Montag, 28. September 2009

Duisburg

Es sieht ganz so aus als würde es jetzt ernst werden. Ich erfuhr vor einigen Wochen, dass ich für ein Jahr lang einen Kunden in Duisburg angeboten worden bin. Am Freitag Abend kam die Bestätigung. Der Kunde hat die Beauftragung für mich unterschrieben. Es wurde mir aber bis jetzt immer noch nicht gesagt, was genau ich dort überhaupt tun soll... irgend ein bestimmtes Projekt durchführen? Tagesbetrieb unterstützen? Ich weiß nur, dass es um den Bereich Vertrieb und Materialwirtschaft gehen soll. Typisch für meinen Job.

Mitte Oktober soll es losgehen. Ab diesem Zeitraum soll ich jede Woche 3 Tage Vorort beim Kunden sein. Da Duisburg für mich nicht gerade um die Ecke ist, bereitet mir diese Tatsache etwas Kopfschmerzen. Es ist in meiner Lebensplanung nicht vorgesehen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt dauerhaft in das Ruhrgebiet verlege. Ich weiß, dass es technisch möglich ist für diese Firma auch von Zuhause über das Internet zu arbeiten. Es stellt sich jedoch die Frage ob eine remote Tätigkeit praktisch auch möglich ist bzw. mein Auftraggeber dies akzeptiert. Das ist für mich im Moment noch nicht abschätzbar.

Auf Grund der langen Anreise (1 Strecke = 8 Autostunden) werde ich wohl die meiste Zeit per Flugzeug anreisen (Gott sei Dank leide ich nicht unter Flugangst). Es gehen täglich mehrere Flüge von Wien nach Düsseldorf hin und retour. Die restliche Strecke nach Duisburg zum Kunden wird per Zug und Strassenbahn zurückgelegt. Die gesamte Anreisezeit von Haustüre zu Haustüre soll lt. Auskunft von wissenden Arbeitskollegen angeblich etwas mehr als 3 Stunden betragen. Na gut, das würde noch halbwegs erträglich sein.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was da wieder auf mich zukommt.

Ein halbes Leben

Ich habe soeben in ORF2 den österreichischen preisgekrönten Film "Ein halbes Leben" gesehen.

Der Film zeigt sehr einfühlsam über viele Jahre hinweg das Leben eines Ehepaars, dessen Tochter das Opfer eines ungeklärten Sexualmordes geworden ist und fast an der Tat zerbrochen ist. Parallel dazu sah man das Leben des Täters, wie diese Tat auf ihm lastete, ohne sich jedoch dieser Schuld zu stellen und er sich ein Leben aufbaute und zu einem fürsorglichen und gutem Vater wurde. 20 Jahre nach der Tat führte die inzwischen entwickelte Technik DNA-Analyse dazu, dass er doch noch gefasst wurde.

Wow... der Film war so richtig gut. Ich habe schon lange nicht mehr einen so sensiblen, fesselnden und auch irgendwie spannenden Streifen gesehen. Es wurde ohne Schuldzuweisungen bzw. erhobenen Zeigefinger und auch sehr realistisch sowohl die Opfer- als auch die Täterperspektive gezeigt, wie sie versuchten mit der Tat umzugehen. Der Täter wurde sehr menschlich gezeigt, ohne jedoch seine Tat in irgendeiner Form zu entschuldigen oder ihre Schwere herabzusetzen. Am Ende blieb die Frage, ob die späte doch-noch-Aufklärung des Verbrechens für die Eltern etwas verbessert hat, im Raume stehen.

Obwohl ich bei Beginn des Filmes schon müde und knapp vor dem Einschlafen war, bin ich jetzt hellwach. Am meisten bin ich über den Hauptdarsteller Josef Hader erstaunt. Mir war er bisher nur als Kabarettist ein Begriff, aber ich stellte heute fest dass er auch ein ganz hervorragender Schauspieler ist.

Es macht mich fast stolz, dass das ein österreichischer Film ist.

Freitag, 25. September 2009

Herbst

Mann, war das bisher ein toller Herbst. Diese Jahreszeit ist nicht umsonst meine Lieblingsjahreszeit. Der Winter ist mir zu kalt, zu finster und zu nass. Im Frühling plagen mich die diversen Pollen und im Sommer leide ich unter der Hitze.

Aber der Herbst ist genau richtig. Mich friert nicht, ich schwitze nicht. Ich brauche auf keinen Asthma-Spray zu denken, wenn ich das Haus verlassen will und das Farbenspiel der Wälder ist teilweise atemberaubend. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das Wetter im Oktober auch noch so hält wie es jetzt im September war.

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Ich bin ein Herbst-Fan.

Sonntag, 20. September 2009

Lernfähigkeit auf Österreichisch

Unter einem roten Kanzler, der die FPÖ mit Nichtbeachtung besiegen wollte, stiegen sie von 1986 - 1999 auf... die jeweilige Reaktion der SPÖ auf blaue Gewinne nach einer Wahl bestand regelmäßig darin, dass das bisherige Verhalten noch weiter verstärkt wurden.

Unter einem schwarzen Kanzler stürzten sie in der Wählergunst gewaltig ab. Dessen offensichtliche recht effektive Methoden im Umgang mit der FPÖ wurden/werden bis heute geringschätzig abgetan.

Seit 2006 haben wir wieder einen roten Kanzler. Die Rezepte aus den 90-er Jahren wurden erneut übernommen und schon eilen die Blauen wieder von Sieg zu Sieg.


Vermutlich wird es für diese Abfolge jetzt wieder genug Begründungen geben, warum die Roten im Umgang mit der FPÖ immer schon alles richtig und die Schwarzen immer schon alles falsch machten. Und es wird zum ich-weiß-nicht-wievielten-Mal das Verhalten von Menschen vor 70 Jahren, die alle schon gestorben sind, für die Gegenwart herhalten müssen. Aber nur nicht die eigenen Strategien in Frage stellen oder vielleicht sogar dem politisch anderen Lager Anerkennung zukommen zu lassen. Den Schuld sind ja eh immer die anderen.

Und das Vorarlberger Wahlergebnis wird sich anderswo wiederholen und sie werden wieder nichts gelernt haben.

Donnerstag, 17. September 2009

District 9

Heute Abend war ich wiedermal im Kino. Der Film "District 9" hatte eine interessante Story. Aliens sind vor 30 Jahre auf der Erde ganz offiziell gelandet. Aber nicht um die Erdbewohner zu überfallen. Sie konnten aus ungenannten Gründen nicht zurück auf ihren Heimatplanteten, so benötigten sie schlicht und einfach Asyl. Den Aliens wurde ein Ghetto zur Verfügung gestellt, welches im Laufe der Jahrzehnte immer mehr verfiel und die Kriminalität sowie die Abneigung der Menschen gegen die Aliens immer mehr anstieg. Eine Rahmenhandlung, die vielversprechend klingt.

Bei der wöchentlichen Filmempfehlung auf Ö3 hat P.A.Straubinger den Film ziemlich gelobt, ihn sozialkritisch genannt und sogar acht (von zehn) Punkten vergeben. Normalerweise kann man sich auf seine Empfehlungen durchaus verlassen, aber diesmal war ich etwas enttäuscht.

Die Filmhandlung war reichlich unlogisch und sozialkritische Aussagen sowie irgendeinen Tiefgang vermisste ich auch. Gegen Ende sah ich schon auf die Uhr, wie lange er noch dauert. Nein, der Film ist nicht mein Ding gewesen.

Mittwoch, 16. September 2009

Ungewöhnliche Gaumenfreuden

Dies ist der Untertitel einer Fernsehsendung aus der Serie Taboo, gesendet vom Sender National Geographics, die ich mir gerade ansehe. In dieser Serie werden Gebräuche und Sitten von anderen Kulturen gezeigt, die wir in unseren Kulturkreis als sehr ... ähhh .... sagen wir fremdartig empfinden:
Sitten und Gebräuche, die in bestimmten Kulturen praktiziert werden, sind in anderen streng verboten. Die Serie verschafft Einblicke in fremde Welten und Rituale, die ein Außenstehender so gut wie nie zu Gesicht bekommt und erkundet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten menschlichen Zusammenlebens. Der Zuschauer erfährt, wie verschiedene Gesellschaften mit Begriffen wie Gerechtigkeit, Krankheit und Schmerz umgehen, wie unterschiedlich sie sich ernähren und wie sie ihre Körper im Namen der Schönheit verändern.


Vorhin wurde ein Restaurant in China gezeigt, wo nur Penis von den verschiedensten Tierarten auf der Speisekarte angeboten werden. Die Gäste kommen, weil sie sich von dem Verzehr eine gesteigerte sexuelle Leistung versprechen... und angeblich klappt es auch. Naja... das hat sicher Dr. Placebo diagnostiziert.

Dann war ein indonesischer Stamm zu sehen, wo Taranteln eine ganz normale tägliche Mahlzeit darstellt. Die Innereien sind eine besondere Spezialität, die nur der Stammesälteste bekommt. Den Rest bekommt der ganze Stamm.

Etwas härter zum Verkraften ist ein Brauch auf den Philippinen. Da werden befruchtete Enteneier nach ca. 18 Tage Brutzeit gekocht und nachher zur Gänze verspeist. Inklusive Entenfötus, versteht sich. *schluck*



Und? Ekelt es schon? Zum Trost sei gesagt, dass der Verzehr eines ganz normalen Schimmelkäse (so wie er bei uns überall zum Kaufen ist) dafür wiederum bei den Asiaten so einen richtiges Ekelanfall auslösen.

Andere Länder, andere Sitten.

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