Mittwoch, 3. März 2010

Sicherheitskontrollen(2)

Seit 4 Monaten bin ich nun unterwegs... am Anfang der Woche fliege ich nach Düsseldorf/Duisburg, gegen Ende der Woche wieder zurück, so wie jetzt gerade.

Ich habe im Wesentlichen immer das gleiche Gepäck dabei... ein Koffer, den ich beim Check-In abgebe und meine Computertasche, die ich als Handgepäck ins Flugzeug mitnehme. Natürlich wird diese bei der Personenkontrolle per Scanner genau geprüft ob sich nicht verbotene Gegenstände darin befinden und in der Tat wurden ja bei mir bereits einmal hochgefährliche Substanzen gefunden.

Diese Computertasche ist zu 95% immer gleich gefüllt... Laptop, Maus, Kabel, Zutrittskarten Unterlagen, Block, Schreibzeug, leere CDs, alle möglichen Stecker, USB-Festplatte, Schere, Regenschirm, Schuhputzzeug, Deodorant und noch so mancher Kleinkram (ja, ich gäbe wohl eine gute Frau ab). Abgesehen von den Flüssigkeiten wurde in diesen 4 Monaten nie etwas beanstandet.

Vorhin kam ich wieder durch die Sicherheitskontrollen, die ich mittlerweile schon sehr routiniert bewältige. Der Security-Offizer holt nach dem Scan meine Computertasche, zieht die Schere hervor und erklärt mir, dass sie zu lange und daher verboten ist.

"Wie bitte???? Ich fliege diese Strecke seit 4 Monaten, seit 4 Monaten ist die Schere mit dabei und sie hat noch nie irgendjemanden gestört. Wieso jetzt plötzlich?!?!?!"

Ich explodierte fast. Der arme Teufel blickte ziemlich schuldbewusst drein.

"Und wie viele Dinge sind da noch in der Tasche, wo in ein paar Wochen oder Monaten plötzlich irgendwer drauf kommt, dass ich sie gar nicht mitnehmen darf?"... ich war so richtig schön in Fahrt.

Er tat mir fast schon Leid, denn er hatte seine Vorschriften und konnte natürlich nichts dafür. Er brachte dann ein Kuvert, gab die Schere hinein und erklärte mir, wo ich sie nächste Woche wieder abholen kann. Dann soll ich sie bei meinem nächsten Abflug in den Koffer geben, dort darf sie nämlich transportiert werden.

Ich bin also 4 Monate lang mit einer verbotenen Schere herum geflogen und habe kein einziges Flugzeug entführt. Jeder potentielle Terrorist muss bei diesen vielen vergebenen Möglichkeiten nasse Augen bekommen. Für mich bleibt es aber ein Rätsel, wieso die Schere 4 Monate lang nie bemerkt bzw. beanstandet wurde.

Dienstag, 2. März 2010

Pilotenwarnstreik

Wie ich soeben auf ORF-Online erfahre, sind bei Air-Berlin in den nächsten Tagen Warnstreiks geplant.

PeZwo möchte am Freitag einen Kurzurlaub machen und wird mit der Airberlin nach Mallorca fliegen.



Jungs, spielt euch ja nicht. Macht mir nur keinen Blödsinn!!!

Kündigung der ganz speziellen Art

"Man glaubt es kaum, aber es stimmt wirklich". Mit diesen Worten begann auf dem Sender N24 eine Meldung, dass eine Kündigung vom Arbeitsgericht aufgehoben wurde.

Dann wurde über den Hintergrund berichtet und ich konnte es tatsächlich kaum glauben. Ein ca. 40 Jahre alter Arbeitnehmer ist seit 19 Jahren als IT-Mitarbeiter für seine Firma tätig. Für den ca. 2km langen Weg in die Arbeit benutzte er einen Elektroroller. Da passierte es, dass ihm auf halber Strecke der Strom ausging. Er schob das Gerät bis zum Firmengebäude, nahm den Roller mit ins Büro und steckte ihn zwecks Aufladung der Batterie an die Steckdose.

Dem Abteilungsleiter störte das Gerät und er bat den Mitarbeiter, es aus dem Büro zu entfernen. Dabei fiel ihm auf, dass das Gerät an der Steckdose angesteckt war.

Als der Mitarbeiter am nächsten Tag die fristlose Kündigung erhielt, glaubte er zunächst noch an einen Scherz. Es war aber keiner. Der Arbeitgeber hat den unbescholtenen langjährigen Mitarbeiter allen Ernstes wegen Stromdiebstahls gekündigt. Das Aufladen des Rollers kostete der Firma ganze 1,8 Cent. In Worten eins Komma acht Cent.

Wer das alles, so wie ich, auch nicht so recht glauben kann, hier ist die dazugehörige Meldung auf N24 und hier wird der Fall noch etwas genauer erwähnt.

Das Arbeitsgericht hob jetzt die Kündigung wieder auf. Aber nicht wegen dem geringfügigen Betrag, sondern weil der Mitarbeiter unbescholten war und vorher keine Abmahnung erhalten hat.

Mir fehlen die Worte.


Übrigens, der Arbeitgeber glaubt sich aber nach wie vor im Recht und ging in Berufung. Über seine Motive kann spekuliert werden.

Montag, 1. März 2010

Frechheit siegt

Ja, sie stehen am EU-Pranger... die Griechen. Gefälschte Wirtschaftsdaten verschleierten, dass sie das von der EU akzeptierte Budgetdefizit von 3% gleich um 300% auf 12% überzogen haben. Noch schlimmer: sie haben sich den EU-Beitritt und die Zustimmung zum Euro damals durch falsche Angaben ergaunert, mit Unterstützung des Investmenthaus Goldman&Sachs.

Starker Tobak.

Umso erstaunter war ich, als ich diese Woche die große Lippe vernahm, mit der Griechenland auftritt. Als sie dann nach Vorwürfen aus Deutschland doch etwas in Argumentationsnotstand gerieten, riefen sie zum Boykott deutscher Waren auf. Gleichzeitig zogen sie prompt - das funktioniert immer - die Nazi-Karte, und erklärten doch glatt, dass an ihrer heutigen Finanzmisere niemand anderer Schuld hat als eben diese Deutschen... schließlich hatte ihnen Hitler vor 70 Jahren ihr Gold geraubt. Da hat ja Ägypten noch richtig Glück gehabt, dass sie nicht auch noch die Feldzüge von Alexander dem Großen als Grund für ihr Unglück anführten.

Vorhin sah ich im Sender n-tv einen Report von Spiegel-TV über das Steuer-Schlaraffenland Griechenland, wo
  • die Angestellten nur 6,7% ihres Gehaltes an die Rentenkasse einzahlen, dafür aber
  • 95% des letzten Gehaltes als Pension bekommen
  • die Frühpension (teilweise mit 50 Jahren) mehr Regelfall als Ausnahme ist
  • Steuerhinterziehung nicht der Ausnahme- sondern der Normalfall ist
  • Ärzte als Monatseinkommen mit 1300 Euro angeben und dies auch versteuern. Jene Einnahmen, welches die Patienten direkt per Kuvert über den Schreibtisch reichen, werden als steuerfrei betrachtet.
  • Schmiergelder ganz offen in so einem Ausmaß gezahlt werden, dass Österreich dagegen ein richtiger Musterknabe ist.
Spiegel-TV ist für halbwegs seriösen Journalismus bekannt. Wenn dies alles auch nur ansatzweise stimmt, dann fragt man sich wirklich woher die Griechen die Frechheit hernehmen so aufzutreten, wie sie es jetzt tun.

Aber es scheint auch hier das "too big to fail" Prinzip zu gelten, wie der heutige Artikel im Standard von Joska Fischer zeigt. Die EU scheint bereit dazu zu sein, die Kröten-Suppe auszulöffeln, die die Griechen zubereitet haben.


P.S. will Peter Pilz vielleicht nicht doch nach Griechenland auswandern? Dort wartet ein Paradies auf ihn.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Flugangst

Hier in Duisburg lerne ich bei meinem Kunden immer mehr Mitarbeiter kennen. Sie erkennen an meiner Aussprache, dass ich kein Deutscher bin und bald werde ich auf meine Herkunft angesprochen. Irgendwann bekommen sie mit, dass ich nicht - wie erwartet - hier lebe sondern regelmäßig mit dem Flugzeug pendle. Dies sorgt immer wieder für Erstaunen.

"Haben sie denn gar keine Flugangst?"

Bei dieser Frage muss ich immer lächeln. Meistens antworte ich mit einem alten Schmäh: "Es ist noch nie jemand oben geblieben".

Dann und wann hört oder liest man in den Nachrichten, dass irgendwo auf dieser Welt ein Flugzeug abgestürzt ist. Richtig. Aber... genau das beruhigt mich. Wenn ich am Flughafen sitze und aus dem Fenster sehe, dann starten und landen permanent Flugzeuge. So ist das den ganzen Tag und nicht nur auf dem Flughafen, sondern auf auf ganzen Welt ist das so. Jedes Mal, wenn ein Flugzeug abstürzt oder etwas anderes passiert, dann erfahre ich durch die Medien davon. Eigentlich sollte in Anbetracht des regen Flugbetriebes viel mehr passieren.

Oder anders formuliert, wenn tödliche Autounfälle weltweit medial genau so behandelt werden würde wie Flugzeugabstürze, dann hätten wir täglich doppelt so dicke Zeitungen.


Nein, ich habe wirklich keine Flugangst. Ich sitze sehr entspannt im Flugzeug und vertiefe mich meistens in ein Buch. Sollte mein Flieger dennoch einmal in ungeplanter Art und Weise runter kommen, dann hat es mein Schicksal so wollen.

Montag, 22. Februar 2010

Die Bibel

Gleich vorweg: ich wurde zwar getauft, aber aufgrund meines damaligen Alters von wenigen Monaten kann ich beweisen, dass ich unzurechnungsfähig war und vermutlich auch nicht einmal nicht gefragt wurde. Etliche Jahre später, als die Kirche dann einen Anteil von meinem damals sehr dürftig ausgefallenen monatlichen Lohn haben wollte, nutzte ich meine inzwischen erlangte Volljährigkeit und machte die damals über meinem Kopf hinweg getroffene Entscheidung wieder rückgängig, indem ich austrat.


Ich bin nicht besonders christlich. Meine generelle Einstellung gegenüber Religionen ist zwar nicht völlig ablehnend, aber reichlich skeptisch und vorsichtig. Die Bibel des Christentums, das Buch "die Bibel" habe ich in jungen Jahren im Religionsunterricht einmal ansatzweise gelesen. Spätere Versuche scheiterten an Interesselosigkeit.

Aber kürzlich kam ich mit einem interessanten Projekt in Berührung. Der Schauspieler Ben Becker liest mit seiner geschulten Stimme die Bibel vor, begleitet von dramatischen Klängen eines Orchester. Das ist ein interessantes Experiment. Ich habe mir dann das entsprechende Hörbuch besorgt und ich gebe es zu... diese Art der Darstellung weckt mein Interesse.

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