Montag, 27. April 2009

Zukunftsaussichten

Bisher schien meine Firma von der WeWiFik noch einigermaßen verschont, aber ich ahnte schon dass es auch bei uns etwas zeitverzögert zu Auswirkungen kommen wird.

In diesem Monat kam es zu einem Geschäftsführerwechsel. Der bisherige GF legt seine Funktion zurück und verkaufte seine Anteile. Einer der bisherigen Teilbereichsmanager wurde letzte Woche zum neuen Geschäftsführer ernannt und stellte uns am Freitag im Zuge eines internen Workshops die geplanten Änderungen vor.

Er will (oder muss) unser Geschäft etwas umstellen... wir bleiben im SAP-Geschäft, machen aber nicht mehr ausschließlich klassische IT-Beratung sondern es sollen vermehrt Softwareprodukte unserer Besitzer (ein deutsches Softwarehaus) vertrieben werden.

Für uns Mitarbeiter bedeutet dies, dass Veränderungen kommen werden. Grundsätzlich sind Veränderungen wertfrei... wo eine Türe zu geht, geht eine andere Türe auf. Andere Fähigkeiten werden gefragt, neues Know-How muss aufgebaut werden, altes Know-How wird an Wert verlieren. Manche Mitarbeiter werden davon profitieren, andere werden sich mit der neuen Ausrichtung schwer tun. Jetzt genau in dieser Sekunde lässt sich noch nicht absehen, welche Konsequenzen diese Veränderungen für jeden einzelnen haben werden.

Dies ist die unangenehmste Situation überhaupt. Es gibt meinetwegen 15 theoretisch mögliche Szenarien... man weiß zwar genau, dass davon nur 1 oder 2 Szenarien tatsächlich passieren werden, aber man weiß nicht welche. Somit muss man alle 15 im Auge behalten und kann kaum Entscheidungen treffen oder Maßnahmen ins Auge fassen. Erst wenn im Laufe der Zeit die Richtung der Änderungen klarer wird, kann man für sich persönlich konkrete Planungen durchführen und Handlungen setzen. Bis dahin kann man nur abwarten und genau beobachten wo sich alles hin entwickelt... was ich halt gar nicht mag. Ich tue mir viel leichter wenn ich agieren kann.

Auch wenn mir nicht mal bei den allerschlimmsten Szenarien etwas Gravierendes passieren kann, fühle ich mich momentan nicht besonders gut in meiner Haut. Ich mag das Abwarten nicht. Ich bin ein Macher, ein Handler. Aber leider bleibt mir momentan nichts anderes übrig als zu warten.

Donnerstag, 23. April 2009

Gemischte Gefühle

So war es geplant:
Ich lasse hier bei meinem Kunden meine Tätigkeiten Mitte April auslaufen. Dann wollte ich mir ein paar Urlaubstage nehmen. In der Zwischenzeit sollten sich neue Aufgaben ergeben.


So läuft es wirklich:
Durch den etwas übereilten Einsatz eines zu wenig getesteten Programmes bin ich immer noch bei meinem Kunden tätig und suche angestrengt nach Fehlern in einem reichlich komplizierten Programm. Während ich dies tue, trudeln laufend Mails meiner Arbeitskollegen mit verschiedenen künftigen Aufgaben und Projekten ein.


Zum Einen ist das wunderbar, dass ich neue Aufgaben bekomme... zum Anderen wollte ich doch - verdammt noch mal - mir die paar Urlaubstage gönnen um meine Wohnungsrenovierung in aller Ruhe weiter vorantreiben zu können.

Ich sehe schon, das mit dem Urlaub wird wieder nix werden :((

Mittwoch, 22. April 2009

Pyrrhus-Sieg?(2)

Wie zu erwarten war, gibt es auf die Streichung der schulautonomen Tage heftige Reaktionen.


Heute in der Früh gab es zu diesem Thema zwei aufschlussreiche Interviews.

In den Nachrichten, der Gewerkschaftssprecher antwortet zu dem Thema "haben sich die Lehrer durchgesetzt?" sinngemäß: "es ist kein Schaden, wenn man eine starke Interessensvertretung hat".

Eine Stunde später. Die Ministerin Fr. Schmied steht Rede und Antwort. Sie berichtet, dass der Vorschlag "5 Tage mehr zu unterrichten" von der Gewerkschaft an sie herangetragen wurde und sie dieses Angebot unmöglich ablehnen konnte. Der Moderator fragt: "Die Gewerkschaft vertritt die Lehrer. Aber wer vertritt die Schüler?" und bekommt von der Frau Minister die zwischen den Worten vielsagende Antwort: "ich habe mich gewundert, warum sich die Schüler da hineinziehen haben lassen".


Da steckt die Wurzel des Unmutes. Die schulautonomen Tagen standen in dem Konflikt eigentlich nie zur Diskussion. Und dann hat man jenen, die der Streit eigentlich gar nicht unmittelbar betroffen hat und daher auch keine wirkliche Vertretung hatten, ohne eine Vorwarnung eine "Mehrarbeit" zugeschanzt. Besonders perfid ist die Tatsache, dass zuerst die Lehrer ihre Schüler im Vorfeld in Form von Demonstrationen für ihre Sache instrumentalisierten, aber ihnen offensichtlich ohne irgendeine Rücksprache bzw. Diskussion ganz plötzlich Belastungen auf's Aug drückten.

Ich fürchte, dass künftige Lehrerklagen über ihr schlechtes Image noch weniger Gehör und Verständnis finden werden als bisher.

Dienstag, 21. April 2009

Austrian Music

... heute seit langer Zeit wiedermal gespielt... eines der schönsten Lieder die ich kenne....

Pyrrhus-Sieg?

Der Streit Lehrer vs. Bildungsministerin ist beendet, der Streik ist abgeblasen. Die zwei Stunden zusätzlicher Unterricht sind vom Tisch und die Lehrer scheinen sich durchgesetzt und gewonnen zu haben.

Wenn man aber genauer hinsieht, könnte dies ein ausgesprochener Pyrrhus-Sieg sein. Das Lehrervolk klagt seit langer Zeit darüber, dass sie in der öffentlichen Meinung sehr schlecht dastehen. Ich denke, dass dies zu Recht beklagt wird und sie in der Tat viel zu schlecht wegkommen. Aber die letzten Wochen werden ihr Image in keinem Fall verbessert haben... vermutlich werden sie Gesellschaftsranking noch weiter nach unten fallen... denn während rund um sie die Wirtschaftswelt ein klein wenig untergeht bürden sie recht geschickt anderen Gruppen die Belastungen auf.

Mit dem Streichen der schulautonomen Tage müssen nicht sie sondern ihre Schüler länger arbeiten (weil die Lehrer an diesen Tagen ohnehin nicht frei gehabt hätten). Treffen wird es auch jene Eltern, die diese Tage dazu nutzten mit den Kindern im Herbst/Frühling einen Kurzurlaub zu machen. Da sich Schüler keinen Urlaub nehmen können, sind ab nun solche Aktivitäten nur noch mehr in offiziellen Ferienzeiten möglich (wo daher üblicherweise alles überteuert und überrannt ist).
Sie schafften es auch, dass die Zahlungen für die Unterrichtsgebäude nicht aus ihrem Budget sondern aus dem allgemeinen Steuertopf kommen und somit dem Steuerzahler aufgebürdet wurden.

Was ist nun der konkrete Beitrag der Lehrer? Sie verzichten auf ein paar Zulagen und an den bisherigen autonomen Tagen stehen sie im Klassenzimmer und müssen genau mit jenen Schülern arbeiten, über die d'rübergefahren wurde und die diese zusätzlichen Tage nun auf Aug gedrückt bekommen haben. Viel Vergnügen!

Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass dies das öffentliche Image der Lehrer auch nur ein ganz klein wenig verbessern wird und bezweifle, ob sie über diesen "Sieg" auf lange Sicht glücklich sein werden.

Donnerstag, 16. April 2009

Physio-Therapiestunde

Gestern war ich in Sachen kaputter Rücken beim Herrn Doktor in der Gebietskrankenkasse. Dieser stellte sich als ausgesprochener unkonventioneller Spaßvogel heraus, der gestern wohl einen Clown zum Frühstück genossen hat. Zuerst zeigte er mir wie ich in meinen Ohrmuscheln die Akupunkturstellen meiner Wirbelsäule aktivieren kann. Dann sah er sich das Röntgenfoto meines Rückens an und war recht begeistert wie in welchem guten Zustand meine Wirbelsäule ist. Daraufhin diagnostizierte er, dass meine Schmerzen wohl auf zu wenig Sport und zu viel Sitzen zurückzuführen sind und verdonnerte mich zu 6x Therapie (=Trainingsprogramm) bei ihnen im Haus.

Heute war ich zum ersten Mal dort. Zuerst kam ich in einen Raum, der mit hochmodernen Fitnessgeräten ausgestattet war. Hier wurden mir die verschiedenen Übungen erklärt und wie ich die Geräte bedienen soll. Anschließend gingen wir in so eine Art Turnsaal, wo ich verschiedenen Übungen zur Stärkung meiner Rückenmuskulatur lernte.
Danach wurde es so richtig angenehm. Ich kam in ein Massagebad. Dies ist in Prinzip so etwas wie ein Whirlepool. Ich legte mich in das angenehm warme Wasser hinein und dann massierten verschiedene Wasser/Luftstrahlen 15 Minuten lang meinen Körper. Das war so richtig angenehm.

Die Vorstellung, dies alles noch 5x geniessen zu dürfen gefällt mir.

Carpe Diem

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derzeit billigste Tankstelle in OÖ

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