Montag, 8. Februar 2010

Berlin, Alexanderplatz

Nein, ich meine nicht das berühmte Buch von Alfred Döblin... ich meine den Ort, wo ich mich gerade befinde.

Ich befinde mich diese Woche zwecks Weiterbildung in der deutschen Hauptstadt und mein Hotel befindet sich direkt neben dem Alexanderplatz. Die Autofahrt nach Berlin war zu meiner Freude sehr problemlos und dauerte exakt 6 Stunden. Nach meiner Ankunft begab ich mich zum Alexanderplatz um noch etwas zu essen. Normalerweise bin ich recht sparsam, aber heute gönnte ich mir ein Essen in einem Steakhouse um 23 Euro.

Danach ging ich wieder ins Hotel zurück, schaute etwas fernsehen und schlief recht rasch ein. Dummerweise erwachte ich knapp nach Mitternacht wieder und bin seit dem putzmunter.

So schaue ich im ARD die Super Bowl und konnte in der Pause den Auftritt der Who live miterleben. Leider waren das Bild und der Ton zeitverschoben, aber das tat der Musik keinen Abbruch.

Ich bin froh, dass der Kurs morgen heute erst um 10h beginnt. Damit ist die Chance, dass trotz einer verkürzten Nacht ich trotzdem einigermaßen ausgeschlafen hinkommen werde, immer noch gegeben.

Samstag, 6. Februar 2010

5. Blog-Geburtstag

Unglaublich. Schon so lange.

Club 2

Es gab letzte Woche einen Club 2 zum 10-jährigen Jubiläum der Angelobung von Blau-Schwarz. Da ich zu dieser Zeit in Deutschland war, habe ich ihn mir erst heute über die ORF TvThek angesehen.

Negativ-Emotion pur. Klar war die Schwarz-Blaue Regierung nicht das Optimum so wie so viele anderen Regierungen vor und nach ihr auch. Aber diese geballte Dramatisierung dieser Zeit, die da teilweise immer noch stattfindet, empfinde ich als überzogen und kontraproduktiv. Die Angriffe, die da Grasser/Scheibner teilweise entgegen geschleudert wurden, waren unverhältnismäßig, subjektiv und teilweise auch dumm... an vorderster Front Hubsi Kramer. Das war unprofessionell, was da geboten wurde.

Man kann über Grasser sagen was man will, man kann ihn mögen bzw. zustimmen oder auch nicht, aber in der Diskussion ist er gut. Er blieb immer ruhig und sachlich. Es war ein leichtes Spiel für ihn, diese großteils undifferenzierten Angriffe problemlos zu parieren.

Auch Scheibner hatte ein paar gute Momente, aber am meisten hat mir Van Staa gefallen. Was er sagte hatte Hand und Fuß und war auch differenziert.

Diese teilweise schon hysterischen Tiraden des rot/linken Lagers wirkten auf mich befremdend und manchmal sogar abstoßend.

Donnerstag, 4. Februar 2010

10 Jahre

Heute vor 10 Jahren wurde bekanntlich die umstrittene Schwarz-Blaue Regierung angelobt.

Ich persönlich bin heute immer noch der Meinung, dass dies damals der einzig richtige Schritt war. Rot/Schwarz war definitiv am Ende, da ging nichts mehr. Eine gewaltsame Fortsetzung der großen Koalition hätte nur Jörg Haiders Erfolgslauf noch weiter verstärkt und an dessen Ende wäre wohl unausweichlich bei der nächsten Wahl der Bundeskanzlerjob für ihn ganz konkret in Reichweite gewesen. Da sind mir die Nachteile, die Schwarz-Blau mit sich brachte, immer noch lieber als so ein Szenario.

Streik

Heute morgen ging ich hier in Duisburg wie gewohnt vom Hotel zur Straßenbahn um zu meinem Kunden zu gelangen. Da erwartete mich eine unliebsame Überraschung. Aufgrund von Streikmaßnahmen der Duisburger Verkehrsbetriebe fährt heute keine Straßenbahn.

Na bravo.

Mit viel Glück bekam ich bei einem nahe liegenden Stand ein Taxi. Der Taxifahrer erzählte mir, dass die Gewerkschaft 5% Lohnerhöhung fordert und die Arbeitgeber nur 3% gewillt sind zu gewähren. Dies erstaunt mich etwas. Bei uns in Österreich wären 5% eine gewaltige Erhöhung. Wir plauderten auf der Fahrt so dahin und er erzählte mir einiges von den wirtschaftlichen Verhältnissen hier im Ruhrgebiet. Sein schwerster Fehler war, dass er vor Jahren bei seinem früheren Arbeitgeber Thyssen-Krupp der Auflösung seines Dienstverhältnisses wegen einer hohen Abschlagszahlung akzeptiert hatte. Danach hat er keine vernünftige Arbeit mehr gefunden.
Aus seiner Sicht begann die Misere mit dem Euro. Danach hat sich alles derart verteuert, dass man kaum mehr vernünftig leben kann.

Ich bezweifelte seine "nur-der-Euro-ist-schuld"-Theorie, aber ich bemerkte sehr schnell, dass diese Denkweise stark in ihm verankert war. In jedem Fall bestätigte sich wieder mein Eindruck, dass das Ruhrgebiet hier zu einem wirtschaftlichem Notfall geworden ist.


Da es heute Abend wieder zurück nach Österreich geht, habe ich mir schon vorsorglich für 18h ein Taxi reserviert. Gott sei Dank streiken die Fluglinien nicht.

Dienstag, 2. Februar 2010

ein unmoralisches Angebot

Die Frage, ob ein Staat eine CD mit gestohlenen Kundendaten von hochsensiblen Bankgeschäften verwenden darf, um Steuersünder zu entlarven, spaltet die Fachwelt, Juristen und Politiker.

Die ablehnende Reaktion der Schweizer erstaunt wenig. Da geht's um ihren Ruf. Wenn die Reichen aus Sicherheitsgründen Geld aus der Schweiz abziehen beginnen, dann haben die Eidgenossen ein Problem.

Aber mich wundern so manch negative Reaktionen aus Deutschland. Käme ein Apotheker drauf, dass Ärzte die Krankenkassen betrügen, so würde jeder von ihm erwarten, dass er dies aufdeckt. Warum soll dies für einen Informatik-Mitarbeiter nicht gelten? Ich bin mir recht sicher, dass Deutschland diese heikle CD kaufen wird... schließlich hat die Regierung mit dieser Aktion die große breite Masse der Wähler hinter sich... gepaart mit der Aussicht auf viele Millionen zusätzliche Euros für die leeren Staatskassen ist die Kritik von einigen Reichen, Juristen und Datenschützern schon auszuhalten.

Wäre ich Merkel, ich würde die CD auch kaufen. Der Bürger verlangt von einem Staat und der öffentlichen Hand jene 100%-ige Korrektheit, die er sich im Gegensatz dazu selbst nicht auferlegt. Ich bin nicht der Meinung, dass der Staat immer 100% korrekt sein muss. 99,9% tun es auch.

Montag, 1. Februar 2010

wirklich Zufall?

Vor einigen Tagen bekam ich ein Buch geschenkt. Es handelt sich dabei um einen Roman basierend auf einer wahren Begebenheit. Er heißt "Gierige Bestie", wurde von dem bekannten österreichischen Profiler Thomas Müller geschrieben und es dreht sich um ein Wirtschaftsverbrechen. Die Handlung ist jedoch nur ein Aufhänger für die eigentliche Botschaft, die Thomas Müller mit dem Buch vermitteln möchte. Diese besteht darin, dass Müller die "moderne" Art und Weise wie Firmen heutzutage geführt werden (Profitgier, Mobbing, schlechte Strategien, mangelndes Führungsverhalten) anprangert und aufzeigt.


Heute machte mich jedoch etwas sehr stutzig.
Es geht in dem Buch um einen EDV-Techniker, der von einem Institut sehr sensible Daten gestohlen hat und damit droht sie zu veröffentlichen. Es wird nicht bekannt in welchem Land dies passiert, um welchen Firma bzw. Branche es sich handelt und es kommt nie heraus, was für Daten dies sind... es wird nur erwähnt, dass sich bei ihrer Bekanntmachung in mehreren Ländern gesellschaftliche Umwälzungen zu erwarten wären. Allerdings ist der EDV-Techniker kein gewöhnlicher Krimineller. Er ist ein hochqualifizierter und idealistischer, aber sehr verbitterter Mitarbeiter dieser Firma, dem diese übel mitgespielt hat und der den Datendiebstahl gemacht hat um sich zu rächen und dabei sein Schicksal aufzuzeigen.
Thomas Müller trifft den Mann in Genf und hat den Auftrag die Daten sicherzustellen und den Mann der Justiz zuzuführen.


Heute, eine Woche nachdem ich das Buch zu Ende las, erregt in den Nachrichten diese Meldung meine besondere Aufmerksamkeit... besonders der Schluss des Artikels: Die "FTD" berichtete, die CD mit Schweizer Kontodaten stamme von der britischen Großbank HSBC. Dabei soll es sich um jene Daten handeln, die der Informatikspezialist der HSBC Private Bank in Genf, Herve Falciani, bereits im vergangenen August den französischen Behörden angeboten habe.

Lt. diesem Artikel geschah der Diebstahl vor dem Sommer 2007.
Das Buch von Thomas Müller erschien am 1. März 2008 im Rowohlt Tb. Verlag.

Ist das wirklich ein Zufall?????

Durchhalteparole

Wir schreiben den 1.2.2010.
Meine "schlimme Zeit", über die ich sonst herum sudere, ist vorbei.

Man merkt zwar noch nichts davon, aber seit ca. 5 Wochen werden die Tage schon wieder länger. Auch wenn es draußen immer noch kalt und nass ist, auch wenn es draußen immer noch finster ist wenn ich in der Früh aufstehe: die Parole lautet DURCHHALTEN. Rettung in Form der Frühling nähert sich... zwar langsam, dafür aber unaufhaltsam.


Also:

DURCHHALTEN
DURCHHALTEN
DURCHHALTEN
DURCHHALTEN
DURCHHALTEN
DURCHHALTEN
DURCHHALTEN
DURCHHALTEN
...
...
...

Carpe Diem

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Oh wie wahr. Erstens...
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