschuss zum "Königsmord"

Jetzt wird's eng... und ernst. Helmut Zilk gab diese Woche mit diesem Interview defacto den Startschuss für Neuwahlen in Österreich.
Eigentlich hätte der Bruch der Koalition schon vor 2 Monaten erfolgen müssen. Einzig und allein die bevorstehende Euro bewahrte die SPÖ vor dem Schritt.


Es wurde schon im Wahlkampf 2006 immer wieder kolportiert, dass Alfred Gusenbauer nicht das Format für einen Bundeskanzler hat. Leider kristallisierte es sich in den letzten beiden Jahren immer mehr heraus, dass diese Behauptung doch keine Wahlkampfpropaganda war. Und der Vorwurf den die sozialdemokratische Legende Helmut Zilk erhob "Gusenbauer kann nicht führen" ist so ziemlich der schlimmste Vorwurf, den man einen Bundeskanzler machen kann.

Aber nicht nur für Gusi wird es eng, auch für die SPÖ schaut es ganz düster aus. Im Standard habe ich darüber einen sehr guten Artikel gelesen.


Ich behaupte mal, dass wir spätestens im Herbst zu den Wahlurnen schreiten werden. Traut sich wer dagegen zu wetten?

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